GDL kritisiert "Geldwaschmaschine" Deutsche Bahn

GDL kritisiert "Geldwaschmaschine" Deutsche Bahn

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Wirtschaft in Berlin: Kritik an Deutsche Bahn

Berlin () – Der Vorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), Mario Reiß, kritisiert die intransparenten und ineffizienten Finanzkreisläufe der Deutschen Bahn (DB).

„Der Bahnkonzern hat über Jahre hinweg Finanzstrukturen etabliert, die einer Geldwaschmaschine ähneln“, sagte Reiß dem Fachdienst „Tagesspiegel Background Verkehr & Smart Mobility“. Er habe eigene Serviceleistungen intern verrechnet und zig Firmen unter dem Dach der DB AG organisiert. „Das waren zwischenzeitlich mehr als 1.000, jetzt sind es knapp 600. All diese Firmen dienen dazu, dass man die einzelnen Finanzierungskreisläufe durchbricht und selbst Steuergeld akquiriert. Das muss geändert werden.“

Der GDL-Chef setzte auch DB-Chefin Evelyn Palla unter Druck, unterstützte aber ihren Sanierungskurs. „Es wäre schon mal schön, wenn Frau Palla weniger Versprechungen als ihr Vorgänger Richard Lutz machen und mehr in das System Bahn eingreifen und tatsächlich die kleinen Schritte erstmal gehen würde. Ich glaube, das sieht momentan ganz gut aus. Frau Palla macht sich die Mühe, ins Detail zu gehen. Und sie gibt Verantwortung nach unten ab, das ist ganz wichtig.“

Allein durch die von Palla vorgenommene Halbierung des Top-Managements werde sich auch das Betriebsergebnis verbessern, während die DB durch eine bessere Steuerung gleichzeitig produktiver werden könne. „Das gilt auch für den Fernverkehr. Der dürfte eigentlich mit seinen neuen Zügen und moderner Technik keine Krise haben.“

Dass Palla sich sowohl von Cargo-Chefin Sigrid Nikutta als auch von Finanzvorständin Karin Dohm getrennt hat, findet Reiß richtig. „Konsequenz gehört zum Management. Nur so kann Frau Palla etwas erreichen“, sagte der GDL-Chef. „Als rigoros würde ich ihr Vorgehen nicht bezeichnen. Inkonsequent oder gar nicht zu handeln, würde uns viel Geld kosten und uns nicht weiterbringen.“

Dass Dohm überhaupt geholt worden war, ärgere ihn jedoch, „weil wir aus dem Vorstand schon bei der Einstellung gehört haben, dass Frau Dohm die falsche Person ist“. Man habe einen Finanzvorstand gesucht und „eine Dame ausgewählt, die offensichtlich für diesen Job überhaupt nicht taugt“. Aber man habe den Aufsichtsrat davon überzeugt, sie einzustellen. „Jetzt kostet es auch den Steuerzahler wieder eine Menge Geld. Ich denke, es wird noch viel Streit um das Thema geben.“

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Deutsche Bahn (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Mario Reiß, Evelyn Palla, Richard Lutz, Sigrid Nikutta, Karin Dohm

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), Deutsche Bahn (DB), Tagesspiegel Background Verkehr & Smart Mobility, Richard Lutz, Evelyn Palla, Sigrid Nikutta, Karin Dohm

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin

Worum geht es in einem Satz?

Der Vorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer, Mario Reiß, kritisiert die intransparenten Finanzstrukturen der Deutschen Bahn und fordert mehr Effizienz sowie Konsequenz in der Leitung, um die Situation zu verbessern.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Intransparente und ineffiziente Finanzkreisläufe der Deutschen Bahn
  • Langjährige Etablierung komplexer Finanzstrukturen
  • Interne Verrechnung eigener Serviceleistungen
  • Organisierung von über 600 Firmen unter der DB AG
  • Ziel der Firmen: Durchbrechen von Finanzierungskreisläufen
  • Akquise von Steuergeldern
  • Kritik an vorheriger Unternehmensführung und deren Versprechungen
  • Forderung nach konkreten Maßnahmen und Verantwortung im Management

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • GDL-Vorsitzender Mario Reiß kritisiert intransparente und ineffiziente Finanzkreisläufe der Deutschen Bahn.
  • Reiß vergleicht die Finanzstrukturen der DB mit einer Geldwaschmaschine.
  • Es gab über 1.000 Firmen unter der DB AG, jetzt sind es knapp 600, die intransparente Finanzflüsse ermöglichen.
  • Reiß fordert Änderungen in der Finanzstruktur.
  • Unterstützung für DB-Chefin Evelyn Palla, fordert jedoch mehr Handeln und weniger Versprechungen.
  • Pallas Halbierung des Top-Managements soll Betriebsergebnis verbessern.
  • Pallas Trennungen von Cargo-Chefin und Finanzvorständin werden positiv bewertet.
  • Kritik an Einstellung von Finanzvorständin Karin Dohm als ungeeignet.
  • Reiß betont, dass unangemessene Managemententscheidungen hohe Kosten verursachen.

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Intransparente und ineffiziente Finanzstrukturen
  • Finanzstrukturen ähnlich einer Geldwaschmaschine
  • Bruch der Finanzierungskreisläufe
  • Akquirierung von Steuergeldern
  • Verbesserung des Betriebsergebnisses durch Halbierung des Top-Managements
  • Produktivitätssteigerung durch bessere Steuerung
  • Möglichkeit einer Krise im Fernverkehr trotz neuer Züge
  • Stärkung des Managements durch Konsequenzen
  • Hohe Kosten für den Steuerzahler aufgrund falscher Personalentscheidungen
  • Zu erwartender weiterer Streit um Finanzthemen

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Mario Reiß, dem Vorsitzenden der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), zitiert. Er kritisiert die Finanzstrukturen der Deutschen Bahn und äußert sich positiv über den Sanierungskurs von DB-Chefin Evelyn Palla.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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