Reform der Kinder- und Jugendhilfe in Berlin
Berlin () – Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) will die Kinder- und Jugendhilfe umfassend reformieren. Das geht aus einem Referentenentwurf ihres Ministeriums hervor, über den „Politico“ in seiner Montagausgabe berichtet.
„Um sicherzustellen, dass die Kinder- und Jugendhilfe auch in Zukunft wirkungsvoll ihren Auftrag erfüllen kann, ist eine umfassende Reform ihrer Strukturen erforderlich“, heißt es darin. Der Gesetzentwurf sieht vor, statt individueller Hilfen verstärkt auf pauschale Angebote zu setzen. „Der individuelle Rechtsanspruch auf Anleitung und Begleitung in Kindertageseinrichtungen, Schulen oder Hochschulen im Rahmen von Hilfe zur Erziehung oder Eingliederungshilfe wird durch ein infrastrukturelles Angebot der Bildungsassistenz erfüllt“, heißt es dazu in dem Dokument.
Zudem sollen Leistungen der Eingliederungshilfe aus dem Neunten Sozialgesetzbuch in die Kinder- und Jugendhilfe im Achten Sozialgesetzbuch überführt werden, um die Leistungen unter einem Dach zusammenzuführen. Bislang komme es häufig zu Zuständigkeitskonflikten, da Behörden zwischen der Art der Beeinträchtigung und den Gründen für den Unterstützungsbedarf unterscheiden müssen, was in der Praxis jedoch häufig kaum möglich sei.
Das Ministerium erhofft sich durch die Reform Einsparungen in Milliardenhöhe, von denen vor allem die Länder und Kommunen profitieren. Allerdings treten große Effekte erst später ein, da viele Maßnahmen erst wirken, wenn die Strukturen flächendeckend greifen. So rechnet das Ministerium in dem Gesetzentwurf für 2028 mit Einsparungen von 200,6 Millionen Euro, die bis 2036 aber auf 2,7 Milliarden Euro pro Jahr steigen sollen.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Karin Prien am 27.03.2026 |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Karin Prien
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
CDU, Bundesfamilienministerium, Politico, Neunten Sozialgesetzbuch, Achten Sozialgesetzbuch
Wann ist das Ereignis passiert?
27.03.2026
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Der Ort, an dem das beschriebene Ereignis stattfindet, ist Berlin.
Worum geht es in einem Satz?
Bundesfamilienministerin Karin Prien plant eine umfassende Reform der Kinder- und Jugendhilfe, die pauschale Angebote stärken und durch die Zusammenführung von Eingliederungshilfe und Kinderhilfe Einsparungen in Milliardenhöhe ermöglichen soll.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Notwendigkeit einer Reform der Strukturen in der Kinder- und Jugendhilfe
- Feststellung, dass individuelle Hilfen nicht ausreichend sind
- Überführung der Eingliederungshilfe in die Kinder- und Jugendhilfe
- Häufige Zuständigkeitskonflikte zwischen Behörden
- Ziel der Reform: effektive Erfüllung des Auftrags der Kinder- und Jugendhilfe
- Erhoffte Einsparungen für Länder und Kommunen
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Bundesfamilienministerin Karin Prien plant umfassende Reform der Kinder- und Jugendhilfe
- Reform soll Strukturen verbessern, um Aufträge effektiver zu erfüllen
- Vorschlag zu pauschalen Angeboten anstelle individueller Hilfen
- Rechtsanspruch auf Unterstützung in Bildungseinrichtungen wird reformiert
- Eingliederungshilfe wird in die Kinder- und Jugendhilfe integriert
- Ziel: Vermeidung von Zuständigkeitskonflikten zwischen Behörden
- Erhoffte Einsparungen in Milliardenhöhe für Länder und Kommunen
- Einsparungen sollen ab 2028 beginnen und bis 2036 steigern
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Umfassende Reform der Kinder- und Jugendhilfe
- Verstärkter Fokus auf pauschale Angebote statt individueller Hilfen
- Zusammenführung von Eingliederungshilfe und Kinder- und Jugendhilfe
- Verringerung von Zuständigkeitskonflikten
- Einsparungen in Milliardenhöhe erwartet
- Kurzfristige Einsparungen von 200,6 Millionen Euro bis 2028
- Langfristige Einsparungen von bis zu 2,7 Milliarden Euro pro Jahr bis 2036
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Bundesfamilienministerin Karin Prien zitiert, in der sie die Notwendigkeit einer umfassenden Reform der Kinder- und Jugendhilfe betont.
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