Gesundheitspolitik in Nordrhein-Westfalen im Fokus
Düsseldorf () – In dem andauernden Streit um die Kosten für Rettungseinsätze hat der Präsident des Landkreistags NRW, Olaf Gericke, die Krankenkassen dazu aufgerufen, sich auf die Kommunen zuzubewegen. „Wenn jemand den Notruf missbraucht, weil er sich das Aspirin bringen lässt oder auf diesem Weg das Warten in der Notaufnahme abkürzen will, dann muss das auch als Leerfahrt gewertet werden“, sagte er der „Rheinischen Post“ (Freitagausgaben).
„Aber die Art und Weise, wie die Kassen gerade mit der Brechstange agieren, die entsetzt uns.“
Es habe schon einmal einen Kompromissvorschlag gegeben. „Wir sind bereit, über die Kostenverteilung in Zukunft zu reden. Aber wir streiten ja auch um die schon entstandenen Kosten für 2025. Diese müssen dann noch einmal übernommen werden“, sagte er.
Man könne sagen, dass in jedem Kreis und jeder kreisfreien Stadt ein siebenstelliger Betrag anfalle.
Hinzu kämen 70 kreisangehörigen Kommunen, die eigene Rettungsdienste hätten.
„Alle kommunalen Haushalte sind also direkt oder indirekt betroffen“, so Gericke. „Wir wollen natürlich keine Gebühren von den Bürgern erheben, weil das Signal fatal wäre. Aber im Notfall bleibt uns gar nichts anderes übrig.“
In dem Streit geht es unter anderem um die Übernahme der Kosten sogenannter Leerfahrten, bei denen die Patienten erst den Notruf wählen, dann aber nicht ins Krankenhaus gebracht werden.
Gericke rief den Bund dazu auf, die Definition dieser Leerfahrten genauer zu fassen.
„Es muss schärfer definiert werden, was ein missbräuchlicher Anruf eines Rettungsdienstes oder aber eine Behandlung vor Ort ist. Wenn die Rettungskräfte heute zu einem Schwerverletzten kommen und er anschließend mit dem Hubschrauber in eine Spezialklinik geflogen werden muss, gilt das als Leerfahrt. Gleiches gilt, wenn der Patient noch an Ort und Stelle stirbt. Wir haben aber auch Fälle, wo Menschen gegen den notärztlichen Rat nicht in eine Klinik gebracht werden wollen.“
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Rettungswagen am 22.03.2026 |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Olaf Gericke
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen sind:
Landkreistag NRW, Krankenkassen, Bund, Rheinische Post.
Wann ist das Ereignis passiert?
Das Datum des beschriebenen Ereignisses ist der 22.03.2026.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Düsseldorf, Nordrhein-Westfalen (NRW)
Worum geht es in einem Satz?
Olaf Gericke, Präsident des Landkreistags NRW, fordert die Krankenkassen auf, sich bei der Kostenverteilung für Rettungseinsätze, insbesondere bei sogenannten Leerfahrten, auf die Kommunen zuzubewegen, da die aktuelle Situation untragbar sei und die Haushalte der Gemeinden stark belastet werden.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Streit um Kosten für Rettungseinsätze
- Aufruf des Präsidenten des Landkreistags NRW an Krankenkassen
- Missbrauch von Notrufen in Frage gestellt
- Rückforderung bereits entstandener Kosten für 2025
- Hohe Kostenbelastung für kommunale Haushalte
- Diskussion über "Leerfahrten" bei Rettungseinsätzen
- Forderung nach genauerer Definition von Leerfahrten
- Schwierigkeiten bei Abgrenzung zwischen Notfällen und missbräuchlichen Anrufen
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Präsident des Landkreistags NRW, Olaf Gericke, fordert Krankenkassen zur Zusammenarbeit auf
- Kritisiert aggressive Vorgehensweise der Krankenkassen
- Bereits Kompromissvorschlag zur Kostenverteilung vorhanden
- Diskussion über Kosten für 2025 notwendig
- Hohe siebenstellige Beträge in jedem Kreis und kreisfreier Stadt
- 70 kreisangehörige Kommunen mit eigenen Rettungsdiensten betroffen
- Warnung vor Gebührenerhebung an Bürger
- Streit um Kosten von Leerfahrten, wenn Patienten nicht ins Krankenhaus gebracht werden
- Appell an Bund zur präziseren Definition von Leerfahrten und missbräuchlichen Notrufen
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Aufruf an Krankenkassen zur Zusammenarbeit mit Kommunen
- Forderung nach Kostenerstattung für bereits entstandene Kosten
- Finanzielle Belastung für kommunale Haushalte
- Mögliche Erhöhung von Gebühren für Bürger
- Notwendigkeit zur klareren Definition von Leerfahrten
- Auswirkungen auf die Qualität der Rettungsdienste
- Einfluss auf zukünftige Kostenverhandlungen und Kompromisse
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Olaf Gericke, dem Präsidenten des Landkreistags NRW, zitiert. Er fordert die Krankenkassen auf, sich auf die Kommunen zuzubewegen und äußert sich kritisch zur aktuellen Vorgehensweise der Kassen.
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