Mitarbeiter im BMWE sollen Erklärungen unterschreiben

Unruhe im Ministerium: Geheimschutz und Misstrauen in Berlin

() – Im Bundeswirtschaftsministerium von Katherina Reiche (CDU) wächst die Unruhe. Mehrere Beschäftigte sollen auf Verlangen der Hausleitung eine dienstliche Erklärung unterschrieben haben; außerdem sollen ihre E-Mails durchsucht worden sein, wie Insider dem „Handelsblatt“ sagten. Auslöser war demnach, dass die Teilnehmerliste einer weitergegeben worden war.

Ein Nachrichtenportal hatte Unternehmensvertreter aufgeführt, die Reiche bei einer Delegationsreise nach Saudi-Arabien Ende Januar begleiten sollten. Die Namen stammten aus einer internen Liste des Ministeriums, die mit vertraulichen Anmerkungen versehen war. In der Hausleitung soll der Leak großen Ärger ausgelöst haben.

Mit Reiches Unterstützung sei daraufhin veranlasst worden, dass alle beteiligten Mitarbeiter eine dienstliche Erklärung unterschreiben. Darin hätten sie versichern müssen, keine Informationen an unbefugte Dritte weitergegeben zu haben. Darüber hinaus habe die Hausleitung die E-Mails der beteiligten Beschäftigten teilweise durchsuchen lassen, heißt es. Ob dabei etwas gefunden wurde, ist unklar.

Das Vorgehen soll in der Belegschaft für großen Unmut gesorgt haben, heißt es von Insidern. Angesichts der geringen Tragweite des Leaks soll im Ministerium von „Misstrauen“ und „Generalverdacht“ die Rede sein. Ein Ministeriumssprecher erklärte auf Anfrage der Zeitung, dass das Ministerium sich grundsätzlich nicht zu internen IT- und Geheimschutz-Maßnahmen äußere. Er sagte aber, die Herausgabe von vertraulichen Informationen sei nicht nur strikt verboten, sondern gefährde auch Entscheidungsprozesse, führe zu Vertrauensverlust innerhalb der und schade der Glaubwürdigkeit von Ministerien. Die Verhinderung sei deshalb im Interesse aller Mitarbeiter.

4,3/5 (29 Bewertungen)

Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Wirtschaftsministerium (Archiv)

💬 Zu den Kommentaren

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Bundeswirtschaftsministerium, Katherina Reiche, CDU, Handelsblatt, Saudi-Arabien

Wann ist das Ereignis passiert?

Ende Januar.

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin, Saudi-Arabien

Worum geht es in einem Satz?

Im Bundeswirtschaftsministerium wächst die Unruhe, nachdem Mitarbeiter aufgefordert wurden, dienstliche Erklärungen zur Weitergabe einer internen Reise-Teilnehmerliste zu unterzeichnen und deren E-Mails durchsucht wurden, was zu Misstrauen und Unmut unter den Angestellten führte.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Weitergabe der Teilnehmerliste einer Reise
  • Vertrauliche Anmerkungen in interner Liste
  • Leak sorgte für Ärger in der Hausleitung
  • Anordnung zur Unterschrift dienstlicher Erklärungen
  • Durchsuchung der E-Mails betroffener Mitarbeiter

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Unruhe im Bundeswirtschaftsministerium wegen Weitergabe einer Teilnehmerliste
  • Beschäftigte mussten dienstliche Erklärungen unterschreiben
  • E-Mails von betroffenen Mitarbeitern wurden durchsucht
  • Leak sorgte für großen Ärger in der Hausleitung
  • Vorgehen führte zu Unmut unter den Mitarbeitern
  • Ministerium äußert sich nicht zu internen Maßnahmen
  • Vertrauliche Informationen gefährden Entscheidungsprozesse und Vertrauen

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Unruhe im Ministerium
  • Dienstliche Erklärungen der Mitarbeiter
  • Durchsuchung der E-Mails
  • Großer Ärger in der Hausleitung
  • Unmut in der Belegschaft
  • Misstrauen und Generalverdacht
  • Vertrauensverlust innerhalb der Regierung
  • Schädigung der Glaubwürdigkeit von Ministerien
  • Gefährdung von Entscheidungsprozessen

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme eines Ministeriumssprechers zitiert, der erklärt, dass die Herausgabe von vertraulichen Informationen strikt verboten sei und negative Auswirkungen auf Entscheidungsprozesse sowie das Vertrauen innerhalb der Regierung habe.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert