Inflationsrate von 1,9 Prozent im Februar bestätigt

Wirtschaftliche Entwicklungen in Wiesbaden

Wiesbaden () – Das Statistische Bundesamt (Destatis) hat die Inflationsrate für den Monat Februar 2026 mit 1,9 Prozent bestätigt. Ende des Monats war bereits eine entsprechende Schätzung veröffentlicht worden. Im Januar 2026 hatte sie +2,1 Prozent betragen und im Dezember 2025 +1,8 Prozent.

„Der Anstieg der Verbraucherpreise hat sich im Februar leicht abgeschwächt“, sagte Destatis-Präsidentin Ruth Brand. „Vor allem die Teuerung bei Nahrungsmitteln hat sich deutlich verringert und wirkte sich preisdämpfend aus, während Dienstleistungen die Inflationsrate weiterhin erhöhten.“

Die Preise für Energieprodukte insgesamt lagen im Februar um 1,9 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat, nach -1,7 Prozent im Januar. Von Februar 2025 bis Februar 2026 verbilligte sich insbesondere die Haushaltsenergie (-3,5 Prozent). konnten zum Beispiel von günstigeren Preisen für Erdgas (-4,4 Prozent), Strom (-4,1 Prozent) und Fernwärme (-1,0 Prozent) profitieren, was unter anderem auf die seit Jahresbeginn umgesetzten Maßnahmen der zurückzuführen ist.

Während leichtes Heizöl (-4,7 Prozent) ebenfalls günstiger wurde, erhöhten sich die Preise für feste Brennstoffe binnen Jahresfrist um 6,0 Prozent. Kraftstoffe verteuerten sich im gleichen Zeitraum um +0,3 Prozent. Die Kriegshandlungen im Iran und dem Nahen Osten seit dem 28. Februar 2026 haben sich noch nicht auf das Februar-Ergebnis der Verbraucherpreise ausgewirkt.

Die Preise für lagen im Februar 2026 um 1,1 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Damit schwächte sich der im Vormonat Januar 2026 beobachtete Preisauftrieb (+2,1 Prozent) wieder ab. Preiserhöhungen zeigten sich weiterhin vor allem bei Zucker, Marmelade, Honig und anderen Süßwaren (+8,1 Prozent, darunter Schokolade: +13,7 Prozent). Auch für Fleisch und Fleischwaren (+4,5 Prozent, darunter Rind- und Kalbfleisch: +14,5 Prozent; Geflügelfleisch: +8,2 Prozent) sowie Obst und frisches Gemüse (jeweils +4,3 Prozent) mussten die Verbraucher spürbar mehr bezahlen als ein Jahr zuvor.

Günstiger hingegen wurden insbesondere Speisefette und Speiseöle (-19,7 Prozent, darunter Butter: -32,9 Prozent; Olivenöl: -12,8 Prozent). Zudem verbilligten sich einige Nahrungsmittel des täglichen Bedarfs wie Kartoffeln (-18,1 Prozent) und Molkereiprodukte (-4,9 Prozent) deutlich, während Eier (+14,5 Prozent) erneut merklich teurer wurden.

Die Inflationsrate ohne lag im zweiten Monat des Jahres bei +2,3 Prozent, nach +2,5 Prozent im Januar 2026. Die Inflationsrate ohne Berücksichtigung von Nahrungsmitteln und Energie, häufig auch als Kerninflation bezeichnet, lag im Februar 2026 wie bereits im Vormonat bei +2,5 Prozent. Beide Kenngrößen verdeutlichen, dass die Teuerung in anderen wichtigen Güterbereichen weiterhin überdurchschnittlich hoch war.

Die Preise für Dienstleistungen insgesamt lagen im Februar 2026 um 3,2 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Bereits seit Januar 2024 lag die Teuerung für Dienstleistungen oberhalb der Gesamtteuerung. Besonders stark im Vorjahresvergleich verteuerten sich Dienstleistungen sozialer Einrichtungen (+7,0 Prozent) sowie die kombinierte Personenbeförderung (+6,2 Prozent). Letzteres ist insbesondere auf die Erhöhung des Preises für das Deutschlandticket zum Jahresbeginn zurückzuführen.

Auch die Preise für Wartung und Reparatur von Fahrzeugen (+5,0 Prozent), Versicherungsdienstleistungen für die Gesundheit (+4,4 Prozent), Gaststättendienstleistungen (+3,4 Prozent) sowie Wasserversorgung und andere Dienstleistungen an der Wohnung (+3,3 Prozent) waren im Februar 2026 deutlich höher als ein Jahr zuvor. Bedeutsam für die Preisentwicklung insgesamt blieben im Februar 2026 die Nettokaltmieten mit +2,1 Prozent. Nur wenige Dienstleistungen waren günstiger als im Vorjahresmonat, darunter Telekommunikationsdienstleistungen (-0,2 Prozent).

Die Preise für Waren lagen im Februar insgesamt um 0,8 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Verbrauchsgüter verteuerten sich dabei um 0,8 Prozent und Gebrauchsgüter um 0,6 Prozent. Neben Nahrungsmitteln (+1,1 Prozent) wurden auch andere Waren spürbar teurer, insbesondere alkoholfreie (+5,3 Prozent, darunter Kaffee, Tee und Kakao: +16,7 Prozent) sowie Tabakwaren (+4,7 Prozent). Preisrückgänge zeigten sich, neben der Energie (-1,9 Prozent), unter anderem bei Haushaltsgroßgeräten (-3,1 Prozent).

Gegenüber Januar 2026 stieg der Verbraucherpreisindex im Februar 2026 um 0,2 Prozent, so das Bundesamt weiter. Sowohl die Preise für Nahrungsmittel (+0,1 Prozent; darunter frisches Gemüse: +2,7 Prozent) als auch für Energie (+0,2 Prozent) stiegen binnen Monatsfrist. Bei den Dienstleistungen stiegen gegenüber dem Vormonat beispielsweise die Verwaltungsgebühren (+6,9 Prozent), ursächlich hierfür sind die angepassten Gebühren für Personalausweise. Vor allem saisonbedingt zeigten sich zudem Preisanstiege bei Pauschalreisen (+6,7 Prozent).

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Käse im Supermarkt (Archiv)

💬 Zu den Kommentaren

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Statistisches Bundesamt (Destatis), Ruth Brand, Bundesregierung.

Wann ist das Ereignis passiert?

Februar 2026

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Wiesbaden

Worum geht es in einem Satz?

Im Februar 2026 betrug die Inflationsrate in Deutschland 1,9 Prozent, was einen leichten Rückgang im Vergleich zu 2,1 Prozent im Januar bedeutet, insbesondere durch die gesunkenen Lebensmittelpreise und einen allgemeinen Rückgang bei Energiepreisen, obwohl Dienstleistungen weiterhin die Teuerung anheizten.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Bestätigung der Inflationsrate von 1,9 Prozent für Februar 2026
  • Vorherige Inflationsraten: Januar 2026 (+2,1 Prozent), Dezember 2025 (+1,8 Prozent)
  • Rückgang der Teuerung bei Nahrungsmitteln
  • Steigerung der Preise für Dienstleistungen
  • Energiepreise im Vergleich zum Vorjahr um 1,9 Prozent gesenkt
  • Günstigere Haushaltsenergie aufgrund politischer Maßnahmen
  • Stabilität der Kriegshandlungen im Iran und Nahem Osten bis Ende Februar 2026
  • Preiserhöhungen bei bestimmten Lebensmitteln wie Zucker und Fleisch
  • Abnahme der Preise für Speisefette und Kartoffeln
  • Hohe Teuerungsrate bei Dienstleistungen weiterhin spürbar
  • Erhöhung des Deutschlandtickets als Preisfaktor im Personenbeförderungsbereich
  • Nettokaltmieten stiegen um 2,1 Prozent

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Bestätigung der Inflationsrate für Februar 2026 bei 1,9 Prozent
  • Anstieg der Verbraucherpreise schwächte sich leicht ab
  • Teuerung bei Nahrungsmitteln verringerte sich
  • Dienstleistungen erhöhten Inflationsrate weiterhin
  • Energiepreise insgesamt um 1,9 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat
  • Günstigere Preise für Erdgas, Strom und Fernwärme durch Maßnahmen der Bundesregierung
  • Preiserhöhungen bei Zucker, Marmelade und Fleischwaren
  • Preisrückgänge bei Speisefetten und -ölen sowie Kartoffeln
  • Inflationsrate ohne Energie bei 2,3 Prozent, Kerninflation bei 2,5 Prozent
  • Preisanstieg für Dienstleistungen um 3,2 Prozent, besonders sozialer Einrichtungen
  • Nettokaltmieten stiegen um 2,1 Prozent
  • Verbraucherpreisindex im Februar gegenüber Januar um 0,2 Prozent gestiegen
  • Preisanstiege bei verschiedenen Dienstleistungen, z.B. Verwaltungsgebühren und Pauschalreisen

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Inflationsrate im Februar 2026 bei 1,9 Prozent
  • Teuerung bei Nahrungsmitteln deutlich verringert
  • Verbraucherpreise insgesamt leicht gestiegen
  • Preise für Energieprodukte um 1,9 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat
  • Verbraucher profitierten von günstigeren Preisen für Erdgas, Strom und Fernwärme
  • Preise für feste Brennstoffe um 6,0 Prozent gestiegen
  • Kraftstoffe um 0,3 Prozent teurer
  • Teuerung für Nahrungsmittel um 1,1 Prozent gestiegen
  • Preiserhöhungen bei Zucker, Marmelade, Honig und Fleischwaren
  • Preissenkungen bei Speisefetten und Speiseölen
  • Inflationsrate ohne Energie bei 2,3 Prozent
  • Kerninflation bei 2,5 Prozent
  • Dienstleistungen um 3,2 Prozent teurer
  • Starke Preisanstiege bei sozialen Einrichtungen und Personenbeförderung
  • Nettokaltmieten gestiegen um 2,1 Prozent
  • Teuerung für Verbrauchsgüter und Gebrauchsgüter
  • Verbraucherpreisindex gegenüber Januar 2026 um 0,2 Prozent gestiegen
  • Preissteigerungen bei Nahrungsmitteln und Energie
  • Anstieg bei Verwaltungsgebühren für Personalausweise
  • Saisonbedingter Preisanstieg bei Pauschalreisen

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert: Destatis-Präsidentin Ruth Brand äußert, dass sich der Anstieg der Verbraucherpreise im Februar leicht abgeschwächt habe und dass die Teuerung bei Nahrungsmitteln sich deutlich verringert habe.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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