Beiträge zu Kfz-Versicherung steigen mit zunehmendem Alter deutlich
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Wirtschaft: Kfz-Versicherungskosten im Alter
Berlin () – Mit zunehmendem Alter steigen die Beiträge zur Kfz-Versicherung deutlich. Ein 85-jähriger Autofahrer zahlt unter gleichen Bedingungen für eine Vollkaskoversicherung bis zu 172 Prozent mehr als ein 55-Jähriger, wie aus aktuellen Modellrechnungen des Vergleichsportals Verivox hervorgeht, über welche die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstagausgaben) berichten.
Selbst bei identischer Schadenfreiheitsklasse und gleichen Tarifmerkmalen steigt der Beitrag allein aufgrund des Alters. Ein 65-Jähriger zahlt demnach 14 Prozent mehr als ein 55-jähriger Vergleichsfahrer. Für einen 75-Jährigen liegt der Aufschlag bei 69 Prozent, für einen 85-Jährigen bei 172 Prozent. Eine lange unfallfreie Fahrpraxis kann den Alterszuschlag lediglich abmildern, aber nicht verhindern.
Für viele Senioren seien die Zuschläge schwer nachvollziehbar, sagte Aljoscha Ziller, Geschäftsführer der Verivox Versicherungsvergleich GmbH. „Versicherer kalkulieren jedoch rein risikobasiert. Statistisch steigt im hohen Alter die Wahrscheinlichkeit schwerer Unfälle wieder an. Das schlägt sich direkt im Beitrag nieder.“
Auch ein Wechsel des Versicherungsnehmers führt nicht automatisch zu deutlichen Einsparungen. Wird das Fahrzeug über ein 30 Jahre jüngeres Kind versichert, erfolgt bei einem Zweitwagen in der Regel zunächst die Einstufung in eine niedrige Schadenfreiheitsklasse (meist SF ½). Für einen 85-Jährigen ergäbe sich dadurch laut Modellrechnung lediglich ein Vorteil von 16 Euro beziehungsweise rund einem Prozent.
Deutlich größer fällt das Sparpotenzial aus, wenn die Schadenfreiheitsklasse übertragen wird. Dabei kann der Empfänger so viele schadenfreie Jahre übernehmen, wie er selbst im Besitz eines Führerscheins ist. In diesem Fall sinkt der Beitrag für einen 75-Jährigen um 17 Prozent (163 Euro), für einen 85-Jährigen um 53 Prozent (808 Euro).
Die größte Entlastung entsteht, wenn Versicherung, Zulassung und Schadenfreiheitsklasse vollständig auf das Kind übergehen. Dann reduziert sich der Beitrag für einen 85-jährigen Fahrer um 60 Prozent beziehungsweise 917 Euro gegenüber der Versicherung auf den eigenen Namen, für einen 75-Jährigen um 30 Prozent (281 Euro).
Für die Modellrechnungen wurden identische Rahmenbedingungen zugrunde gelegt: Versicherte aus Berlin fahren einen VW Golf VIII 1.0 TSI mit einer jährlichen Fahrleistung von 10.000 Kilometern. Alter und Schadenfreiheitsklasse variieren je nach Szenario.
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Die beschriebene Ereignisse finden in Berlin statt.
Worum geht es in einem Satz?
Die Kfz-Versicherungsbeiträge steigen mit dem Alter stark an, sodass ein 85-Jähriger bis zu 172 Prozent mehr zahlen muss als ein 55-Jähriger, während ein Wechsel des Versicherungsnehmers nur bei Übertragung der Schadenfreiheitsklasse signifikante Ersparnisse bringt.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
Steigende Beiträge zur Kfz-Versicherung mit dem Alter
Altersabhängige Risikokalkulation der Versicherer
Höhere Wahrscheinlichkeit schwerer Unfälle im Alter
Individuelle Schadenfreiheitsklasse und Tarifmerkmale bleiben konstant
Unverständnis bei Senioren über die Beitragserhöhung
Einfluss des Alters auf die Versicherungsprämien
Mangelnde Einsparungen beim Wechsel des Versicherungsnehmers
Zuschläge schwer nachvollziehbar für viele Senioren
Wechsel zu jüngeren Versicherungsnehmern führt nicht zu deutlichen Einsparungen
Geringer Vorteil bei kühner Einstufung eines Zweitwagens (ca. 16 Euro)
Höhere Einsparungen bei Übertragung der Schadenfreiheitsklasse
Beitrag sinkt um 17% (163 Euro) für 75-Jährigen bei Übertragung
Beitrag sinkt um 53% (808 Euro) für 85-Jährigen bei Übertragung
Größte Entlastung bei vollständigem Übergang auf das Kind
Beitrag für 85-Jährigen reduziert sich um 60% (917 Euro)
Beitrag für 75-Jährigen reduziert sich um 30% (281 Euro)
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert. Aljoscha Ziller, Geschäftsführer der Verivox Versicherungsvergleich GmbH, erklärt, dass "Versicherer kalkulieren jedoch rein risikobasiert", da die Wahrscheinlichkeit schwerer Unfälle im hohen Alter statistisch steigt.