Solarenergie-Förderung in Berlin umstritten
Berlin () – Die Pläne von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU), die Förderung für Solarenergie drastisch zu kürzen, stoßen bei Branchenverbänden und in der Opposition auf scharfe Kritik.
„Ich kann nur davor warnen, im Zuge der EEG-Reform die Förderung von Photovoltaikanlagen auf Hausdächern zu streichen“, sagte Ursula Heinen-Esser, Präsidentin des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE), dem „Handelsblatt“ (Freitagausgabe). Mira Wenzel, Projektleiterin Energiewende im Stromsektor bei der Denkfabrik Agora Energiewende, sagte derselben Zeitung, dass ein plötzlicher Stopp der Einspeisevergütung „kleine Dach-PV-Anlagen unwirtschaftlich machen“ und damit riskieren würde, „deren Ausbau abzuwürgen“. Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Branchenverbands BSW-Solar, nannte den Entwurf gegenüber dem „Spiegel“ einen „Frontalangriff auf die kleinen Solaranlagen“.
Von einem „Solarkiller“ sprach Katharina Dröge, Vorsitzende der Grünen-Fraktion im Bundestag. „Katherina Reiche plant nichts anderes als einen Solarkiller: Kein Geld mehr für Solaranlagen auf dem eigenen Dach – das wird die Konsequenz dieser Pläne sein“, sagte sie.
„Denn sie will die Solarvergütung streichen, was viele Anlagen unrentabel macht“, so Dröge. Für eine große Zahl an Eigenheimbesitzern werde das Solardach damit unwirtschaftlich. „Sie werden um die Chance gebracht, günstigen eigenen Strom herzustellen.“
Dröge kritisierte, die beliebteste Form der Erneuerbaren Energien werde bewusst sabotiert. „Erst sorgen Spahn und Reiche mit dem Teuer-Heizen-Gesetz für eine Heizkostenexplosion bei den Menschen und jetzt bestrafen sie auch noch diejenigen mit Solaranlage auf dem Dach“, sagte die Grünen-Politikerin. „Frau Reiche macht offenbar nur noch Politik für Großkonzerne und die fossile Lobby – und nicht für die Menschen.“
Das Bundeswirtschaftsministerium plant laut „Süddeutscher Zeitung“, dass Anlagen auf privaten Wohnhäusern mit einer Leistung von weniger als 25 Kilowatt keine Förderung mehr erhalten sollen. Sie sollen sich künftig selbst erst einen Abnehmer für ihren Strom suchen, ehe sie diesen ins Netz speisen dürfen. Bisher mussten die Netzbetreiber ihnen den Strom stets abnehmen.
Für kleinste Anlagen unter sieben Kilowatt soll bald eine Einbaupflicht für intelligente Stromzähler gelten. Zudem sollen Solardachanlagen nach den Plänen von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) nur noch mit der Hälfte ihrer Leistung Strom in die Netze einspeisen dürfen. Der Fördersatz für Anlagen mit einer Leistung von mehr als 25 Kilowatt soll vereinheitlicht werden, was die sehr großen Solarparks von Konzernen wie Eon und RWE aufgrund von Skaleneffekten gegenüber kleineren gewerblichen bevorteilen dürfte.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Solarzellen auf Hausdach (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Katherina Reiche, Ursula Heinen-Esser, Mira Wenzel, Carsten Körnig, Katharina Dröge
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen sind:
CDU, Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE), Agora Energiewende, BSW-Solar, Grüne-Fraktion im Bundestag, Bundeswirtschaftsministerium, Eon, RWE.
Wann ist das Ereignis passiert?
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Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind:
Berlin.
Worum geht es in einem Satz?
Wirtschaftsministerin Katherina Reiche plant drastische Kürzungen der Förderung für Solarenergie, was zu scharfer Kritik von Branchenverbänden und der Opposition führt, da dies kleinere Photovoltaikanlagen unwirtschaftlich machen und den Ausbau erneuerbarer Energien gefährden könnte.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Pläne von Katherina Reiche zur Kürzung der Solarenergie-Förderung
- Geplante Streichung der Einspeisevergütung für kleine Photovoltaikanlagen
- Bedenken seitens Branchenverbänden und Opposition
- Möglichkeit der Unwirtschaftlichkeit kleiner Dach-PV-Anlagen
- Angeplante Einbaupflicht für intelligente Stromzähler
- Begrenzung der Einspeisemenge für Solardachanlagen
- Angriffe auf kleine Solaranlagen durch drohende Forderungen
- Zielkonflikte zwischen Wirtschaftsinteressen und erneuerbaren Energien
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Scharfe Kritik von Branchenverbänden und Opposition
- Ursula Heinen-Esser warnt vor Streichung der Förderung
- Mira Wenzel weist auf Gefahr eines Anlagenausbaustopps hin
- Carsten Körnig bezeichnet Entwurf als Frontalangriff auf kleine Solaranlagen
- Katharina Dröge nennt die Pläne "Solarkiller"
- Kritik an der Sabotage der beliebtesten Form erneuerbarer Energien
- Vorwurf, dass Politik für Großkonzerne statt für Bürger gemacht wird
- Pläne sehen keine Förderung für Anlagen unter 25 kW vor
- Eigenstromnutzungspflicht für private Anlagen
- Einbaupflicht für intelligente Stromzähler bei Anlagen unter 7 kW
- Beschränkung der Einspeisung auf die Hälfte der Leistung für Solardachanlagen
- Vereinheitlichung des Fördersatzes für große Anlagen könnte kleinere Betreiber benachteiligen
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Drastische Kürzung der Förderung für Solarenergie
- Kleine Dach-PV-Anlagen werden unwirtschaftlich
- Ausbau von Solaranlagen könnte abgewürgt werden
- Anlagen werden unrentabel
- Eigenheimbesitzer verlieren Chance auf günstigen eigenen Strom
- Beliebteste Form erneuerbarer Energien wird sabotiert
- Menschen werden durch hohe Heizkosten belastet
- Fokus auf Politik für Großkonzerne und fossile Lobby
- Anlagen unter 25 Kilowatt erhalten keine Förderung mehr
- Notwendigkeit, selbst Abnehmer für Strom zu finden
- Einbaupflicht für intelligente Stromzähler für kleinste Anlagen
- Einschränkung der Einspeisemöglichkeiten auf die Hälfte der Leistung
- Vereinheitlichung des Fördersatzes könnte kleinere Anlagen benachteiligen
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel werden mehrere Stellungnahmen zitiert, darunter die von Ursula Heinen-Esser, die warnt, die Förderung von Photovoltaikanlagen auf Hausdächern zu streichen.
- Steuereinnahmen im Februar gestiegen - 20. März 2026
- EU-Rat fordert Stopp der Angriffe auf Energieanlagen in Nahost - 19. März 2026
- KORREKTUR: Freiburg im Europa-League-Viertelfinale - 19. März 2026

