SPD-Migrationspolitiker fühlen sich bei Programmdebatte außen vor

Kritik an SPD-Programmrat in Berlin

() – Die SPD-Arbeitsgemeinschaft Migration und Vielfalt kritisiert die Besetzung des parteiinternen Programmrates. Dieser soll die am neuen Grundsatzprogramm leiten und koordinieren. „Es ist fast schon beschämend, dass die Bundes-SPD im Jahr 2026 einen Programmrat einsetzt, in dem Vielfalts- und Migrationsexpertise kaum verankert ist“, sagte Orkan Özdemir, stellvertretender Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft, dem „Spiegel“. „Ebenso fehlen erkennbar Stimmen, die strukturelle Diskriminierung aus eigener Erfahrung politisch einordnen können.“

Er wundere sich, „wie man so ein wichtiges Thema ausklammern kann“, sagte Özdemir, der für die SPD im Berliner Abgeordnetenhaus sitzt. „Das sendet auch ein falsches Signal an die Mitglieder: nämlich, dass ein wichtiger Teil von ihnen nicht gesehen und gehört wird.“

Es gebe viele SPD-Mitglieder, die selbst Migrationsgeschichte hätten oder im Bereich Integration arbeiteten, kritisierte Özdemir weiter. „Dieses Wissen entscheidet im Alltag über das Gelingen von Integration. Es darf im Grundsatzprogramm nicht nur indirekt repräsentiert sein.“

Die Parteispitze trage die Verantwortung dafür, welche Schwerpunkte die SPD setze. Wenn Integration dabei nur als nachgeordnetes Themenfeld behandelt werde, „unterschätzt man die politische Dynamik der kommenden Jahre“, warnte Özdemir. Integration sei „längst ein Macht- und Ordnungsthema“. Die SPD dürfe es nicht anderen überlassen, die Debatte dazu zu prägen.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: SPD-Logo im Willy-Brandt- (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

SPD, Arbeitsgemeinschaft Migration und Vielfalt, Orkan Özdemir, Spiegel, Berliner Abgeordnetenhaus

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin

Worum geht es in einem Satz?

Die SPD-Arbeitsgemeinschaft Migration und Vielfalt kritisiert die Zusammensetzung des neuen Programmrats der Partei, da wichtige Expertise in den Bereichen Vielfalt und Migration fehlt und dies negative Signale an partizipierende Mitglieder sendet.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Kritik an der Besetzung des Programmrats der SPD
  • Mangel an Vielfalts- und Migrationsexpertise im Gremium
  • Fehlende Stimmen, die strukturelle Diskriminierung politisch einordnen können
  • Sorge um die Wahrnehmung und Repräsentation von Mitgliedern mit Migrationsgeschichte
  • Notwendigkeit, Integration als zentrales Thema zu behandeln
  • Verantwortung der Parteispitze für Schwerpunkte der SPD
  • Integration als Macht- und Ordnungsthema gesehen

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Kritik der SPD-Arbeitsgemeinschaft Migration und Vielfalt an der Besetzung des Programmrates
  • Orkan Özdemir äußert Bedenken über mangelnde Vielfalts- und Migrationsexpertise im Programmrat
  • Warnung vor falschem Signal an Mitglieder durch Vernachlässigung wichtiger Themen
  • Hinweis auf viele Mitglieder mit Migrationsgeschichte oder Integrationserfahrung
  • Forderung nach direkter Repräsentation von Wissen über Integration im Grundsatzprogramm
  • Parteispitze trägt Verantwortung für gesetzte Schwerpunkte
  • Warnung, dass Integration als wichtiges Thema nicht unterschätzt werden darf
  • Forderung, die Debatte über Integration nicht anderen Parteien zu überlassen

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Mangelnde Vielfalts- und Migrationsexpertise im Programmrat
  • Fehlende Stimmen zur politischen Einordnung struktureller Diskriminierung
  • Falsches Signal an Mitglieder, dass ihre Perspektiven ignoriert werden
  • Unzureichende Repräsentation von Mitgliedern mit Migrationsgeschichte
  • Riskante Vernachlässigung eines wichtigen Themas
  • Verantwortung der Parteispitze in der Setzung von Schwerpunkten
  • Gefahr der politischen Dynamik in den kommenden Jahren unterschätzt
  • Potenzial, die Debatte um Integration anderen Parteien zu überlassen

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme einer Person zitiert. Orkan Özdemir, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Arbeitsgemeinschaft Migration und Vielfalt, kritisiert die Besetzung des Programmrates und betont die fehlende Vielfalts- und Migrationsexpertise.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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