Stahlindustrie kritisiert Abschwächung von "Buy European"-Regeln

Wirtschaftliche Auswirkungen der EU-Importregeln in Brüssel

Brüssel () – Die Stahlindustrie kritisiert den Plan der EU-Kommission, die zum Schutz der europäischen geplanten „Buy European“-Regeln aufzuweichen. „Made with Europe ist keine Alternative zu Made in Europe“, sagte Marie Jaroni, Chefin von Thyssenkrupp Steel, dem „Spiegel“.

Bezöge man alle gut 70 Länder, mit denen die EU Handelsabkommen hat, darin ein, würde der Ansatz „entkernt und wirkungslos“, warnt sie. „Kanada, USA, , Indien handeln und schaffen Regeln für lokale Produktion, schaut vom Spielfeldrand zu.“

Ausgerechnet für die Stahlindustrie, die einen gewissen Schutz durch Importzölle hat, will die EU-Kommission die Regeln nun offenbar aufweichen. Laut ihrem jüngsten Entwurf ist nur noch vorgesehen, dass in der öffentlichen Beschaffung mindestens 25 Prozent des Stahls CO2-arm sein müssen. Anders als bei Materialien wie Aluminium oder Beton ist von Stahl „Made in Europe“ dagegen nicht mehr explizit die Rede.

Hintergrund ist ein Gesetzespaket, das die Behörde voraussichtlich in der kommenden Woche vorlegen will. Dort waren bislang Quoten für strategische Sektoren wie Stahl, Zement, Batterien und Solartechnik sowie die Autoindustrie vorgesehen: Wenn der Staat in diesen Feldern einkauft oder Fördermittel vergibt, soll etwa bei Beton mindestens fünf Prozent des Materials CO2-arm und in der EU hergestellt werden müssen. Dies betrifft vor allem Bauprojekte. Auch wenn der Staat Autos kauft oder dies fördert, soll ein Mindestanteil an den Fahrzeugen „Made in Europe“ sein müssen.

Daran hatte sich zuletzt Kritik entzündet; Bundeskanzler Friedrich (CDU) warb dafür, aus „Made in Europe“ ein „Made with Europe“ zu machen, das heißt: volle Anerkennung für Länder, mit denen die EU ein Handelsabkommen geschlossen hat.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Stahlproduktion (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Thyssenkrupp Steel, EU-Kommission, Kanada, USA, China, Indien, CDU, Friedrich Merz, Spiegel.

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Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Brüssel.

Worum geht es in einem Satz?

Die Stahlindustrie kritisiert die EU-Kommission für den Plan, die „Buy European“-Regeln zu lockern, da dies ihrer Meinung nach den regionalen Produktionsschutz schwächen und Europa im globalen Wettbewerb benachteiligen würde.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Kritik der Stahlindustrie an den geplanten Regeländerungen der EU-Kommission
  • Aufweichung der „Buy European“-Regeln gefordert
  • Bedenken, dass Handelsabkommen mit 70 Ländern die Wirksamkeit der Regeln beeinträchtigen
  • Unklarheit über die spezifische Berücksichtigung von europäischem Stahl in der öffentlichen Beschaffung
  • Einführung eines Gesetzespakets zur Regelung der CO2-armen Materialien in strategischen Sektoren
  • Bundeskanzler Merz fordert eine Umbenennung in "Made with Europe"
  • Vorherige Quoten für strategische Sektoren waren vorgesehen

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Stahlindustrie kritisiert EU-Kommission für Aufweichung der "Buy European"-Regeln
  • Marie Jaroni, Chefin von Thyssenkrupp Steel, äußert Bedenken
  • Warnung, dass der Ansatz "entkernt und wirkungslos" wird
  • Vergleich mit Regeln von Kanada, USA, China, Indien
  • Ankündigung eines Gesetzespakets der EU-Kommission in der kommenden Woche
  • Geplante Quoten für strategische Sektoren, z.B. Stahl und Zement
  • Friedrich Merz (CDU) fordert Änderung zu "Made with Europe"

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Kritik der Stahlindustrie an EU-Plänen
  • Auswirkungen auf lokale Produktion
  • Mögliche Entwertung von EU-Handelsabkommen
  • Verringerte Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen
  • Unklare Vorgaben für öffentliche Beschaffung
  • Bedenken bezüglich CO2-Reduzierung bei Stahl
  • Abkehr von bislang gelebten Standards für "Made in Europe"

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert. Marie Jaroni, Chefin von Thyssenkrupp Steel, kritisiert den Plan der EU-Kommission und sagt: "Made with Europe ist keine Alternative zu Made in Europe."

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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