Bericht: Merz wappnet sich für künftige Konflikte mit Trump

Politik: Merz stärkt Deutschlands Position gegenüber USA

() – Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) will sich offenbar für künftige Konflikte mit US-Präsident Donald besser wappnen.

Wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet, hat sich Merz von seinen Beamten eine Liste anfertigen lassen, die aufzeigt, in welchen Bereichen die USA wirtschaftlich oder politisch besonders von Deutschland abhängig sind. Er reagiert damit auf die wiederholten Versuche Trumps, die wirtschaftliche Stärke seines Landes als Druckmittel einzusetzen, um selbst Verbündeten politische Zugeständnisse abzupressen. Auch die EU-Kommission soll über eine ähnliche Liste verfügen.

Die unter Verschluss gehaltene Aufstellung des Kanzleramts enthält unter anderem Waren, die für die US- wichtig sind. Dazu zählen beispielsweise Spezialmaschinen, Medizingeräte, Stahlprodukte und Baufahrzeuge. Außerdem werden Orte und Einrichtungen genannt, die für die Vereinigten Staaten besondere Bedeutung haben. Das gilt beispielsweise für den Flughafen /Bonn, über den die großen US-Logistikkonzerne UPS, FedEx und Amazon große Teile ihres Europa-Geschäfts abwickeln, aber auch für den US-Luftwaffenstützpunkt im pfälzischen Ramstein und das größte US-Militärkrankenhaus außerhalb der Vereinigten Staaten in Landstuhl.

Nach Informationen der SZ bedeutet die Existenz der recht umfangreichen Liste nicht, dass sie bei nächster Gelegenheit tatsächlich gezückt wird. Auch soll sie unter Verschluss bleiben, weil man Trump nicht unnötig provozieren will. Merz will nach den Erfahrungen aus dem Grönland-Konflikt aber offenkundig darüber im Bilde sein, welche Druckmittel ihm im Falle eines erneuten Kräftemessens zur Verfügung stünden. Damit passe man sich, so heißt es in Berlin, nur den amerikanischen – und im Übrigen auch den chinesischen – Gepflogenheiten an.

Der Chef der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), Stefan Mair, bezeichnete es als richtig, wenn man sich in Berlin wie Brüssel auf eine „robuste Agenda“ verständige. „Trump ist jemand, der auf Druck reagiert“, das habe der Fall Grönland gezeigt, sagte er der SZ. „Mein Eindruck ist, dass Merz rote Linien markiert.“ Allerdings: „Im Bereich der Sicherheitspolitik haben wir schlechte Karten. Wir sind bislang nicht in der Lage, uns alleine konventionell zu verteidigen“, so der SWP-Direktor.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Friedrich Merz am 11.02.2026

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen sind: CDU, EU-Kommission, UPS, FedEx, Amazon, US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein, Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP).

Wann ist das Ereignis passiert?

Das Datum des beschriebe­nen Ereignisses ist der 11.02.2026.

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin, Köln/Bonn, Ramstein, Landstuhl.

Worum geht es in einem Satz?

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) plant, sich besser auf mögliche Konflikte mit US-Präsident Donald Trump vorzubereiten, indem er eine Liste erstellen ließ, die die wirtschaftliche und politische Abhängigkeit der USA von Deutschland aufzeigt, um entsprechende Druckmittel für Verhandlungen bereit zu haben.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Wiederholte Versuche von Trump, wirtschaftliche Stärke als Druckmittel einzusetzen
  • Abhängigkeit der USA von deutschen Waren in bestimmten Bereichen
  • Grönland-Konflikt als einschlägiges Beispiel für Drucktaktiken
  • Notwendigkeit, sich auf künftige Konflikte vorzubereiten
  • Existenz einer Liste bedeutender deutscher Waren und Einrichtungen für die USA
  • Anpassung an Gepflogenheiten anderer Länder (USA, China)
  • Einsicht in die Sicherheitspolitik Deutschlands und Herausforderungen
  • Aufbau einer robusten Agenda in Berlin und Brüssel

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Friedrich Merz lässt Liste erstellen, um USA-Abhängigkeiten von Deutschland aufzuzeigen
  • Reaktion auf Trumps Druckpolitik in Handelsfragen
  • EU-Kommission verfügt ebenfalls über ähnliche Liste
  • Liste enthält wichtige deutsche Waren und Einrichtungen für die USA
  • Merz möchte sich besser wappnen für mögliche zukünftige Konflikte
  • Liste soll unter Verschluss bleiben, um Trump nicht zu provozieren
  • Stefan Mair (SWP) befürwortet robuste Agenda gegen Druck von Trump
  • Mair weist auf Defizite in der Sicherheitspolitik hin

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Vorbereitung auf künftige Konflikte mit den USA
  • Erstellung einer Liste über deutsche Abhängigkeiten der USA
  • Geheimhaltung der Liste, um Trump nicht zu provozieren
  • Bewusstsein für Druckmittel in künftigen Verhandlungen
  • Anpassung an amerikanische und chinesische Gepflogenheiten
  • Einigung auf eine robuste Agenda in Berlin und Brüssel
  • Markierung von roten Linien durch Merz
  • Herausforderungen in der Sicherheitspolitik und fehlende konventionelle Verteidigungsfähigkeit

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert. Stefan Mair, der Chef der Stiftung Wissenschaft und Politik, bezeichnet es als richtig, dass sich Berlin und Brüssel auf eine "robuste Agenda" verständigen, um auf den Druck von Trump zu reagieren.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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