MSC: Ischinger rät EU zu Reformen für mehr Handlungsfähigkeit

Sicherheitspolitik in München: Europäische Selbstbehauptung

München () – Der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, hat vor dem Beginn der Konferenz in der bayerischen Landeshauptstadt für mehr europäisches Selbstbewusstsein geworben. „Europa muss mit einer Stimme sprechen, seine Rüstungsbemühungen konsolidieren und hoffentlich perspektivisch das Einstimmigkeitsprinzip in der Europäischen Union abschaffen, um handlungsfähiger zu werden“, sagte Ischinger dem Nachrichtenportal „T-Online“ am Donnerstag.

„Die Europäer haben den Schuss gehört. Sie wollen nicht permanent auf der Reservebank sitzen“, sagte er. „Die Agenda ist klar. Hoffentlich sind die handelnden Personen imstande, von Beschwörungsformeln, von denen wir jetzt genügend gehört haben, zu Entscheidungen überzugehen. München wäre ein passender Ort dafür.“

Mehr europäische Geschlossenheit sei vor allem im Umgang mit notwendig. „Wir werden nicht ernst genommen – und das ist die bittere Erkenntnis. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron etwa schickt seinen außenpolitischen Berater nach Moskau. Die Russen machen sich lustig“, erklärte er. „Die russische Seite will aktuell offensichtlich nicht mit uns reden. Deshalb hat Bundeskanzler Friedrich Merz , wenn er sagt, dass darin aktuell kein großer Gewinn für uns liege. Das ist natürlich ein bestürzender Befund.“

Ischinger fordert zwar mehr sicherheitspolitische Autonomie der Europäischen Union, aber eine Atombombe lehnt er ab. „Damit würde seine eigenen völkerrechtlichen Verpflichtungen brechen: den Nichtverbreitungsvertrag und den Zwei-plus-Vier-Vertrag. Das könnte Verwerfungen in Europa auslösen und die nukleare Nichtverbreitung als Prinzip schwer erschüttern“, sagte er. „Statt geschlossen gegen Russland vorzugehen, könnten unsere Nachbarn versuchen, Gegengewichte zu Deutschland aufzubauen. Solange nicht alle anderen Optionen ausgeschöpft sind, hielte ich das für einen schweren .“

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Wolfgang Ischinger am 09.02.2026

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Wolfgang Ischinger, Emmanuel Macron, Friedrich Merz

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Münchner Sicherheitskonferenz, T-Online, Europäische Union, Russland, Frankreich, Emmanuel Macron, Bundeskanzler, Friedrich Merz, Nichtverbreitungsvertrag, Zwei-plus-Vier-Vertrag.

Wann ist das Ereignis passiert?

09.02.2026

Wo spielt die Handlung des Artikels?

München

Worum geht es in einem Satz?

Wolfgang Ischinger, Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz, fordert mehr europäisches Selbstbewusstsein und Geschlossenheit, insbesondere im Umgang mit Russland, während er gleichzeitig eine deutsche Atombombe als gefährlich ablehnt.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Vorstoß für mehr europäisches Selbstbewusstsein
  • Notwendigkeit einer einheitlichen Stimme Europas
  • Konsolidierung der Rüstungsbemühungen
  • Abschaffung des Einstimmigkeitsprinzips in der EU
  • Wunsch nach effektiverer Handlungsfähigkeit
  • Unzufriedenheit mit der aktuellen Situation im Umgang mit Russland
  • Wahrnehmung der Europäer als wenig ernst genommen
  • Kritik an der russischen Kommunikationsbereitschaft
  • Ablehnung einer deutschen Atombombe aufgrund internationaler Verpflichtungen
  • Sorge vor möglichen Verwerfungen in Europa

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

Nein.

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Forderung nach mehr europäischem Selbstbewusstsein
  • Konsolidierung der Rüstungsbemühungen
  • Abschaffung des Einstimmigkeitsprinzips in der EU
  • Notwendigkeit europäischer Geschlossenheit im Umgang mit Russland
  • Wahrnehmungslosigkeit von Russland gegenüber europäischen Bemühungen
  • Möglichkeit von Verwerfungen in Europa
  • Gefahr der nuklearen Nichtverbreitung
  • Bildung von Gegengewichten zu Deutschland durch Nachbarländer
  • Potenzieller schwerer Fehler bei Entscheidung für eine deutsche Atombombe

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Wolfgang Ischinger zitiert. Er spricht sich für mehr europäisches Selbstbewusstsein und eine einheitliche Stimme Europas aus.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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