Sicherheitspolitik: Strategien für den Ukraine-Konflikt
München () – Mit Blick auf die jüngsten Verhandlungen zwischen den USA und Russland zum Ukraine-Krieg hat der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, den Druck auf die europäischen Partner der Ukraine erhöht und konkrete Schritte gefordert. „Es muss endlich gelingen, das eingefrorene russische Vermögen loszueisen und der Ukraine zur Verfügung zu stellen“, sagte er der „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe).
„Außerdem braucht es einen konsequenten Stopp aller Einfuhren aus Russland und ein schnelleres Ende der russischen Gaslieferungen an EU-Staaten. 2027 wurde nun vereinbart, ist aber zu spät“, kritisierte Ischinger.
„Und drittens muss es gelingen, die Signale des Westens an Putin wieder besser zu koordinieren. Er muss die USA und Europa als klare Gegner seines Kurses erkennen können. Nur dann nimmt er die Botschaften aus Washington und der EU ernst. darauf gepocht, das eingefrorene russische Vermögen für die Ukraine einzusetzen“, mahnte der Diplomat.
Er warb zudem für einen neuen Blick auf den russischen Präsidenten Wladimir Putin und auf dessen Handeln. „Es geht für den russischen Präsidenten nicht nur um Geländegewinne für seine imperialistischen Ziele. Es geht ihm bei den Verhandlungen mittlerweile auch um sich selbst. Um seine persönliche Existenz, sein politisches Überleben“, sagte Ischinger.
Dennoch könnte der Krieg auch mit Putin zu einem Ende gebracht werden, so Ischinger. „Damit Putin aber den Krieg beendet, müssen mehrere Voraussetzungen erfüllt sein, die der Westen in der Hand hat. Erstens müsste der russische Generalstab zur Einsicht gezwungen werden, dass ein militärischer Sieg aussichtslos ist. Das geht nur, indem die USA und die Europäer ihre militärische Unterstützung an die Ukraine noch einmal verstärken und auch weitreichende Waffen in Betracht ziehen“, sagte Ischinger.
„Zweitens müsste Putin zusätzlich zu der Erkenntnis kommen, dass der wirtschaftliche Preis für die Fortsetzung des Krieges zu hoch wird.“ Das gehe vor allem über US-Sanktionen und eine Abkehr bisheriger Partner wie China und Indien. „Aber auch wir in Europa müssen da deutlich mehr tun“, so der Diplomat.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Wolfgang Ischinger (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Wolfgang Ischinger, Wladimir Putin
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Hier sind die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen:
Münchner Sicherheitskonferenz, USA, Russland, Ukraine, Rheinische Post, EU, China, Indien.
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: München, USA, Russland, Ukraine, Europa.
Worum geht es in einem Satz?
Wolfgang Ischinger fordert von den europäischen Partnern der Ukraine verstärkte Maßnahmen, einschließlich der Nutzung eingefrorener russischer Vermögen, eines vollständigen Stopps russischer Einfuhren und einer klareren westlichen Position gegenüber Putin, um den Ukraine-Krieg zu beenden.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Jüngste Verhandlungen zwischen den USA und Russland
- Ukraine-Krieg als Konfliktherd
- Notwendigkeit, eingefrorenes russisches Vermögen für die Ukraine freizugeben
- Forderung nach Stopp aller Einfuhren aus Russland
- Kritische Haltung zur zeitlichen Planung der Gaslieferungen bis 2027
- Bedarf an besserer Koordination der westlichen Signale an Putin
- Putins imperialistische Ziele als Beweggrund
- Putins persönliches politisches Überleben als Faktor in Verhandlungen
- Einsicht des russischen Generalstabs in die Aussichtslosigkeit eines militärischen Sieges
- Notwendigkeit der verstärkten militärischen Unterstützung für die Ukraine
- Hoher wirtschaftlicher Preis für Fortsetzung des Krieges als Druckmittel
- Relevanz von US-Sanktionen und Partnerschaften mit anderen Staaten
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
Nein.
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Druck auf europäische Partner erhöht
- Forderung nach Nutzung eingefrorenen russischen Vermögens für die Ukraine
- Stopp aller Einfuhren aus Russland gefordert
- Schnelleres Ende der russischen Gaslieferungen an EU-Staaten gefordert
- Notwendigkeit einer besseren Koordination der Signale des Westens an Putin
- Beispielhafte Anforderungen für Putins Erkenntnis bezüglich militärischer Niederlage
- Notwendigkeit verstärkter militärischer Unterstützung für die Ukraine
- Fokussierung auf US-Sanktionen und Abkehr von Partnern wie China und Indien
- Europäische Anstrengungen zur Unterstützung gefordert
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Wolfgang Ischinger zitiert. Er fordert, das eingefrorene russische Vermögen für die Ukraine einzusetzen und kritisiert die vereinbarten Fristen für den Stopp von Gaslieferungen aus Russland.
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