Verteidigung und Sicherheit in Europa
Berlin () – Der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen hat vor der Münchner Sicherheitskonferenz mehr europäische Verteidigungsfähigkeit und wirtschaftliche Wettbewerbsstärke gefordert und Defizite bei der Umsetzung gemeinsamer Beschlüsse eingeräumt. „Die Analyse wird gemeinsam immer erstellt, und dann liefern wir zu wenig“, sagte Röttgen dem Portal Politico.
Der Änderungsbedarf liege in zwei zentralen Bereichen. „Einmal eigene Verteidigungsfähigkeit. Zweitens wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit“, sagte er. Deutschland bewege sich bei der Verteidigung, insgesamt liege Europa jedoch „immer noch viel zu stark zurück in beiden Bereichen“.
Mit Blick auf die Münchner Sicherheitskonferenz warnte Röttgen davor, sich mit bloßer Schadensbegrenzung zufriedenzugeben. „Man muss mehr erwarten in diesen Zeiten, nicht nur Schadensvermeidung, sondern es ist auch realistisch, etwas Konstruktives zu erwarten“, sagte er. Es gehe sowohl um das Selbstverständnis der Europäer in der transatlantischen Allianz als auch um ein neues gemeinsames Verständnis mit den USA.
Von US-Außenminister Marco Rubio erwartet Röttgen keine offene Distanzierung von Präsident Donald Trump. „Der wichtigste Zuhörer sitzt nicht im Bayerischen Hof, sondern im Weißen Haus“, sagte er. Rubio stehe „in einem Dauerwettkampf mit JD Vance um die Nachfolge von Trump“, Trump zu gefallen sei „das erste Gebot“.
Europapolitisch zog Röttgen eine gemischte Bilanz: Bei Grönland und der Bereitschaft, notfalls Gegenzölle zu verhängen, habe es Entschlossenheit gegeben. Misslungen sei hingegen die Nutzung eingefrorener russischer Vermögen. Insgesamt wachse das Bewusstsein in Europa, dass gehandelt werden müsse. „Aber es gibt auch noch viele Schwierigkeiten“, sagte Röttgen, nicht alle sähen die eigene Bedrohung durch Russlands Krieg gleichermaßen.
Mit Blick auf das geplante Treffen von Deutschland, Frankreich und Großbritannien wies Röttgen die Vorstellung zurück, dass eine solche Dreierkonstellation die EU ersetzen könne. In einzelnen Bereichen brauche es aber „Pioniere, die vorangehen“, weil es an Einigkeit fehle.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Norbert Röttgen (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Norbert Röttgen, Marco Rubio, Donald Trump, JD Vance
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
CDU, Münchner Sicherheitskonferenz, Politico, transatlantische Allianz, USA, US-Außenminister, Donald Trump, Marco Rubio, JD Vance, Grönland, Russland, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, EU.
Wann ist das Ereignis passiert?
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Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin, München.
Worum geht es in einem Satz?
CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen fordert vor der Münchner Sicherheitskonferenz eine stärkere europäische Verteidigungs- und Wettbewerbsfähigkeit und warnt vor Defiziten in der Umsetzung gemeinsamer Beschlüsse.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Forderung nach mehr europäischer Verteidigungsfähigkeit
- Mangelnde wirtschaftliche Wettbewerbsstärke Europas
- Defizite bei der Umsetzung gemeinsamer Beschlüsse
- Notwendigkeit eines konstruktiven Ansatzes in der Sicherheitspolitik
- Uneinheitliches Verständnis der Bedrohungslage durch Russland
- Politische Dynamik innerhalb der transatlantischen Allianz
- Herausforderungen bei der Nutzung eingefrorener russischer Vermögen
- Bedarf an Führungspersönlichkeiten für europäische Kooperation
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Norbert Röttgen fordert mehr europäische Verteidigungsfähigkeit und wirtschaftliche Wettbewerbsstärke
- Defizite bei der Umsetzung gemeinsamer Beschlüsse erkannt
- Betonung der Notwendigkeit von mehr als nur Schadensbegrenzung
- Erwartung von einem konstruktiven Ansatz in der transatlantischen Allianz
- Keine Distanzierung von Trump durch US-Außenminister Rubio erwartet
- Gemischte europapolitische Bilanz: Entschlossenheit bei Grönland und Gegenzöllen, Misserfolg bei eingefrorenen russischen Vermögen
- Wachsendes Bewusstsein in Europa für Handlungsbedarf
- Hinweis auf fehlende Einigkeit und Bedarf an "Pionieren" in bestimmten Bereichen
- Ablehnung der Vorstellung, dass die Dreierkonstellation Deutschland-Frankreich-Großbritannien die EU ersetzen könnte
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Forderung nach mehr europäischer Verteidigungsfähigkeit
- Notwendigkeit zur Steigerung der wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit
- Eingeständnis von Defiziten bei der Umsetzung gemeinsamer Beschlüsse
- Warnung vor bloßer Schadensbegrenzung
- Erwartung eines konstruktiven Ansatzes in der transatlantischen Allianz
- Dringlichkeit, ein neues gemeinsames Verständnis mit den USA zu entwickeln
- Gemischte europapolitische Bilanz
- Entschlossenheit bei spezifischen Themen (Grönland, Gegenzölle)
- Misslungene Nutzung eingefrorener russischer Vermögen
- Wachsendes Bewusstsein in Europa, dass Handlungsbedarf besteht
- Anerkennung bestehender Schwierigkeiten und unterschiedliche Wahrnehmung der Bedrohung durch Russland
- Ablehnung der Vorstellung, dass Dreierkonstellation die EU ersetzen könne
- Notwendigkeit von Vorreitern in bestimmten Bereichen wegen fehlender Einigkeit
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Norbert Röttgen zitiert, der vor der Münchner Sicherheitskonferenz mehr europäische Verteidigungsfähigkeit und wirtschaftliche Wettbewerbsstärke fordert.
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