Wirtschaft: Verschiebung der Sozialabgabenlast in Deutschland
Wiesbaden () – Arbeitnehmer tragen heute einen größeren Anteil an den Sozialabgaben als früher, während die relative Belastung der Arbeitgeber gesunken ist.
Das geht aus einer Sonderauswertung des Statistischen Bundesamtes hervor, die die Behörde im Auftrag des Büros von Linkenfraktionschefin Heidi Reichinnek erstellt hat. Die Auswertung, über die der „Spiegel“ berichtet, weist für jedes Jahr seit 1991 die Gesamtsumme aller Entgeltzahlungen sowie getrennt davon die Sozialbeiträge von Arbeitgebenden und Arbeitnehmenden aus.
Als Sozialbeiträge erfasst die Statistik nicht nur die klassischen Sozialversicherungsbeiträge, sondern auch etwa Lohnfortzahlung im Krankheitsfall oder betriebliche Ruhegeldverpflichtungen.
Von 1999 bis 2024 sind demnach die Anteile der Sozialbeiträge der Arbeitgebenden an der Gesamtsumme der Entgelte um 1,5 Prozentpunkte gesunken – von 19,2 Prozent auf zuletzt 17,7 Prozent. Im gleichen Zeitraum stiegen die entsprechenden Beitragsanteile für Arbeitnehmende um 1,5 Prozentpunkte – von 12,3 Prozent im Jahr 1999 auf zuletzt 13,8 Prozent.
Auf dieser Grundlage übt Reichinnek scharfe Kritik an der Union. Im Streit über Sozialkürzungen wirft sie CDU und CSU vor, ein irreführendes Bild zu zeichnen. Das „andauernde Stöhnen über eine angeblich zu hohe Beitragslast“ sei „die reinste Farce und entbehre jeder Grundlage“, sagte sie. Das Klagen der Arbeitgeberseite wertet sie als „dreisten Versuch, die Lohnkosten zu drücken, um ihre Profite zu sichern“.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Heidi Reichinnek
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Statistisches Bundesamt, Büro von Linkenfraktionschefin Heidi Reichinnek, CDU, CSU, Spiegel
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Wiesbaden
Worum geht es in einem Satz?
Arbeitnehmer tragen heute einen höheren Anteil an den Sozialabgaben als früher, während die Belastung für Arbeitgeber gesunken ist, was von Linkenfraktionschefin Heidi Reichinnek als irreführende Darstellung der Union kritisiert wird.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Anstieg der Sozialbeiträge von Arbeitnehmern
- Rückgang der Sozialbeiträge von Arbeitgebern
- Analyse des Statistischen Bundesamtes
- Zeitraum der Betrachtung: 1999 bis 2024
- Politische Kritik durch Heidi Reichinnek von der Linken
- Diskussion über Sozialkürzungen und Beitragslast
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Arbeitnehmer tragen einen größeren Anteil an den Sozialabgaben als früher
- Relative Belastung der Arbeitgeber ist gesunken
- Auswertung des Statistischen Bundesamtes im Auftrag von Heidi Reichinnek
- Betrachtung der Sozialbeiträge seit 1991, einschließlich weiterer Verpflichtungen
- Sozialbeiträge der Arbeitgeber sanken von 19,2 % auf 17,7 %
- Sozialbeiträge der Arbeitnehmer stiegen von 12,3 % auf 13,8 %
- Reichinnek übt scharfe Kritik an der Union
- Vorwurf an CDU und CSU, ein irreführendes Bild zu zeichnen
- Klagen der Arbeitgeber als Versuch, Lohnkosten zu drücken und Profite zu sichern
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Größerer Anteil der Sozialabgaben für Arbeitnehmer
- Geringerer Anteil der Sozialabgaben für Arbeitgeber
- Kritik an der Union von Reichinnek
- Irreführendes Bild der CDU und CSU bezüglich Sozialkürzungen
- Bewertung von Arbeitgeberklagen als Versuch, Lohnkosten zu drücken
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Heidi Reichinnek zitiert, in der sie die Union kritisiert und deren Klagen über angeblich zu hohe Beitragslast als "die reinste Farce" bezeichnet.
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