BDA drängt auf Ende der telefonischen Krankschreibung

BDA drängt auf Ende der telefonischen Krankschreibung

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Wirtschaftliche Herausforderungen in Berlin 2024

Berlin () – Angesichts hoher Krankenstände fordert der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Rainer Dulger, eine grundlegende Reform der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall sowie das Ende der telefonischen Krankschreibung.

„Internationale Erfahrungen zeigen: Je großzügiger die Lohnfortzahlung, desto höher die Fehlzeiten, vor allem bei leichten Erkrankungen“, sagte Dulger der „Welt“. Eine zentrale Forderung der ist das Ende der telefonischen Krankschreibung. „Die telefonische Krankschreibung gehört abgeschafft“, sagte Dulger. „Sie war ein Notinstrument in der Pandemie, ist heute aber ein Einfallstor für Missbrauch.“ Videosprechstunden seien eine zeitgemäßere und bessere Alternative.

Weiterhin will der Verbandspräsident, die Lohnfortzahlung auf maximal sechs Wochen pro Jahr begrenzen. Bisher gilt die Lohnfortzahlung für sechs Wochen pro Erkrankung. Weil die Lohnfortzahlung bislang an einzelne Krankheitsfälle gekoppelt ist, haben Beschäftigte unter bestimmten Voraussetzungen mehrfach innerhalb eines Jahres Anspruch auf jeweils bis zu sechs Wochen Lohnfortzahlung. Außerdem fordert Dulger, dass Zuschläge für Nacht-, Sonntags- und Mehrarbeit im Krankheitsfall nicht mehr fortgezahlt werden sollten. „Wer nicht arbeitet, hat auch keine Mehrbelastung“, so der BDA-Präsident. Auch der Medizinische Dienst der Krankenkassen solle häufiger und schneller Arbeitsunfähigkeiten überprüfen können. Derzeit seien entsprechende Prüfungen die Ausnahme.

Hintergrund der Debatte ist ein Anstieg der Fehlzeiten seit dem Jahr 2022. Im Jahr 2024 haben Arbeitgeber laut Berechnungen des arbeitgebernahen Instituts der Deutschen (IW) rund 82 Milliarden für die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall gezahlt. Hinzu kommen Produktionsausfälle und entgangene Wertschöpfung, die und Volkswirtschaft Hunderte Milliarden kosteten. Laut einer aktuellen Untersuchung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin verursachten Fehltage im Jahr 2024 Produktionsausfälle von insgesamt 134 Milliarden Euro. Demnach war im Jahr 2024 jeder Beschäftigte im Durchschnitt 20,8 Tage .

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Behandlungszimmer beim Arzt (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Rainer Dulger

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Rainer Dulger, Welt, Medizinischer Dienst der Krankenkassen, Institut der Deutschen Wirtschaft (IW), Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin

Worum geht es in einem Satz?

Der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Rainer Dulger, fordert angesichts steigender Krankenstände eine Reform der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall sowie das Ende der telefonischen Krankschreibung, um Missbrauch zu verhindern und Fehlzeiten zu senken.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Hohe Krankenstände in Deutschland
  • Anstieg der Fehlzeiten seit 2022
  • Kosten der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall
  • Produktionsausfälle und entgangene Wertschöpfung
  • Überprüfung der Lohnfortzahlungsregelungen
  • Telefonische Krankschreibung als Notinstrument während der Pandemie

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Rainer Dulger fordert Reform der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall
  • Kritisiert telefonische Krankschreibung als Einfallstor für Missbrauch
  • Plädiert für Videosprechstunden als bessere Alternative
  • Vorschlag zur Begrenzung der Lohnfortzahlung auf maximal sechs Wochen pro Jahr
  • Zuschläge für Nacht-, Sonntags- und Mehrarbeit sollen im Krankheitsfall nicht weitergezahlt werden
  • Forderung nach häufigeren und schnelleren Überprüfungen von Arbeitsunfähigkeiten
  • Hintergrund: Anstieg der Fehlzeiten seit 2022, hohe Kosten für Arbeitgeber und Volkswirtschaft

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Forderung nach grundlegender Reform der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall
  • Abschaffung der telefonischen Krankschreibung
  • Begrenzung der Lohnfortzahlung auf maximal sechs Wochen pro Jahr
  • Wegfall von Zuschlägen für Nacht-, Sonntags- und Mehrarbeit im Krankheitsfall
  • Häufigere und schnellere Überprüfungen von Arbeitsunfähigkeiten durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen
  • Anstieg der Fehlzeiten seit 2022
  • Hohe Kosten für Arbeitgeber durch Lohnfortzahlung (rund 82 Milliarden Euro 2024)
  • Produktionsausfälle und entgangene Wertschöpfung in Höhe von Hunderten Milliarden Euro
  • Produktionsausfälle von insgesamt 134 Milliarden Euro durch Fehltage im Jahr 2024
  • Durchschnittlich 20,8 Fehltage pro Beschäftigten im Jahr 2024

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert. Rainer Dulger, der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, fordert eine Reform der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und das Ende der telefonischen Krankschreibung.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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