Merz nimmt nicht an Zeremonie für Trumps "Friedensrat" teil

Merz nimmt nicht an Zeremonie für Trumps "Friedensrat" teil

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Politik: Merz und der „Friedensrat“ in Davos

Berlin () – Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) wird am Donnerstag nicht an der Gründungszeremonie für den „Friedensrat“ von US-Präsident Donald Trump am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos teilnehmen. Das teilte ein Regierungssprecher am Mittwoch in der Bundespressekonferenz mit.

Der Sprecher nannte Termingründe. Merz werde am Donnerstagvormittag unmittelbar nach seiner Rede aus Davos abreisen, weil dann in Brüssel entsprechende Vorgespräche anstünden.

Ob Deutschland der Einladung Trumps, Mitgliedsstaat der Institution zu werden, folgen wird, ist derweil weiter unklar. Man wolle dazu eine geeinte europäische Position erarbeiten, hieß es von der Bundesregierung.

Zuvor hatte bereits der französische Präsident Emmanuel Macron die Einladung in das Gremium vorerst abgelehnt. Frankreichs Außenminister Jean-Noel Barrot hatte die Absage damit begründet, dass die Charta des Gremiums über den von den Vereinten Nationen unterstützten Friedensplan für Gaza hinausgehe. Zudem forderte er eine Achtung der Prinzipien und der Struktur der Vereinten Nationen. Trump hatte auf die Antwort Macrons mit einer Zolldrohung von 200 Prozent auf französische Weine und Champagner reagiert.

Ursprünglich war das Gremium geplant für den Wiederaufbau des Gazastreifens. In der Charta für den „Friedensrat“ wird Gaza nun offenbar nicht mehr genannt. Stattdessen heißt es darin laut „Times of Israel“, dass dauerhafter Frieden es erfordere, sich von Ansätzen und Institutionen zu lösen, die allzu oft gescheitert seien. Trump soll als erster Vorsitzender des Friedensrats fungieren – unabhängig von seinem Amt als US-Präsident und ohne Begrenzung der Amtszeit.

In dieser Funktion soll Trump ein Veto-Recht haben und über die Agenda sowie über die Zusammensetzung des Exekutivrats entscheiden. Zunächst soll der Exekutivrat aus Trumps Schwiegersohn Jared Kushner, dem US-Außenminister Marco Rubio, dem US-Sondergesandten Steve Witkoff, dem britischen Ex-Premierminister Tony Blair, dem Weltbankpräsidenten Ajay Banga, dem CEO des US-Private-Equity-Unternehmens Apollo Global Management, Marc Rowan, und dem stellvertretenden US-Sicherheitsberater Robert Gabriel bestehen. Um Mitgliedsstaat des sogenannten „Friedensrats“ werden zu können, müssen Länder eingeladen werden und eine Milliarde US-Dollar zahlen.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Friedrich Merz am 19.01.2026

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Friedrich Merz, Donald Trump, Emmanuel Macron, Jean-Noel Barrot, Jared Kushner, Marco Rubio, Steve Witkoff, Tony Blair, Ajay Banga, Marc Rowan, Robert Gabriel

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Bundeskanzler Friedrich Merz, CDU, US-Präsident Donald Trump, Weltwirtschaftsforum, Bundesregierung, Emmanuel Macron, Jean-Noel Barrot, Vereinte Nationen, Friedenplan für Gaza, Jared Kushner, Marco Rubio, Steve Witkoff, Tony Blair, Ajay Banga, Apollo Global Management, Marc Rowan, Robert Gabriel.

Wann ist das Ereignis passiert?

Das beschriebene Ereignis fand am 19. Januar 2026 statt.

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin, Davos, Brüssel, Gaza

Worum geht es in einem Satz?

Bundeskanzler Friedrich Merz wird am Donnerstag nicht an der Gründungszeremonie für den von Donald Trump initiierten "Friedensrat" in Davos teilnehmen, da er nach einer Rede direkt nach Brüssel zu Vorgesprächen reisen muss, während die deutsche Beteiligung an diesem Gremium noch unklar bleibt.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Gründungszeremonie des "Friedensrats" von Donald Trump
  • Merz' Teilnahme aufgrund von Termingründen abgesagt
  • Vorgespräche in Brüssel angesteuert
  • Unklare Haltung Deutschlands zur Mitgliedschaft
  • Macron lehnte Einladung vorerst ab
  • Diskussion über die Charta des Gremiums und UN-Prinzipien
  • Zolldrohung Trumps nach Macrons Absage
  • Ursprünglicher Fokus auf Wiederaufbau des Gazastreifens
  • Änderungen in der Charta des Friedensrats
  • Trump als erster Vorsitzender mit besonderen Befugnissen
  • Exekutivrat mit namhaften Mitgliedern, darunter Kushner und Blair
  • Finanzielle Bedingungen für Mitgliedstaaten des Friedensrats

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Friedrich Merz nimmt nicht an der Gründungszeremonie des "Friedensrats" teil
  • Termingründe wurden vom Regierungssprecher angegeben
  • Unklarheit über eine Mitgliedschaft Deutschlands im Gremium
  • Frankreichs Präsident Macron hat die Einladung abgelehnt
  • Außenminister Barrot begründet die Absage mit der Überdehnung der Charta
  • Macron erhielt eine Zolldrohung von Trump auf französische Produkte
  • ursprünglicher Fokus des Gremiums auf Wiederaufbau des Gazastreifens verschwunden
  • Trumps Position als Vorsitzender des "Friedensrats" ohne Amtszeitbeschränkung
  • Mitgliedsstaaten müssen eingeladen werden und eine Milliarde US-Dollar zahlen

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Unklare deutsche Position zur Mitgliedschaft im "Friedensrat"
  • Notwendigkeit einer geeinten europäischen Position
  • Ablehnung der Einladung durch Frankreich
  • Zolldrohung Trumps auf französische Weine und Champagner
  • Keine Nennung des Gazas im neuen Konzept des Gremiums
  • Trump erhält Veto-Recht und Kontrolle über Agenda und Exekutivrat
  • Hoher finanzieller Beitrag für Mitgliedsstaaten erforderlich

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme eines Regierungssprechers zitiert, der die Abwesenheit von Bundeskanzler Friedrich Merz bei der Gründungszeremonie mit Termingründen begründet.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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