Trump fordert Wahlrechtsreformen – Kritik aus Deutschland

Politik: Trump fordert Wahlrechtsreformen

Washington () – US-Präsident Donald Trump hat in einer Rede an die Nation Wahlrechtsreformen gefordert und mit Schutz gegen ausländische Einflüsse begründet – unter anderem aus Deutschland gibt es daran Kritik. Unter anderem kündigte Trump in der im Fernsehen übertragenen Rede aus dem Weißen Haus an, bislang geheim gehaltene Geheimdienstunterlagen freizugeben.

Die Dokumente sollen nach seinen Angaben erhebliche Schwachstellen der US-Wahlinfrastruktur sowie Hinweise auf ausländische Einflussversuche offenlegen. Zugleich ordnete Trump Untersuchungen möglicher Vertuschungen durch frühere Regierungs- und Geheimdienstmitarbeiter an und warb erneut für umfassende Reformen des Wahlrechts.

Zu Beginn seiner Ansprache zog Trump wie bei nahezu allen seinen Auftritten üblich eine positive Bilanz seiner bisherigen Präsidentschaft. Er sprach von einer wirtschaftlichen Erholung, sinkender Inflation, Rekordständen an den Finanzmärkten, niedrigeren Medikamentenpreisen, einer starken Grenzsicherung sowie einer gestiegenen internationalen Bedeutung der Vereinigten Staaten.

Im Mittelpunkt der Rede standen dann aber Vorwürfe zur Sicherheit des US-Wahlsystems. Trump erklärte, freigegebene Geheimdienstunterlagen belegten, dass China seit dem Wahlzyklus 2020 Daten von rund 220 Millionen US-Wählern erlangt habe. Zudem behauptete er, Mitarbeiter von Geheimdiensten hätten Informationen über chinesische Aktivitäten und Schwachstellen der Wahlinfrastruktur bewusst zurückgehalten und sowohl ihn als damaligen Präsidenten als auch den Kongress nicht informiert.

Darüber hinaus erklärte Trump, die Dokumente zeigten erhebliche Cyberrisiken bei elektronischen Wahlsystemen, Wählerdatenbanken und Auszählungssystemen. Er verwies außerdem auf mutmaßliche Hinweise auf Wahlbetrug in Michigan sowie auf eine Auswertung des Heimatschutzministeriums, wonach rund 278.000 Nicht-Staatsbürger in Wählerverzeichnissen registriert seien. Trump legte während der Rede keine öffentlich überprüfbaren Belege dafür vor, dass dadurch Wahlergebnisse manipuliert wurden.

Trump kündigte an, das Justizministerium, das FBI, die CIA sowie die Direktion der Nationalen Nachrichtendienste mit Untersuchungen zu möglichen Vertuschungen zu beauftragen. Zudem sollen Bundesstaaten über identifizierte Cyberrisiken informiert und bei der Absicherung ihrer Wahlsysteme vor den Zwischenwahlen unterstützt werden.

Gleichzeitig forderte Trump den Kongress auf, das von ihm unterstützte „Save America Act“ zu verabschieden. Das Gesetz sieht unter anderem eine verpflichtende Vorlage eines Lichtbildausweises und eines Staatsbürgerschaftsnachweises für Wähler sowie weitreichende Einschränkungen der Briefwahl vor. Trump rief die Bevölkerung dazu auf, Abgeordnete zur Unterstützung des Gesetzes aufzufordern.

Während der Rede erhob Trump erneut schwere Vorwürfe gegen Medienunternehmen, denen er vorwarf, Informationen über angebliche Sicherheitsprobleme im Wahlsystem bewusst zurückzuhalten. Seine Regierung kündigte für den folgenden Tag eine weitere Unterrichtung durch das Heimatschutzministerium zu den behaupteten Cyberrisiken der Wahlinfrastruktur an.

Kritik kommt aus Deutschland unter anderem von Gründen-Chef Felix Banaszak. Der befürchtet, dass Trump mit seiner TV-Rede eine „Infragestellung“ der bevorstehenden Midterm-Wahlen vorbereitet habe. „Das ist ja das, was man klar befürchten muss“, sagte er am Freitag bei Welt-TV. Trump habe noch einmal seine Verschwörungstheorien zu seiner verlorenen Wahl von 2020 wiederholt, ohne neue Belege zu zeigen. „Er hat einfach Dinge in den Raum gestellt, von denen eigentlich alle, die sich damit auskennen, sagen: Das ist Quatsch. Und er macht das deswegen, um jetzt schon mal frühzeitig Zweifel daran zu sehen, dass die Midterms im Herbst vernünftig ablaufen.“

Es sei in allen Umfragen absehbar, dass er diese verlieren werde, sagte der Grünen-Chef. „Er und seine republikanische Partei werden die Wahlen zum Kongress verlieren und mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit sogar auch die Senatswahlen. Und Donald Trump kann Wahlniederlagen offensichtlich nicht anerkennen.“

Das zeige, dass Donald Trump nicht nur eine Bedrohung für die amerikanische Demokratie sei, „sondern eben auch für die Weltordnung, auf die wir angewiesen sind“, so Banaszak.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Donald Trump (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Trump fordert Wahlrechtsreformen – Kritik aus Deutschland

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Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Donald Trump, Felix Banaszak

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Donald Trump, US-Präsident, Vereinigte Staaten, China, Deutschland, Gründen-Chef Felix Banaszak, Welt-TV, Kongress, Save America Act, Justizministerium, FBI, CIA, Direktion der Nationalen Nachrichtendienste, Heimatschutzministerium, Republikanische Partei, Grüne, Grünes-Chef, Michigan, Midterm-Wahlen, Wählinfrastruktur, Medienunternehmen

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Washington, Vereinigte Staaten

Worum geht es in einem Satz?

Donald Trump fordert in einer TV-Rede Wahlrechtsreformen sowie die Freigabe bisher geheimer Geheimdienstunterlagen wegen angeblicher ausländischer Einflussversuche und Sicherheitsrisiken im US-Wahlsystem, kritisiert zugleich Medien, kündigt Untersuchungen und Unterstützung der Bundesstaaten an und drängt den Kongress zur Verabschiedung des „Save America Act“, während insbesondere aus Deutschland Kritik geäußert wird, er bereite damit Zweifel an den bevorstehenden Midterm-Wahlen vor.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

Trump sagte in der Rede, bislang geheim gehaltene Geheimdienstunterlagen freizugeben, die Schwachstellen der US-Wahlinfrastruktur und Hinweise auf ausländische Einflussversuche belegen sollen

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Aus Deutschland kommt Kritik, unter anderem vom Gründen-Chef Felix Banaszak
  • Er befürchtet, Trump bereite mit der TV-Rede eine Infragestellung der bevorstehenden Midterm-Wahlen vor
  • Er wirft Trump vor, Verschwörungstheorien zu wiederholen, ohne neue Belege zu liefern
  • Er sagt, Trump habe damit frühzeitig Zweifel an einem ordnungsgemäßen Ablauf der Midterms schaffen wollen
  • Der Grünen-Chef prognostiziert zudem, dass Trump und die Republikaner die Wahlen zum Kongress verlieren werden, und möglicherweise auch Senatswahlen
  • Er betont, Trump erkenne Wahlniederlagen offensichtlich nicht an
  • Trump erhob während der Rede schwere Vorwürfe gegen Medienunternehmen, denen er vorwirft, Sicherheitsprobleme bewusst zurückzuhalten

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Kritik an der von Trump geforderten Infragestellung der bevorstehenden Midterm-Wahlen
  • Befürchtung, dass durch die öffentliche Rede frühzeitig Zweifel an einem ordnungsgemäßen Ablauf der Wahlen im Herbst gestreut werden
  • Erwartung, dass Trump und seine republikanische Partei die Wahlen zum Kongress verlieren
  • Möglichkeit, dass zusätzlich auch Senatswahlen verloren werden
  • Sorge, dass mögliche Wahlniederlagen nicht anerkannt werden könnten
  • Warnung, dass das Vorgehen eine Bedrohung für die amerikanische Demokratie darstellen könnte
  • Befürchtung, dass daraus Auswirkungen auf die internationale Weltordnung entstehen könnten

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja—der Artikel zitiert eine Stellungnahme von Felix Banaszak (Grünen-Chef), der kritisiert, Trump bereite durch seine TV-Rede Zweifel an den Midterm-Wahlen vor.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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