Politik: Trumps Einfluss auf die Federal Reserve
Cambridge () – Der Harvard-Ökonom Kenneth Rogoff sieht in Trumps Attacke auf den amtierenden Chef der Notenbank Fed, Jerome Powell, vor allem einen Einschüchterungsversuch gegenüber anderen Ratsmitgliedern. „Wer auch immer auf Powell folgen wird, wird Trump gegenüber loyal sein“, sagte Powell dem „Spiegel“.
„Trump zielt auf die anderen Gouverneure im Präsidium der Notenbank. Die Nachricht lautet: `Wenn du gegen mich stimmst, finde ich etwas über dich heraus, was dein Leben zur Hölle macht.` Manche dieser Gouverneure haben nicht so viel Geld für Anwälte wie Powell, der sich das leisten kann.“
Es sei „kein Zufall, dass es um Vorwürfe aus dem strafrechtlichen Bereich geht“, so Rogoff. „Denn da kommt die Fed für die Anwaltskosten nicht auf. Wenn Sie zum Beispiel Professor sind, können Sie sich das nicht leisten“, sagte Rogoff, der als Professor an der Harvard-University lehrt und früher selbst als Berater der Fed und als Chefvolkswirt des Internationalen Währungsfonds tätig war.
Strafrechtliche Vorwürfe wie jetzt bei Powell seien allerdings „nicht die einzige Art, wie Trump Druck aufbaut“, so Rogoff. „Er hat den Nationalen Sicherheitsrat, das FBI, die CIA, die Hypothekenaufsicht auf seiner Seite. Sie alle können jeden Aspekt des modernen Lebens durchforsten. Da würde man bei jedem etwas finden. Und in seiner Welt braucht Trump noch nicht einmal einen Beweis. Der Vorwurf genügt.“
Rogoff fürchtet, dass Trump mit seinen Angriffen auf die Fed Erfolg haben kann – und warnt vor den Folgen: „Sehen Sie mir die politisch inkorrekte Formulierung nach, aber solche Attacken auf die Notenbank kennen wir sonst nur aus Bananenrepubliken“, so der Ökonom. „Als ich für den Internationalen Währungsfonds gearbeitet habe, gab es ein Land, in dem ein Zentralbanker aus dem Fenster geschubst wurde, weil man seine Geldpolitik nicht mochte.“
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Federal Reserve (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Kenneth Rogoff, Jerome Powell
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen sind:
Federal Reserve, Harvard-University, Internationalen Währungsfonds, Nationalen Sicherheitsrat, FBI, CIA, Hypothekenaufsicht.
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind:
- Washington D.C. (Wirtschafts- und Finanzpolitik, Federal Reserve)
- Cambridge (Harvard University, Kenneth Rogoff)
Worum geht es in einem Satz?
Der Harvard-Ökonom Kenneth Rogoff warnt, dass Trumps Angriffe auf Jerome Powell und die Fed als Einschüchterung gegenüber anderen Notenbankern interpretiert werden können, da sie Druck aufbauen und potenziell die Unabhängigkeit der Notenbank gefährden.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Angriff von Trump auf Jerome Powell
- Einschüchterungsversuch gegenüber andere Ratsmitglieder
- politische Motivation zur Loyalität
- Nutzung strafrechtlicher Vorwürfe als Druckmittel
- Ungleichgewicht bei den Mittel für rechtliche Unterstützung
- Einflusssmöglichkeiten von Trump über staatliche Institutionen
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Kenneth Rogoff sieht Trumps Attacke auf Jerome Powell als Einschüchterungsversuch
- Trump zielt auf andere Gouverneure der Notenbank
- Hinweis auf potenzielle Risiken für Gouverneure mit weniger finanziellen Mitteln
- Rogoff erwähnt strafrechtliche Vorwürfe als Druckmittel von Trump
- Trump hat Einfluss durch verschiedene Institutionen wie FBI und CIA
- Rogoff warnt vor den Folgen von Trumps Angriffen auf die Fed
- Vergleich zu autoritären Regimen und instabilen Ländern
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Einschüchterung der Ratsmitglieder
- Loyalitätsdruck auf zukünftige Notenbankchefs
- Potenzielle rechtliche Unsicherheiten für Ratsmitglieder
- Ungleichheit bei den Ressourcen zur Verteidigung gegen Vorwürfe
- Angst vor politischer Einflussnahme auf die Notenbank
- Risiko von Instabilität in der Geldpolitik
- Vergleich zu autoritären Regierungen und Bananenrepubliken
- Möglichkeit von Gewalt gegen Zentralbanker in extremen Fällen
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Kenneth Rogoff zitiert. Er bezeichnet Trumps Attacke auf Jerome Powell als Einschüchterungsversuch gegenüber anderen Ratsmitgliedern der Fed und warnt vor den möglichen Folgen solcher Angriffe auf die Notenbank.
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