Wirtschaft: Neue Herausforderungen für die Fed
Berlin () – Der deutsche Ökonom Jens Südekum hält das Aufgabenprofil von Kevin Warsh, der Jerome Powell als Chef der US-Notenbank Fed nachgefolgt ist, für klar umrissen.
Powell habe es in der Vergangenheit vermocht, die Unabhängigkeit der Fed gegen die permanenten Angriffe und Anfeindungen von Trump zu verteidigen und so die Glaubwürdigkeit der Notenbank hochzuhalten, sagte Südekum, der an der Universität Düsseldorf Volkswirtschaft lehrt, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Das sei nicht nur für den Dollar von großer Bedeutung gewesen, sondern für die Weltwirtschaft insgesamt.
Südekum sagte weiter, Warsh werde erst noch zeigen müssen, dass er die großen Fußstapfen ausfüllen könne, die Powell hinterlassen habe. Hierfür könne man ihm nur alles Gute wünschen. „Das letzte, was die Weltwirtschaft jetzt braucht, ist eine schwache und willfährige Fed, die bloß Direktiven aus dem Weißen Haus umsetzt.“
Der Wirtschaftswissenschaftler, der auch Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) berät, vermutet, dass Warsh gleich mit seinem Amtsantritt unter enormem Druck stehen werde. Die Fed sei so gespalten wie nie. „Neueste Daten zeigen, dass die USA auf eine Inflation nahe bei fünf Prozent zusteuern könnte. Zinssenkungen wie von Donald Trump gefordert verbieten sich da eigentlich von selbst. Trotzdem fordern einige Trump-nahe Vertreter in der Fed genau das“, erklärte Südekum. Sie stießen damit auf den erbitterten Widerstand der klassischen Notenbanker innerhalb des Fed-Entscheidungsgremiums, darunter auch der Ex-Chef Jerome Powell.
Warsh ist seit Freitag neuer Chef der Fed. Die Notenbank entscheidet auch über die Leitzinsen in den USA. US-Präsident Donald Trump, der als Unterstützer von Warsh gilt, hatte zuletzt immer wieder Zinssenkungsschritte gefordert.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Baustelle am Sitz der Federal Reserve |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Jens Südekum, Kevin Warsh, Jerome Powell, Lars Klingbeil, Donald Trump
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Federal Reserve, Trump, Jerome Powell, Kevin Warsh, Lars Klingbeil, SPD, Donald Trump
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind:
- Washington, D.C. (Sitz der Federal Reserve)
- Berlin (Universität Düsseldorf, wo Jens Südekum lehrt)
Worum geht es in einem Satz?
Der deutsche Ökonom Jens Südekum sieht Kevin Warsh als neuen Chef der US-Notenbank Fed vor der Herausforderung, die Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit der Institution gegenüber politischen Druck, insbesondere von Präsident Trump, zu wahren, während die Inflation in den USA steigt und eine Zinssenkung nicht angebracht erscheint.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Kevin Warsh tritt die Nachfolge von Jerome Powell als Chef der US-Notenbank Fed an
- Jerome Powell hat die Unabhängigkeit der Fed während der Amtszeit von Donald Trump verteidigt
- Trump hat wiederholt Zinssenkungen gefordert
- Die Fed ist stark gespalten über den Umgang mit Inflation
- Neueste Daten zeigen eine drohende Inflation nahe 5 Prozent
- Trump-nahe Vertreter fordern Zinssenkungen, stehen aber in Opposition zu klassischen Notenbankern
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Jens Südekum sieht Kevin Warshs Aufgabenprofil als klar umrissen an
- Powells Verteidigung der Unabhängigkeit der Fed wird gewürdigt
- Bedeutung für den Dollar und die Weltwirtschaft hervorgehoben
- Warsh steht unter enormem Druck zu Amtsbeginn
- Fed als gespalten beschrieben, insbesondere bei Zinssenkungen
- Hohe Inflationserwartungen mit Widerstand gegen Trump-nahe Forderungen verbunden
- Trump hatte Zinssenkungen gefordert und gilt als Warsh-Unterstützer
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Unabhängigkeit der Fed könnte gefährdet sein
- Glaubwürdigkeit der Notenbank könnte leiden
- Bedeutung für den Dollar und Weltwirtschaft insgesamt
- Enormer Druck auf Warsh von Amtsantritt an
- Spaltung innerhalb der Fed
- Möglichkeit einer Inflation nahe fünf Prozent
- Zinssenkungen könnten problematisch sein
- Widerstand der klassischen Notenbanker gegen Trump-nahe Forderungen
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme des Ökonomen Jens Südekum zitiert, der die Herausforderungen und die Bedeutung der Rolle von Kevin Warsh als Chef der US-Notenbank Fed analysiert.
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