Politische Reaktionen zur Situation in Venezuela
Berlin () – Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) hat die US-Aktion zur Absetzung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro als „sehr bedenklich“ bezeichnet.
Maduro habe ein autoritäres Regime angeführt, welches sich mit Gewalt und Unterdrückung an die Macht geklammert habe, sagte der SPD-Chef am Sonntag. „Allerdings kann dies keine Rechtfertigung dafür sein, internationales Recht zu missachten.“ Das gelte auch für das Handeln der USA.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte sich am Vorabend etwas zurückhaltender geäußert, wobei er die rechtliche Einordnung des US-Einsatzes als „komplex“ bezeichnete. Dazu wolle man sich Zeit nehmen. „Grundsätzlich müssen im Umgang zwischen Staaten die Prinzipien des Völkerrechts gelten“, so Merz.
Deutlich weiter geht unterdessen SPD-Fraktionsvize Siemtje Möller, die die Bundesregierung dazu aufrief, US-Präsident Donald Trump nach dem Angriff auf Venezuela „in die Pflicht“ zu nehmen. Trump stehe nun in der Verantwortung, einen friedlichen Übergang zu ermöglichen sowie die Voraussetzungen für freie und faire Wahlen zu schaffen, damit die Venezolaner selbst über ihre Zukunft entscheiden können, sagte Möller den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montagsausgaben).
Die Ressourcen des Landes, insbesondere das Öl, dürften nicht zum Spielball geopolitischer Interessen werden. „Dabei steht auch die Bundesregierung in der Verantwortung, ihren politischen und diplomatischen Einfluss zu nutzen, um die Vereinigten Staaten klar in die Pflicht zu nehmen und auf einen geordneten, friedlichen Übergang in Venezuela hinzuwirken.“
Der von den USA entführte venezolanische Staatschef Maduro führe seit Jahren ein autoritäres Regime, seine fehlende demokratische Legitimation und die systematische Unterdrückung der Opposition seien unbestritten, fügte die SPD-Politikerin hinzu. „All dies kann jedoch niemals eine Rechtfertigung dafür sein, das Völkerrecht zu missachten und völkerrechtswidrig militärische Gewalt anzuwenden“, sagte Möller. „Das internationale Recht gilt uneingeschränkt auch für die Vereinigten Staaten von Amerika.“
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Lars Klingbeil (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Lars Klingbeil, Nicolás Maduro, Friedrich Merz, Siemtje Möller, Donald Trump
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Lars Klingbeil, SPD, Nicolás Maduro, Friedrich Merz, CDU, Siemtje Möller, Donald Trump, Funke-Mediengruppe, Vereinigte Staaten von Amerika
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Worum geht es in einem Satz?
Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) kritisiert die US-Aktion zur Absetzung des venezolanischen Präsidenten Maduro als "sehr bedenklich" und betont, dass internationale Rechte trotz seines autoritären Regimes gewahrt werden müssen.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Autoritäres Regime von Nicolás Maduro
- Gewalt und Unterdrückung
- Fehlende demokratische Legitimation
- Systematische Unterdrückung der Opposition
- US-Aktion zur Absetzung von Maduro
- Missachtung internationalen Rechts
- Geopolitische Interessen an Ressourcen (Öl)
- Verantwortung der US-Regierung
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Vizekanzler Lars Klingbeil bezeichnete die US-Aktion als "sehr bedenklich"
- Valkender regime von Maduro kritisiert, jedoch keine Rechtfertigung für Missachtung internationalen Rechts
- Bundeskanzler Friedrich Merz äußerte sich zurückhaltend zur rechtlichen Einordnung
- Merz betonte die Bedeutung der Prinzipien des Völkerrechts im Staatenverkehr
- SPD-Fraktionsvize Siemtje Möller forderte die Bundesregierung auf, Trump in die Pflicht zu nehmen
- Möller betonte Verantwortlichkeit für einen friedlichen Übergang und faire Wahlen in Venezuela
- Warnung vor geopolitischem Spiel mit venezolanischen Ressourcen, insbesondere Öl
- Möller hat die Bundesregierung aufgefordert, ihren Einfluss auf die USA geltend zu machen
- Unterstreichung, dass internationales Recht auch für die USA gelten muss.
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Bedrohung des internationalen Rechts
- Verantwortung der USA für einen friedlichen Übergang
- Notwendigkeit freier und fairer Wahlen in Venezuela
- Einfluss der Bundesregierung auf diplomatische Verhandlungen
- Vermeidung geopolitischer Interessen bei Ressourcen
- Einforderung von rechtlichen Standards im Umgang zwischen Staaten
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Vizekanzler Lars Klingbeil zitiert, der die US-Aktion zur Absetzung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro als "sehr bedenklich" bezeichnet.
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