Wirtschaftliche Auswirkungen der Elektromobilität in Deutschland
Berlin () – Von 2025 bis 2030 summieren sich die aktiven Förderungen für Elektromobilität und die Steuerausfälle durch den Abschied vom Verbrenner auf 39,1 Milliarden Euro. Das zeigt eine Berechnung der Beratungsfirma EY für die „Welt am Sonntag“.
„Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass die Energiewende im Verkehrssektor und die damit einhergehende Senkung der CO2-Emissionen im Verkehrsbereich einen sehr hohen Preis haben. Ohne diese Förderungen würde der Markt zusammenbrechen“, sagte EY-Partner Constantin Gall. Die Experten gehen in ihrer Berechnung davon aus, dass die Zahl der E-Autos und aufladbaren Hybride in Deutschland bis 2030 auf 9,4 Millionen steigt.
Am meisten profitieren E-Auto-Fahrer davon, dass sie keine Kraftstoffsteuer, sondern die deutlich niedrigere Stromsteuer zahlen. Sie sparen so bis 2030 rund 21,5 Milliarden Euro. Dazu kommt die Befreiung von der Kfz-Steuer, die 3,9 Milliarden Euro Entlastung bewirkt. Zudem genießen Nutzer elektrischer Firmenautos Steuervorteile über das normale Dienstwagenprivileg hinaus. Das macht 10,8 Milliarden Euro aus.
Weitere drei Milliarden Euro sind für die angekündigte neue Kaufprämie für E-Autos eingeplant. „Sollten sich – wie zurzeit diskutiert – die Zielvorgaben für gewerbliche Flotten auf EU-Ebene verschärfen, werden sich die entsprechenden Steuerausfälle noch deutlich ausweiten“, erklärten die EY-Experten.
Bei der neuen Kaufprämie erwartet das federführende Bundesumweltministerium mehr Zielgenauigkeit als beim 2024 abgeschafften Umweltbonus. „Das Förderdesign wird so ausgestaltet werden, dass Mitnahmeeffekte geringer als beim Umweltbonus ausfallen. Dazu tragen die Beschränkung auf private Haushalte, die soziale Staffelung der Förderung und der Ausschluss von Haushalten mit hohen Einkommen bei“, sagte ein Sprecher des Umweltministeriums der Zeitung.
Konkrete Pläne zur Gegenfinanzierung der Steuerausfälle gibt es noch nicht. „Im Rahmen der Entscheidungsprozesse zur Dekarbonisierung ist darüber zu befinden, wie mögliche Mindereinnahmen im Rahmen einer künftigen Finanzplanung zu kompensieren wären“, sagte ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums.
So zeigt auch die offizielle Steuerschätzung, auf die das Finanzministerium auf Anfrage verweist, sinkende Energiesteuereinnahmen. „Auch bei der Kraftfahrzeugsteuer wird tendenziell mit einem rückläufigen Aufkommen gerechnet“, bestätigte ein Finanzministeriums-Sprecher.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Autoproduktion (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Die vollständigen Namen von Personen, die im Artikel vorkommen, sind:
Constantin Gall
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen sind:
EY, Welt am Sonntag, Bundesumweltministerium, Finanzministerium.
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Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Deutschland, Berlin.
Worum geht es in einem Satz?
Zwischen 2025 und 2030 wird die Förderung der Elektromobilität und der Verlust an Steuereinnahmen durch den Verzicht auf Verbrenner in Deutschland auf 39,1 Milliarden Euro ansteigen, wobei E-Auto-Fahrer von erheblichen steuerlichen Erleichterungen profitieren, während noch keine konkreten Pläne zur Finanzierung dieser Ausfälle vorliegen.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Geplante aktive Förderungen für Elektromobilität von 2025 bis 2030
- Steuerausfälle durch Abschied vom Verbrenner
- Ziel der Senkung der CO2-Emissionen im Verkehrsbereich
- Anstieg der Zahl von E-Autos und Hybriden in Deutschland bis 2030
- Kostenvorteile für E-Auto-Fahrer durch niedrigere Stromsteuer
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- Plan für neue Kaufprämie für E-Autos
- Diskussion über verschärfte EU-Zielvorgaben für gewerbliche Flotten
- Mangel an konkreten Plänen zur Gegenfinanzierung der Steuerausfälle
- Rückläufige Einnahmen aus Energiesteuern und Kraftfahrzeugsteuern
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Bericht über aktive Förderungen für Elektromobilität und Steuerausfälle von 2025 bis 2030
- Gesamtbetrag der Förderungen und Ausfälle: 39,1 Milliarden Euro
- Äußerung von EY-Partner Constantin Gall zur Notwendigkeit der Förderungen
- Erwartung einer Steigerung der E-Autos und Hybride auf 9,4 Millionen bis 2030
- Einsparungen für E-Auto-Fahrer durch niedrigere Stromsteuer und Kfz-Steuerbefreiung
- Geplante neue Kaufprämie für E-Autos: 3 Milliarden Euro
- Aussagen des Bundesumweltministeriums zur Zielgenauigkeit der neuen Kaufprämie
- Fehlende konkrete Pläne zur Gegenfinanzierung der Steuerausfälle
- Hinweis auf sinkende Energiesteuereinnahmen gemäß offizieller Steuerschätzung
- Rückläufiges Aufkommen bei der Kraftfahrzeugsteuer bestätigt vom Finanzministerium
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Aktive Förderungen für Elektromobilität und Steuerausfälle summieren sich auf 39,1 Milliarden Euro
- Höherer Preis für die Energiewende im Verkehrssektor
- Markt könnte ohne Förderungen zusammenbrechen
- E-Auto-Fahrer zahlen weniger Steuern (Kraftstoffsteuer und Kfz-Steuer)
- 21,5 Milliarden Euro Entlastung durch niedrigere Stromsteuer
- 3,9 Milliarden Euro Entlastung durch Befreiung von Kfz-Steuer
- 10,8 Milliarden Euro Steuervorteile für elektrische Firmenautos
- Geplante neue Kaufprämie für E-Autos von drei Milliarden Euro
- Möglicherweise erweiterte Steuerausfälle bei verschärften Zielvorgaben für gewerbliche Flotten
- Höhe der Förderungen soll weniger Mitnahmeeffekte haben
- Fehlende konkrete Pläne zur Gegenfinanzierung der Steuerausfälle
- Sinkende Energiesteuereinnahmen laut offizieller Steuerschätzung
- Rückläufiges Aufkommen bei Kraftfahrzeugsteuer erwartet
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme einer Person zitiert. Constantin Gall, Partner bei EY, äußert sich zur finanziellen Belastung der Energiewende im Verkehrssektor und warnt, dass ohne Förderungen der Markt zusammenbrechen würde.
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