Gesellschaft: Warnung vor Rechtsextremismus in Berlin
Berlin () – Der Vorsitzende von „Gesicht Zeigen! Für ein weltoffenes Deutschland e.V.“, Peter Ruhenstroth-Bauer, hat das Erstarken des Rechtsextremismus im auslaufenden Jahr beklagt und vor einer weiteren Beschädigung der Demokratie im nächsten Jahr gewarnt.
„Wir haben 2025 eine schleichende Normalisierung des Unerträglichen erlebt“, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. „Wenn antisemitische Gewalt zum Alltag gehört und rechtsextreme Narrative die Mitte der Gesellschaft erreichen, reicht ein bloßes Bekennen der Politik nicht mehr aus.“
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) habe den jüdischen Gemeinden zwar volle Unterstützung zugesagt, doch wirkliche Sicherheit entstehe nicht durch Worte, sondern durch eine wehrhafte Zivilgesellschaft, die in der Fläche präsent sei.
Ruhenstroth-Bauer fügte deshalb hinzu: „Es ist brandgefährlich, dass im Jahr 2025 ausgerechnet jene Organisationen unter Rechtfertigungsdruck geraten sind, die die Brandmauer zur Intoleranz stabil halten. Wer die Finanzierung der Demokratiearbeit aus wahltaktischen Gründen zur Disposition stellt, spielt mit dem Feuer. Wir brauchen 2026 keine Debatten darüber, ob wir Demokratiearbeit brauchen, sondern wie wir sie endlich massiv und langfristig absichern können.“
Die Prognosen für 2026 seien alarmierend. Bei den fünf Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern sowie wichtigen Kommunalwahlen drohe eine „weitere Erosion demokratischer Standards“. „Laut aktuellen Umfragen könnte in einigen Bundesländern die Zusammenarbeit mit gesichert Rechtsextremen zur realen Gefahr für die demokratischen Verfassungen werden.“
Der Vorsitzende von „Gesicht zeigen“ mahnte: „Das Jahr 2026 wird die Reifeprüfung für unsere Demokratie. Wenn bei den Kommunalwahlen die Brandmauer nach rechts endgültig bröckelt, verlieren wir das Fundament unseres Zusammenlebens. Wir fordern für das neue Jahr mehr Mut von Politik und Gesellschaft: Mut zur klaren Kante gegen Rechtsextremismus und Mut zur bedingungslosen Unterstützung derer, die täglich Gesicht zeigen.“
Die Organisation wurde im Jahr 2000 nach einer Zunahme rechtsextremer Gewalttaten gegründet. So ereignete sich unter anderem ein antisemitischer Brandanschlag auf die Synagoge in Düsseldorf, der den Präsidenten des Zentralrats der Juden, Paul Spiegel, in Aufruhr versetzte und Kanzler Gerhard Schröder (SPD) einen „Aufstand der Anständigen“ ausrufen ließ. Im Herbst wurde „Gesicht zeigen“ 25 Jahre alt.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Protest gegen die AfD (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Peter Ruhenstroth-Bauer, Friedrich Merz, Paul Spiegel, Gerhard Schröder
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Gesicht Zeigen! Für ein weltoffenes Deutschland e.V., Redaktionsnetzwerk Deutschland, CDU, Zentralrat der Juden, Paul Spiegel, Gerhard Schröder, SPD.
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Düsseldorf.
Worum geht es in einem Satz?
Peter Ruhenstroth-Bauer, Vorsitzender von "Gesicht Zeigen!", warnt vor dem Erstarken des Rechtsextremismus in Deutschland und fordert mehr politisches Engagement für den Schutz der Demokratie, insbesondere im Hinblick auf bevorstehende Wahlen, um die Erosion demokratischer Standards zu verhindern.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Erstarken des Rechtsextremismus
- Zunahme antisemitischer Gewalt
- Erreichen rechtsextremer Narrative in der Mitte der Gesellschaft
- Schleichende Normalisierung von Intoleranz
- Unsicherheit in jüdischen Gemeinden
- Gespräche über Finanzierung der Demokratiearbeit
- Anstehende Landtags- und Kommunalwahlen
- Prognose einer Erosion demokratischer Standards
- Gefahr der Zusammenarbeit mit rechtsextremen Gruppen
- Gründung von "Gesicht zeigen!" nach rechtsextremen Gewalttaten
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Peter Ruhenstroth-Bauer beklagt Erstarken des Rechtsextremismus
- Warnung vor weiterer Beschädigung der Demokratie im nächsten Jahr
- Aussage über schleichende Normalisierung des Unerträglichen
- Unterstützung der jüdischen Gemeinden durch Bundeskanzler Friedrich Merz
- Notwendigkeit einer wehrhaften Zivilgesellschaft betont
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- Alarmierendes Prognosen für Landtags- und Kommunalwahlen 2026
- Gefahr der Zusammenarbeit mit rechtsextremen Kräften thematisiert
- Aufruf zu mehr Mut von Politik und Gesellschaft gegen Rechtsextremismus
- Organisation "Gesicht zeigen!" existiert seit 2000, gegründet nach rechtsextremen Gewalttaten
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Weitere Beschädigung der Demokratie
- Schleichende Normalisierung des Unerträglichen
- Alltägliche antisemitische Gewalt
- Rechtsextreme Narrative in der Mitte der Gesellschaft
- Unzureichende Sicherheit durch Worte
- Gefährdung der Organisationen, die Demokratie stabilisieren
- Gefahr für die Finanzierung der Demokratiearbeit
- Erosion demokratischer Standards bei Wahlen
- Risiko der Zusammenarbeit mit rechtsextremen Gruppen
- Verlust des Fundamentes des Zusammenlebens
- Notwendigkeit von mehr Mut in Politik und Gesellschaft
- Bedeutung des Jahres 2026 als Reifeprüfung für die Demokratie
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Peter Ruhenstroth-Bauer, dem Vorsitzenden von "Gesicht Zeigen! Für ein weltoffenes Deutschland e.V.", zitiert. Er warnt vor der Erosion demokratischer Standards und fordert mehr Mut von Politik und Gesellschaft im Kampf gegen Rechtsextremismus.
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