Rechtsstreit um Stornogebühren in Berlin
Berlin () – Der Verbraucherzentrale Bundesverband initiiert eine Sammelklage gegen den Versicherer Debeka. Bei vorzeitigen Vertragskündigungen sind aus Sicht der Verbraucherschützer unrechtmäßig Stornogebühren erhoben worden.
Ramona Pop, Vorständin des Verbraucherzentrale Bundesverbands, sagte den Funke-Zeitungen, es sei „unzumutbar“, Verbraucher bei einer Kündigung ihrer Lebensversicherung zusätzlich mit einer „intransparenten Stornogebühr zu belasten“. Die Verbraucherzentrale setze sich dafür ein, dass Betroffene ihr Geld zurückbekämen.
Nach Berechnungen der Verbraucherschützer betrifft der Vorgang zehntausende Kunden mit Lebens- oder Rentenversicherungen. Insgesamt sollen von 2022 bis 2024 über einen zusätzlichen „kapitalmarktabhängigen Stornobetrag“ mehr als 100 Millionen Euro einbehalten worden sein. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen will mit einer Musterfeststellungsklage die Erstattung solcher Abzüge erreichen.
Die Debeka weist die Vorwürfe zurück. Die Klausel sei rechtlich zulässig und hinreichend transparent, sagte ein Sprecher den Funke-Zeitungen. Nach Unternehmensangaben ist die bei Vertragsbeginn vereinbarte Regelung ein wirksamer Ausgleich für Veränderungen der Ertragslage des Versichertenkollektivs.
Im Kern geht es um eine Vertragsklausel, die nach Angaben der Verbraucherzentrale mindestens seit 2009 verwendet worden sein soll. Sie ermögliche Debeka, neben üblichen Stornoabzügen einen weiteren, vom Kapitalmarkt abhängigen Betrag bei Kündigungen vor Laufzeitende einzubehalten. Aus Sicht der Verbraucherschützer ist die Klausel intransparent und damit unwirksam, weil Kunden beim Abschluss die mögliche Höhe eines Abzugs nicht verlässlich einschätzen können. Für 2022 bis 2024 gehen die Verbraucherschützer bei geschätzt 242.000 vorzeitig gekündigten Verträgen von insgesamt gut 100 Millionen Euro aus, die zu viel einbehalten worden sein könnten.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Verbraucherzentrale-Bundesverband (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Ramona Pop
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Verbraucherzentrale Bundesverband, Debeka, Bundesverband der Verbraucherzentralen, Funke-Zeitungen
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Der Verbraucherzentrale Bundesverband hat eine Sammelklage gegen den Versicherer Debeka initiiert, weil dieser bei vorzeitigen Vertragskündigungen unrechtmäßig hohe und intransparente Stornogebühren erhoben hat, von denen zehntausende Kunden betroffen sein könnten.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Initiierung einer Sammelklage durch den Verbraucherzentrale Bundesverband
- Vorwurf der unrechtmäßigen Stornogebühren bei vorzeitigen Vertragskündigungen
- Ansprüche auf Rückzahlung unzulässiger Gebühren
- Betroffenheit zehntausender Kunden von Lebens- oder Rentenversicherungen
- Einschätzung von über 100 Millionen Euro an einbehaltenen Beträgen von 2022 bis 2024
- Verwendung einer umstrittenen Vertragsklausel seit mindestens 2009
- Klausel ermöglicht Debeka zusätzliche Stornoabzüge abhängig vom Kapitalmarkt
- Verbraucherschützer kritisieren Mangel an Transparenz für Kunden
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Verbraucherzentrale Bundesverband initiiert Sammelklage gegen Debeka
- Verbraucherschützer kritisieren unrechtmäßige Stornogebühren bei Vertragskündigungen
- Ramona Pop bezeichnet Gebühren als "unzumutbar" und intransparent
- Betroffen sind zehntausende Kunden von Lebens- oder Rentenversicherungen
- Schätzung von über 100 Millionen Euro, die seit 2022 einbehalten wurden
- Musterfeststellungsklage soll Erstattung der Abzüge erreichen
- Debeka weist Vorwürfe zurück, Klausel sei rechtlich zulässig und transparent
- Unternehmensangaben zufolge ist Klausel Ausgleich für Veränderungen der Ertragslage
- Umstrittene Klausel existiert seit mindestens 2009
- Verbraucherschützer argumentieren, Klausel sei intransparent und unwirksam
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Einleitung einer Sammelklage gegen Debeka
- Rückforderung von Stornogebühren für Verbraucher
- Betroffene Kunden könnten ihr Geld zurückbekommen
- Zehntausende Kunden sind betroffen
- Mehr als 100 Millionen Euro könnten unrechtmäßig einbehalten worden sein
- Musterfeststellungsklage zur Erstattung von Abzügen
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert. Ramona Pop, Vorständin des Verbraucherzentrale Bundesverbands, bezeichnete es als "unzumutbar", Verbraucher bei einer Kündigung ihrer Lebensversicherung zusätzlich mit einer "intransparenten Stornogebühr" zu belasten.
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