Wehrdienst: Koalition behält sich "Zufallsverfahren" vor

Wehrdienst: Koalition behält sich "Zufallsverfahren" vor

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Verteidigungspolitik und Wehrpflicht in Deutschland

Berlin () – Die schwarz-rote Koalition behält sich die Einführung einer Wehrpflicht mit Losverfahren („Zufallsverfahren“ genannt) für den Fall vor, dass sich mit Einführung des neuen Wehrdienstes nicht genügend Freiwillige finden.

Das ergibt sich aus dem Änderungsantrag der Koalitionsfraktionen CDU/CSU und SPD für den Gesetzentwurf, über den die Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks “ berichten.

„In Paragraph 2a wird festgelegt, dass der Deutsche über die Einsetzung einer Bedarfswehrpflicht entscheidet, insbesondere wenn die verteidigungspolitische Lage oder die Personallage der Streitkräfte dies erforderlich macht“, heißt es darin.

„Damit wird sichergestellt, dass der Gesetzgeber auf die Entwicklungen bei diesen beiden Parametern reagieren kann, um den notwendigen Aufwuchs der Streitkräfte zu gewährleisten. Für den Fall, dass die Zahl der zur Verfügung stehenden Wehrpflichtigen den Bedarf überschreitet, kann auch ein Zufallsverfahren für die Auswahl vorgesehen werden, wenn alle anderen Maßnahmen ausgeschöpft sind.“ Allerdings wird betont: „Einen Automatismus zur Aktivierung der Wehrpflicht wird es ausdrücklich nicht geben.“

In dem Änderungsantrag steht ferner, das Ziel sei ein ambitionierter Aufwuchs der Bundeswehr. „Hierzu werden klar definierte Zielkorridore gesetzlich verankert. Grundlage bilden dabei die gegenüber der zugesagten zusätzlichen Fähigkeiten, die einen Gesamtumfang von mindestens 260.000 aktiven Soldatinnen und Soldaten sowie mindestens 200.000 Reservistinnen und Reservisten erfordern. Die parlamentarische Kontrolle wird durch eine halbjährliche Berichtspflicht des Bundesministeriums der Verteidigung gegenüber dem Deutschen Bundestag sichergestellt.“ Der Zielkorridor bis zum Ende der Legislaturperiode 2029 liegt demnach zwischen 198.000 und 205.000 aktiven Soldaten.

Die verpflichtende Musterung der ab dem 1. Januar 2008 geborenen beginnt laut Änderungsantrag mit dem Inkrafttreten des Gesetzes. Dabei werde der freiwillige Wehrdienst finanziell attraktiver ausgestaltet. So soll der Sold auf mindestens 2.600 Euro brutto festgelegt werden. Darüber hinaus würden mit dem Ziel einer verstärkten freiwilligen Personalgewinnung gesetzliche Regelungen geschaffen, die einen Zuschuss in Höhe von bis zu 3.500 Euro für den erstmaligen Erwerb der Fahrerlaubnis Klasse B oder von bis zu 5.000 Euro für den erstmaligen Erwerb der Fahrerlaubnis der Klasse C oder C1 ermöglichten.

Der Entwurf soll am 3. Dezember abschließend vom Verteidigungsausschuss des Bundestages beraten und am 5. Dezember vom Plenum beschlossen werden. Insbesondere die hatte zuletzt auf mehr Verbindlichkeit und eine etwaige Wehrpflicht gedrängt.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Bundeswehr-Soldat mit G36 (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Im Artikel kommen keine vollständigen Namen von Personen vor.

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

CDU/CSU, SPD, Deutscher Bundestag, Bundesministerium der Verteidigung, Nato, Verteidigungsausschuss des Bundestages

Wann ist das Ereignis passiert?

3. Dezember und 5. Dezember (2023).

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Die beschriebenen Ereignisse finden hauptsächlich in Berlin statt, insbesondere im Deutschen Bundestag.

Worum geht es in einem Satz?

Die schwarz-rote Koalition plant die Möglichkeit, eine Wehrpflicht mittels Zufallsverfahren einzuführen, falls nicht genügend Freiwillige für den neuen Wehrdienst gefunden werden, während gleichzeitig ein ambitionierter Aufwuchs der Bundeswehr angestrebt wird.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Unzureichende Freiwillige für den Wehrdienst
  • Verteidigungspolitische Lage erfordert Anpassungen
  • Personallage der Streitkräfte ist kritisch
  • Zusagen gegenüber der NATO bezüglich Fähigkeiten
  • Notwendigkeit eines Aufwuchs der Bundeswehr
  • Ambitionierte Zielkorridore für aktive und reservistische Soldaten
  • Drängen der Union auf mehr Verbindlichkeit

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

Nein.

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Einführung einer Wehrpflicht mit Losverfahren
  • Entscheidung des Bundestages über Bedarfswehrpflicht
  • Reaktion auf verteidigungspolitische und personelle Lage
  • Aufwuchs der Streitkräfte
  • Klar definierte Zielkorridore für Truppenstärke
  • Halbjährliche Berichtspflicht des Verteidigungsministeriums
  • Verpflichtende Musterung für Männer ab 2008
  • Attraktivere finanzielle Gestaltung des freiwilligen Wehrdienstes
  • Zuschüsse für Fahrerlaubnis Klassen B, C, C1
  • Beratung und Beschluss im Verteidigungsausschuss und Plenum

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Im Artikel wird keine Stellungnahme oder Reaktion einer Person oder Organisation zitiert.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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