Studie: Deutschland ist Spitzenreiter bei Sozialausgaben

Studie: Deutschland ist Spitzenreiter bei Sozialausgaben

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Soziale Sicherungsausgaben in Deutschland 2023

Köln () – Deutschland gibt mittlerweile mehr für die soziale Sicherung aus als die Gruppe der nordischen Länder Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland und Island. Das geht aus einer noch unveröffentlichten Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervor, über die die „Rheinische Post“ in ihrer Montagsausgabe berichtet.

Demnach entfielen 41 Prozent der staatlichen Gesamtausgaben in Deutschland im Jahr 2023 auf Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung sowie soziale Leistungen wie das . In den nordischen Ländern lag die Quote dagegen bei insgesamt 40 Prozent. Der Durchschnitt der EU-Länder liegt laut Studie bei 39 Prozent. In den Benelux-Ländern Belgien, Niederlande und Luxemburg seien es 38 Prozent.

Das arbeitgebernahe Institut kommt mit seiner Studie unmittelbar vor Beginn der Haushaltswoche im und vor wichtigen Koalitionsverhandlungen über das Rentenpaket heraus. Am Dienstag wird Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) den Bundeshaushalt 2026 im Parlament verteidigen. Der Etat sieht eine Neuverschuldung von 98 Milliarden Euro im Kernhaushalt und eine zusätzliche Kreditaufnahme für die Sonderetats für Infrastruktur sowie für die Bundeswehr in ähnlicher Höhe vor, sodass sich eine Gesamtverschuldung von 180 Milliarden Euro ergibt.

Anteilig am Bruttoinlandsprodukt liegen die nordischen Länder bei den Sozialausgaben allerdings noch knapp vor Deutschland (jeweils 20 Prozent), dem EU-Durchschnitt (19 Prozent), den Benelux-Ländern (18 Prozent). Seit der Coronakrise sei die Staatsquote insgesamt – das ist der Anteil der staatlichen Ausgaben an der Wirtschaftsleistung – stark gewachsen, so das Institut.

„Mit 41 Prozent der Gesamtausgaben wendet Deutschland gegenwärtig mehr für die soziale Sicherung auf als die Vergleichsgruppen, und somit insbesondere auch mehr als die für ihre ausgeprägten Sozialsysteme bekannten nordischen Länder“, heißt es in der Studie. „Knapp die Hälfte dieser Mittel entfällt auf die Alterssicherung, womit Deutschland einen mittleren Platz einnimmt. Bei den Ausgaben für das Gesundheitswesen liegt Deutschland mit 16 Prozent der Gesamtausgaben gemeinsam mit den Benelux- und den nordischen Ländern an der Spitze.“

Für Bildung gibt Deutschland hingegen nur 9,3 Prozent der Gesamtausgaben aus – fast die Hälfte weniger als Österreich und die Schweiz, so die Studie. Bei öffentlichen Investitionen sei Deutschland mit 5,9 Prozent das Schlusslicht. Allerdings dürfte sich dies nun durch das Infrastruktur-Sondervermögen ändern. Bei den Ausgaben für liegt Deutschland mit 16 Prozent der gesamten Ausgaben gemeinsam mit den Benelux- und den nordischen Ländern an der Spitze. Zugleich stiegen die Verwaltungsausgaben auf elf Prozent, ein internationaler Spitzenwert.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Rentenversicherung (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

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Institut der deutschen Wirtschaft (IW), Rheinische Post, Bundestag, Bundesfinanzminister, Lars Klingbeil, SPD, Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland, Island, EU, Benelux-Länder, Belgien, Niederlande, Luxemburg, Österreich, Schweiz.

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Die beschriebenen Ereignisse finden oder fanden in folgenden Orten statt: Köln, Deutschland, Bundestag (Berlin).

Worum geht es in einem Satz?

Deutschland gibt mittlerweile mehr für soziale Sicherung aus (41 Prozent der staatlichen Gesamtausgaben) als die nordischen Länder, während die Staatsquote nach der Coronakrise stark gewachsen ist, und dies hat Auswirkungen auf die bevorstehenden Haushaltsverhandlungen im Bundestag.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Unveröffentlichte Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft
  • Vergleich der staatlichen Ausgaben für soziale Sicherung
  • Höhere Ausgabenanteile Deutschlands im Jahr 2023 als in nordischen Ländern
  • Vorbereitung auf Haushaltswoche im Bundestag
  • Anstehende Koalitionsverhandlungen über Rentenpaket
  • Neuverschuldung im Bundeshaushalt von 98 Milliarden Euro
  • Gesamtverschuldung von 180 Milliarden Euro
  • Anstieg der Staatsquote seit der Coronakrise
  • Bundesfinanzminister verteidigt Haushalt im Parlament
  • Rückstand bei Bildungsausgaben im Vergleich zu anderen Ländern

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft stellt fest, dass Deutschland mehr für soziale Sicherung ausgibt als nordische Länder
  • 41 Prozent der Staatsausgaben in Deutschland im Jahr 2023 für soziale Leistungen
  • Nordische Länder bei 40 Prozent, EU-Durchschnitt bei 39 Prozent, Benelux-Länder bei 38 Prozent
  • Studie veröffentlicht vor Haushaltswoche im Bundestag und Koalitionsverhandlungen über Rentenpaket
  • Bundesfinanzminister Lars Klingbeil wird den Bundeshaushalt 2026 verteidigen
  • Neuverschuldung von 98 Milliarden Euro im Kernhaushalt, Gesamtverschuldung von 180 Milliarden Euro
  • Sozialausgaben der nordischen Länder liegen anteilig am BIP noch vor Deutschland
  • Deutschland gibt 9,3 Prozent für Bildung aus, deutlich weniger als Österreich und die Schweiz
  • Deutschland hat mit 5,9 Prozent die niedrigsten öffentlichen Investitionen, könnte sich durch Infrastruktur-Sondervermögen ändern
  • Verwaltungsausgaben in Deutschland auf 11 Prozent, internationaler Spitzenwert

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Höhere soziale Sicherungsausgaben in Deutschland als in nordischen Ländern
  • Neuverschuldung von 98 Milliarden Euro im Bundeshaushalt 2026
  • Gesamtverschuldung von 180 Milliarden Euro
  • Anstieg der staatlichen Ausgaben an der Wirtschaftsleistung seit der Coronakrise
  • Deutschland gibt nur 9,3 Prozent der Gesamtausgaben für Bildung aus
  • Deutschland ist Schlusslicht bei öffentlichen Investitionen mit 5,9 Prozent
  • Erhöhung der Verwaltungsausgaben auf 11 Prozent, internationaler Spitzenwert

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Im Artikel wird keine Stellungnahme oder Reaktion einer Person oder Organisation zitiert.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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