Schwesig will Rentenpaket nicht aufschnüren

Schwesig will Rentenpaket nicht aufschnüren

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Politik: Rentendebatte in Mecklenburg-Vorpommern

Berlin () – Die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig (SPD), ist offen für Gespräche mit CDU und CSU, um Missverständnisse über das Rentenpaket auszuräumen. „Wir sollten immer offen sein für Gespräche, aber wir sind auch klar in der Sache“, sagte Schwesig dem TV-Sender „Welt“ am Dienstag. „Ich erwarte vom Bundeskanzler, dass er das, was wir in intensiven Verhandlungen beraten und besprochen haben, auch in seiner Fraktion und seiner Partei durchträgt. Das ist eine Frage der Verlässlichkeit.“

Es gehe um einen wichtigen Punkt in der Frage sozialer Gerechtigkeit, so Schwesig. „Menschen, die jeden Tag arbeiten, ihr Leben lang, müssen sich darauf verlassen können, dass sie am Ende auch eine stabile Rente haben.“

Sie gehöre „zu denen, die niemals ein Gesprächswunsch oder Angebot ablehnen würden“, sagte die SPD-Politikerin. Aber zu einem Aufschnüren des Rentenpakets sei sie nicht bereit. „Ein Gespräch kann ja auch dazu führen, dass man nochmal über Kritik spricht und auch Kritik ausräumen kann. Denn die Kritik der Union ist nicht berechtigt“, so Schwesig.

Vor allem hält Schwesig den Vorwurf für unberechtigt, dass die Renten zu hoch seien. In ihrem Bundesland bekämen Rentner durchschnittlich 1.300 Euro ausgezahlt. „Von 1.300 Euro bei steigenden Mieten die Wohnung zu bezahlen, von 1.300 Euro bei steigenden Lebensmittelpreisen sich um die Versorgung zu kümmern – das ist nicht zu viel“, sagte die Ministerpräsidentin. „Im Gegenteil, Menschen, die ihr Leben lang gearbeitet haben, haben es verdient, dass sie sich am Ende auch in der Rente noch die Wohnung und den Unterhalt leisten können. Über das reden wir. Wenn die Union meint, da würde zu viel ausgezahlt werden, soll sie mal ganz konkret sagen, bei wem und wo.“

Auch beim Thema Generationengerechtigkeit kann Schwesig die Argumente der „Rentenrebellen“ in der Union nicht nachvollziehen. „Der Vorschlag der Union würde genau nicht gerecht für die aktuelle Generation, die arbeitet, sein.“ Denn der Vorschlag der Union sehe vor, dass nur bis 2031 die Rente bei 48 Prozent stabil bleibe und dann, also für die zukünftigen Generationen, absinke. „Und das wäre ja gerade nicht gerecht.“

Schwesig, die selbst den Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD mitverhandelt hat, erinnerte daran, dass das Rentenpaket für die SPD ein wesentlicher Grund war, überhaupt in die Koalition mit der Union einzusteigen. „Wir haben ein gutes Rentenpaket verabredet. Das ist auch ein wichtiger Punkt für uns gewesen, den Kanzler zu wählen und diese Koalition einzugehen. Und deswegen erwarten wir vom Kanzler und vom Koalitionspartner, dass wir auch gemeinsam dieses Paket durchtragen.“

Schwesig erklärte, dass man die Sorgen der Jüngeren und die Wünsche der Union im Rentenpaket sehr wohl adressiere. Im zweiten Schritt sei vereinbart, dass man in einer Kommission darüber berate, wie die Rente dauerhaft zukunftsfest gemacht werden könne. „Und ich füge einen dritten Schritt dazu, den die Union selber ja eingebracht hat in die Verhandlungen. Mit der Aktivrente dafür zu sorgen, dass Menschen, die es können und wollen länger arbeiten und hier von Abgaben befreit werden, haben wir einen, wie ich finde, auch richtigen Vorschlag der Union aufgenommen“, sagte sie. „Und auch die Anregung des Kanzlers selber, junge Familien dabei zu unterstützen, für die eigenen Kinder noch zusätzlich Vorsorge zu tragen, ist auch ein Vorschlag, den wir aufgegriffen haben. Wir sollten also nicht so tun, als ob wir hier nur einseitig vorgehen.“

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Manuela Schwesig (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Manuela Schwesig

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Mecklenburg-Vorpommern, SPD, CDU, CSU, Welt, Union, Rentenrebellen, Koalitionsvertrag.

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin, Mecklenburg-Vorpommern

Worum geht es in einem Satz?

Manuela Schwesig, die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, zeigt sich offen für Gespräche mit CDU und CSU, um Missverständnisse über das Rentenpaket auszuräumen, betont jedoch, dass sie nicht bereit ist, das Paket aufzubrechen, und fordert Verlässlichkeit vom Bundeskanzler.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Streit über Rentenpaket zwischen SPD und Union
  • Vorwurf der Union, Renten seien zu hoch
  • Diskussion um soziale Gerechtigkeit
  • Verbraucherpreise (Mieten, Lebensmittel) steigen
  • Generationengerechtigkeit als Thematisierung in der Politik
  • Koalitionsvertrag und der Einfluss des Rentenpakets auf die Zusammenarbeit
  • Wunsch nach Gespräch und Klärung von Missverständnissen

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Manuela Schwesig offen für Gespräche mit CDU und CSU
  • Betont Verlässlichkeit vom Bundeskanzler erwartet
  • Thematisiert Bedeutung sozialer Gerechtigkeit
  • Kritisiert Vorwurf, Renten seien zu hoch
  • Durchschnittliche Rente in MV beträgt 1.300 Euro
  • Hält Kritik der Union für unberechtigt
  • Argumentiert, dass Unionsvorschlag ungerecht für die jetzige Generation wäre
  • Erwähnt wichtige Rolle des Rentenpakets für SPD in Koalitionsverhandlungen
  • Sieht positive Ansätze in Unionsvorschlägen wie Aktivrente
  • Betont, dass junge Familien unterstützt werden sollen

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Offene Gespräche mit CDU und CSU zur Klärung von Missverständnissen
  • Erwartung von Verlässlichkeit vom Bundeskanzler
  • Wichtigkeit sozialer Gerechtigkeit betont
  • Ablehnung eines Aufschnürens des Rentenpakets
  • Kritik an den Argumenten der Union als unbegründet angesehen
  • Bedarf nach Finanzierung einer angemessenen Rente hervorgehoben
  • Argumente der "Rentenrebellen" nicht nachvollziehbar
  • Hinweis auf Generationengerechtigkeit
  • Rentenpaket als wichtiger Punkt für die Koalitionsbildung betrachtet
  • Festlegung einer Kommission zur zukünftigen Rente
  • Unterstützung jüngerer Familien durch zusätzliche Vorsorge gefordert

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Manuela Schwesig zitiert. Sie äußert sich offen für Gespräche mit CDU und CSU und hebt die Bedeutung des Rentenpakets für soziale Gerechtigkeit hervor.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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