Politische Spannungen zwischen Ungarn und Deutschland
Budapest () – Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán wirft Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) mit Blick auf den Ukraine-Konflikt vor, den Krieg zu verlängern. Orbán sagte in einem Podcast von Axel-Springer-Chef Mathias Döpfner: „Ich bin bereit, dem deutschen Kanzler zu helfen, wenn ich kann, um Frieden zu schaffen – aber er ist für den Krieg.“
Und das gelte auch für die EU. Zur Begründung verwies der ungarische Regierungschef auf die Unterstützung der Ukraine: „Sie sagen es öffentlich: Wir müssen den Krieg fortsetzen, um die Ukraine weiter zu unterstützen.“ Die Lage an der Front würde sich dadurch verbessern und damit auch die Bedingungen für Verhandlungen mit Russland. Orbán hält das jedoch für „völlig falsch“. Denn: „Die Zeit arbeitet mehr für die Russen als für uns.“
Deutschland sieht Orbán in zentraler Verantwortung in Zusammenhang mit der Ukraine: „Ohne Deutschland wird die europäische Position niemals für den Frieden sein. Wenn die Deutschen nicht sofort für den Frieden sind (…), dann bedeutet das Krieg.“ Merz und seine Regierung aber wollten „mehr Stärke an der Frontlinie“ zeigen. Das berge aber „das Risiko einer Eskalation und eines Dritten Weltkriegs.“ Orbán weiter: „Wir müssen unsere Stärke am Verhandlungstisch zeigen, nicht an der Front.“
Auf Altkanzlerin Angela Merkel (CDU) angesprochen, die er kürzlich in Budapest empfing, gerät Orbán hingegen ins Schwärmen, auch wenn sie beide in der Migrations-Politik und beim Green Deal der EU niemals übereingestimmt hätten. Er gab sogar preis: „Sie hat mich manchmal sogar angeschrien – und das war nicht gut – häufiger als meine Frau.“ Aber sie sei „sehr klug und grundsätzlich eine angenehme Person“, er habe „gern mit ihr zusammengearbeitet“.
Besonders lobt er die Russland-Politik der langjährigen Kanzlerin: „Da war ich fast zu 100 Prozent mit ihr einverstanden. Es gab Sitzungen im Europäischen Rat, da waren nur sie und ich es, die für Frieden und Kooperation argumentierten.“ Deshalb findet er die scharfe Kritik an der Altkanzlerin in Deutschland ungerecht: „Jetzt ist es Mode, schlecht über sie zu reden. Das ist nicht fair. Sie hat Gutes für Deutschland getan, Gutes für Europa – und natürlich auch manches Schlechte. Aber korrekt und fair zu sein, ist wichtig in der Politik. Und in der Russlandfrage hatte sie recht.“ Wäre sie während Russlands Überfall auf die Ukraine noch Kanzlerin gewesen, „hätte sie Putin sofort angerufen“ und einen Dialog in Gang gesetzt, sagte Orbán.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Viktor Orban und Angela Merkel im Jahr 2014 (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Viktor Orbán, Friedrich Merz, Mathias Döpfner, Angela Merkel
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Viktor Orbán, Friedrich Merz, CDU, Axel-Springer, Mathias Döpfner, Ukraine, Russland, Angela Merkel, EU, Europäischen Rat.
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Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Budapest, Deutschland.
Worum geht es in einem Satz?
Viktor Orbán kritisiert Bundeskanzler Friedrich Merz und die EU für ihre Kriegstreiberei im Ukraine-Konflikt und plädiert für eine friedliche Verhandlungsstrategie, während er zugleich Altkanzlerin Angela Merkel für ihre kluge Russland-Politik lobt.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Vorwurf des Kriegesverlängerung an Deutschland
- Unterstützung der Ukraine durch die EU
- Notwendigkeit von Verhandlungen mit Russland
- Einschätzung der militärischen Lage
- Rolle Deutschlands in der europäischen Friedenspolitik
- Kritik an der aktuellen deutschen Regierung
- Bezug auf frühere Zusammenarbeit mit Angela Merkel
- Lob für Merkels Russland-Politik
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Viktor Orbán wirft Friedrich Merz vor, den Krieg in der Ukraine zu verlängern
- Orbán bietet Merz seine Hilfe zur Friedensschaffung an
- Orbán kritisiert die EU-Position, den Krieg fortzusetzen
- Er betont, dass sich die Lage an der Front dadurch nicht verbessert
- Orbán sieht Deutschland in zentraler Verantwortung für den Frieden
- Er warnt vor den Risiken einer Eskalation und eines Dritten Weltkriegs
- Orbán lobt Angela Merkels Russland-Politik und ihre Klugheit
- Er kritisiert die negative Wahrnehmung von Merkel in Deutschland
- Orbán behauptet, dass Merkel während des Ukraine-Kriegs einen Dialog mit Putin initiiert hätte
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Vorwurf zur Verlängerung des Krieges
- Verantwortung Deutschlands für Frieden in Europa
- Risiko einer Eskalation und eines Dritten Weltkriegs
- Notwendigkeit, Stärke am Verhandlungstisch zu zeigen
- Kritik an Angela Merkel als ungerecht empfunden
- Betonung von Merkels positiver Russland-Politik
- Wunsch nach Dialog während Konflikts
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Viktor Orbán zitiert. Er kritisiert Bundeskanzler Friedrich Merz dafür, dass er den Krieg verlängere, und betont, dass die europäische Position für Frieden ohne Deutschland nicht möglich sei.
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