Wirtschaftliche Perspektiven für Deutschland 2025
Berlin () – Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hat seine Konjunkturprognose für das laufende Jahr angehoben.
Die Volkswirtschaft dürfte erstmals seit dem Jahr 2022 minimal wachsen, heißt es im Frühjahrsgutachten der Wirtschaftsweisen, welches am Mittwoch in Berlin vorgestellt wurde. Demnach rechnen die Ökonomen mit einem preisbereinigten BIP-Wachstum von 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bisher hatten sie eine Stagnation erwartet.
Für das Jahr 2026 wurde die Prognose allerdings leicht gesenkt. Der Sachverständigenrat erwartet nun ein BIP-Wachstum von 0,9 Prozent, bisher waren es 1,0 Prozent. Das Wachstum dürfte maßgeblich durch die steigenden staatlichen Ausgaben sowie die kalenderbedingt hohe Anzahl an Arbeitstagen getragen werden, hieß es.
„Angesichts der aktuellen Herausforderungen muss Deutschland neue wachstums- und sicherheitspolitische Perspektiven entwickeln“, sagte Monika Schnitzer, Vorsitzende des Sachverständigenrates. „Die Chancen, die sich aus dem Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität ergeben, dürfen nicht verspielt werden.“
Das Gremium kritisierte unter anderem die Umsetzung des Sondervermögens für Infrastruktur und Klimaneutralität (SVIK). Die aktuell geplanten Ausgaben des Sondervermögens hätten nur eine geringe positive Wirkung auf das BIP, da es bisher zu großen Teilen für Umschichtungen im Haushalt und zur Finanzierung konsumtiver Ausgaben genutzt werde. Die Wirkung wäre deutlich größer, wenn die Mittel vollständig für zusätzliche Ausgaben und für Investitionen eingesetzt würden.
Die jüngst beschlossene Senkung der Unternehmensteuern werde Investitionen und BIP-Wachstum unterdessen moderat erhöhen, so der Sachverständigenrat. Eine neutralere Gestaltung der Besteuerung könnte sich allerdings deutlich stärker auswirken. In Deutschland sollte den Ökonomen zufolge der private Vermögensaufbau, insbesondere für die Altersvorsorge, gestärkt werden. Erbschaften und Schenkungen sollten gleichmäßiger besteuert werden, um die Besteuerung stärker am Leistungsfähigkeitsprinzip auszurichten.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Vorstellung des Jahresgutachtens 2025/26 am 12.11.2025 |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Monika Schnitzer
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Wirtschaftsweisen, Monika Schnitzer, Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität (SVIK)
Wann ist das Ereignis passiert?
Das Datum des Ereignisses ist der 12.11.2025.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin.
Worum geht es in einem Satz?
Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hat die Konjunkturprognose für 2025 angehoben und erwartet ein BIP-Wachstum von 0,2 Prozent, während die Schätzung für 2026 auf 0,9 Prozent gesenkt wurde, wobei die Wirksamkeit staatlicher Ausgaben und Steueranreize kritisch betrachtet wird.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Anhebung der Konjunkturprognose für 2023
- Erstmals minimaler Anstieg des BIP seit 2022
- Preisbereinigtes BIP-Wachstum von 0,2 Prozent erwartet
- Senkung der Prognose für 2026 auf 0,9 Prozent
- Steigende staatliche Ausgaben als Wachstumstreiber
- Hohe Anzahl an Arbeitstagen berücksichtigt
- Kritik an der Umsetzung des Sondervermögens für Infrastruktur und Klimaneutralität
- Geplante Ausgaben haben geringe positive Wirkung auf das BIP
- Wirkung könnte durch zusätzliche Ausgaben und Investitionen steigen
- Beschlossene Senkung der Unternehmensteuern zur moderaten Erhöhung von Investitionen und BIP-Wachstum
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Anhebung der Konjunkturprognose für das laufende Jahr
- Erstmaliges, leichtes Wachstum der Volkswirtschaft seit 2022
- Preisanpassiertes BIP-Wachstum von 0,2 Prozent erwartet
- Leichte Senkung der Prognose für 2026 auf 0,9 Prozent
- Wachstum durch steigende staatliche Ausgaben und hohe Anzahl an Arbeitstagen
- Monika Schnitzer betont Notwendigkeit neuer wachstums- und sicherheitspolitischer Perspektiven
- Kritik an der Umsetzung des Sondervermögens für Infrastruktur und Klimaneutralität
- Aktuelle Ausgaben von SVIK haben geringe positive Wirkung auf das BIP
- Senkung der Unternehmensteuern könnte moderat Investitionen und BIP-Wachstum erhöhen
- Vorschläge zur stärkeren Besteuerung von Erbschaften und Schenkungen
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Anhebung der Konjunkturprognose
- Minimaler wirtschaftlicher Anstieg
- Senkung der BIP-Wachstumsprognose für 2026
- Positive Auswirkungen durch steigende staatliche Ausgaben
- Bedarf an neuen wachstums- und sicherheitspolitischen Perspektiven
- Kritik an der Nutzung des Sondervermögens
- Geringe positive Wirkung auf das BIP durch derzeitige Ausgaben
- Vorschlag für verstärkte Investitionen aus dem Sondervermögen
- Moderate Erhöhung von Investitionen und BIP-Wachstum durch Steuererleichterungen
- Empfehlung für neutralere Besteuerung
- Stärkung des privaten Vermögensaufbaus für Altersvorsorge
- Gleichmäßigere Besteuerung von Erbschaften und Schenkungen
- Ausrichtung der Besteuerung am Leistungsfähigkeitsprinzip
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert: Monika Schnitzer, die Vorsitzende des Sachverständigenrates, weist darauf hin, dass Deutschland neue wachstums- und sicherheitspolitische Perspektiven entwickeln muss.
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