Kiesewetter verlangt Prüfung eines AfD-Verbots

Politische Debatte über AfD-Verbot in Berlin

() – Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Debatte über ein mögliches AfD-Verbotsverfahren neu entfacht. Auslöser ist eine Rede des Staatsoberhaupts bei einer Veranstaltung zum 9. November am Sonntag in seinem Berliner Amtssitz. Steinmeier erwähnte die AfD zwar nicht namentlich. Er bezog sich aber mehrfach klar auf sie, etwa als er ein Parteienverbot die „Ultima Ratio“ der wehrhaften Demokratie, also ihr letztes Mittel, nannte.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Roderich Kiesewetter sagte dazu dem „Handelsblatt“: „Da ich schon lange ein Überprüfungsverfahren wegen der Einschätzung des Bundesamtes für Verfassungsschutz und der klar ersichtlichen Bestrebungen gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung fordere, wäre es gut, wenn auch die ihre ablehnende Haltung aufgibt.“ Allerdings spreche darüber in der Union niemand, es werde leider „das falsche Framing eines Verbotsverfahrens“ verwendet. Eine Überprüfung wäre aber auch angesichts vermehrter Vorwürfe des Landesverrats folgerichtig.

Laut Grundgesetz könne das Bundesverfassungsgericht eine daraufhin überprüfen, ob sie in Inhalten und Zielen die verfassungsgemäße Ordnung beseitigen wolle, sagte Kiesewetter weiter. „Es gibt etliche Anzeichen, dass dies bei der AfD der Fall sein kann.“ Und der Verfassungsschutz bestätige diese Befürchtungen.

Auch die SPD drängt zum Handeln. Thüringens Innenminister Georg Maier sagte der Zeitung: „Ich hoffe sehr, dass in der Union endlich auch die Erkenntnis reift, dass es sich bei der AfD um eine völkisch-nationalistische handelt, die darauf ausgerichtet ist, unsere Demokratie von innen zu zerstören.“ Eine inhaltliche Auseinandersetzung allein reiche „bei Weitem nicht mehr aus, die Demokratie zu schützen“. Aus Artikel 21 des Grundgesetzes resultiere eine Verpflichtung, nicht nur eine , so Maier: „Es ist keine `Kann`-Regel.“

4,0/5 (28 Bewertungen)

Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Werbematerial für AfD-Verbotsverfahren (Archiv)

💬 Zu den Kommentaren

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Frank-Walter Steinmeier, Roderich Kiesewetter, Georg Maier

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

AfD, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, CDU, Roderich Kiesewetter, Bundesamt für Verfassungsschutz, SPD, Thüringens Innenminister Georg Maier, Bundesverfassungsgericht

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt.

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin

Worum geht es in einem Satz?

Bundespräsident Steinmeier hat die Debatte über ein mögliches Verbot der AfD durch einen Hinweis auf die „Ultima Ratio“ der wehrhaften Demokratie angestoßen, während Politiker von CDU und SPD eine Überprüfung der Partei gefordert haben, aufgrund ihrer verfassungswidrigen Bestrebungen.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Rede von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am 9. November
  • Bezug auf die AfD ohne namentliche Erwähnung
  • Beschreibung eines Parteienverbots als "Ultima Ratio"
  • Forderungen nach Überprüfungsverfahren im Zusammenhang mit Verfassungsschutz
  • Vorwürfe gegen die AfD bezüglich Bestrebungen gegen die demokratische Grundordnung
  • Dringlichkeit in politischen Äußerungen von CDU und SPD
  • Einschätzung der AfD als völkisch-nationalistische Bewegung

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Bundespräsident Steinmeier entfachte Debatte über AfD-Verbotsverfahren
  • Bezug auf AfD als "Ultima Ratio" der wehrhaften Demokratie
  • CDU-Bundestagsabgeordneter Kiesewetter fordert Überprüfungsverfahren gegen AfD
  • Kritik an der ablehnenden Haltung innerhalb der Union
  • Verweis auf mögliche verfassungswidrige Bestrebungen der AfD
  • SPD drängt ebenfalls zum Handeln gegen die AfD
  • Thüringens Innenminister Maier nennt AfD eine völkisch-nationalistische Bewegung
  • Betont Notwendigkeit über inhaltliche Auseinandersetzung hinauszugehen

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Debatte über ein mögliches AfD-Verbotsverfahren neu entfacht
  • Forderung nach Überprüfungsverfahren durch die Union
  • Widerstand gegen "falsches Framing" eines Verbotsverfahrens
  • Mögliche Überprüfung durch das Bundesverfassungsgericht
  • Bestätigung von Befürchtungen durch den Verfassungsschutz
  • Dringlichkeit eines Handelns der SPD
  • Forderung nach inhaltlicher Auseinandersetzung
  • Verpflichtung laut Artikel 21 des Grundgesetzes zur Prüfung der Partei

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert. CDU-Bundestagsabgeordneter Roderich Kiesewetter fordert eine Überprüfung der AfD und äußert, dass es Anzeichen dafür gibt, dass die Partei die verfassungsgemäße Ordnung beseitigen wolle.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
Letzte Artikel von Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH (Alle anzeigen)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert