Politik in Berlin: Initiativen zum AfD-Verbot
Berlin () – Mehrere Bundestagsabgeordnete arbeiten parteiübergreifend an neuen Initiativen für ein AfD-Verbotsverfahren. „Ich setze mich seit Jahren für die Einleitung eines Verfahrens zur Feststellung der Verfassungswidrigkeit der AfD gemäß Artikel 21 des Grundgesetzes ein“, sagte die SPD-Politikerin Carmen Wegge der „Rheinischen Post“ (Mittwochausgabe). „Der nächste Schritt sollte nun darin bestehen, unabhängig und mit höchster juristischer Sorgfalt Belege zu sammeln und die Erfolgsaussichten eines Antrags prüfen zu lassen.“
Wegge erklärte, dass ein konkreter Zeitpunkt noch nicht feststehe, „da zunächst die rechtliche Substanz und Solidität der Beweisgrundlage entscheidend sind“. Man trete aber „dafür ein, dass diese Prüfung zügig, gründlich und im Schulterschluss aller demokratischen Kräfte erfolgt“, sagte sie. „Denn der Schutz unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung duldet keinen Aufschub.“
Die Parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen-Fraktion, Irene Mihalic, erläuterte, man habe „den anderen demokratischen Fraktionen Anfang September einen Weg vorgeschlagen, wie wir die Vorbereitung eines möglichen Antrags zur Überprüfung eines AfD-Verbots auf die Schiene setzen können“. Trotz der noch abwartenden Haltung der Union wünsche man sich immer noch, „diesen gemeinsamen Weg mit den demokratischen Fraktionen gehen zu können“, so Mihalic.
„Die AfD ist nicht nur deshalb gefährlich, weil sie in ihrer Programmatik eine Art Gegenerzählung zum Grundgesetz darstellt. Besonders besorgniserregend ist auch ihre Nähe zu autokratischen Staaten wie China und Russland“, sagte die Grünen-Politikerin. „Wir müssen davon ausgehen, dass die AfD ein trojanisches Pferd Putins ist und als solches in den Parlamenten von Bund und Ländern ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellt.“
Der Bundestagsabgeordnete der SSW-Minderheitenpartei, Stefan Seidler, sieht die Christdemokraten in der Verantwortung. „Solange sich die Union nicht mehr auf uns zubewegt, wird es schwierig, eine Mehrheit für einen solchen Antrag im Parlament zu bekommen. Aber wir arbeiten daran“, sagte Seidler.
„Ein AfD-Verbotsverfahren muss sofort angegangen werden. Die Zeit drängt. Wenn wir es jetzt nicht machen, kommen wir immer näher an einen Wahltermin“, mahnte der SSW-Politiker. „Dann sind wir wieder im Wahlkampf und es wird deutlich schwieriger. Vor der Bundestagswahl im Februar haben wir erlebt, was da passieren kann: Da werden etwa Berichte des Bundesverfassungsschutzes plötzlich zurückgehalten, obwohl die eigentlich schon fertig in der Schublade liegen.“
Parteien, die nach ihren Zielen oder nach dem Verhalten ihrer Anhänger darauf ausgehen, die freiheitliche demokratische Grundordnung zu beeinträchtigen oder zu beseitigen oder den Bestand der Bundesrepublik Deutschland zu gefährden, sind nach Artikel 21 des Grundgesetzes verfassungswidrig. Über die Frage der Verfassungswidrigkeit entscheidet das Bundesverfassungsgericht.
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du gut in Tic Tac Toe? 👍
Spielername und geheimes Wort gehören zusammen. Das Captcha wird nur beim ersten autorisierten Spiel für diese Kombination in diesem Browser abgefragt.
Top 3
| Platz | Name | Punkte | Siege |
|---|---|---|---|
| Lade Rangliste ... | |||
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Werbematerial für AfD-Verbotsverfahren (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Carmen Wegge, Irene Mihalic, Stefan Seidler
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
AfD, SPD, Grünen, SSW, Union, Bundesverfassungsgericht
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin.
Worum geht es in einem Satz?
Bundestagsabgeordnete aller Parteien arbeiten an einem Verfahren zur Feststellung der Verfassungswidrigkeit der AfD, um die freiheitlich-demokratische Grundordnung zu schützen, wobei eine genauere Prüfung und Beweiserhebung notwendig sind.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Initiativen von Bundestagsabgeordneten für ein AfD-Verbotsverfahren
- Forderungen nach Prüfung der Verfassungswidrigkeit der AfD gemäß Artikel 21 GG
- SPD-Politikerin Carmen Wegge betont rechtliche Grundlage
- Notwendigkeit zur Sammlung von Beweisen
- Gemeinschaftliches Vorgehen der demokratischen Fraktionen
- Besorgnis über die Nähe der AfD zu autokratischen Staaten
- Sicherheitsrisiko durch die AfD in Parlamenten
- Stellungnahme des SSW-Abgeordneten zur Verantwortung der Union
- Dringlichkeit des Verfahrens vor anstehenden Wahlen
- Verweis auf mögliche Zurückhaltung von Bundesverfassungsschutzberichten
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Mehrere Bundestagsabgeordnete arbeiten parteiübergreifend an Initiativen für ein AfD-Verbotsverfahren
- Carmen Wegge (SPD) fordert zügige rechtliche Prüfung der Verfassungswidrigkeit der AfD
- Irene Mihalic (Grüne) schlägt gemeinsam mit anderen Fraktionen Vorbereitung eines Antrags vor
- Mihalic äußert Bedenken über die Nähe der AfD zu autokratischen Staaten
- Stefan Seidler (SSW) sieht Verantwortung bei der Union und drängt auf zügige Umsetzung eines Verbotsverfahrens
- Warnt vor Schwierigkeiten einer Antragstellung vor anstehenden Wahlen
- Hinweis auf die Verfassungswidrigkeit von Parteien, die die demokratische Grundordnung gefährden
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Initiativen für ein AfD-Verbotsverfahren werden erarbeitet
- Sammlung von Belegen zur Prüfung der Erfolgsaussichten
- Notwendigkeit der zügigen und gründlichen Prüfung
- Schutz der demokratischen Grundordnung ist priorisiert
- Vorschlag zur Vorbereitung eines Antrags an demokratische Fraktionen
- Mühe um gemeinsame Zusammenarbeit mit anderen Fraktionen
- Identifikation der AfD als Sicherheitsrisiko
- Verantwortung der Union für den parlamentarischen Prozess
- Dringlichkeit, ein Verfahren vor den Wahlen einzuleiten
- Mögliche Probleme bei der Veröffentlichung von Verfassungsschutzberichten
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert. Die SPD-Politikerin Carmen Wegge äußert in der "Rheinischen Post", dass sie sich für die Einleitung eines Verfahrens zur Feststellung der Verfassungswidrigkeit der AfD einsetzt.
- Verbraucherschützer rügen "verzockte" Kassen-Millionen - 31. Juli 2026
- Neue CDU-Generalsekretärin will auf Basis zugehen - 31. Juli 2026
- Hoppermann: Wahlen im Herbst keine Gefahr für Merz` Kanzlerschaft - 31. Juli 2026

