Deutsche Beamte verhandeln mit Taliban-Vertretern in Kabul

Abschiebungen und Politik in Afghanistan

Kabul () – Das Bundesinnenministerium steht kurz vor Abschluss eines Deals mit den Taliban, der regelmäßige Abschiebungen von Straftätern möglich machen soll.

Wie der „Spiegel“ schreibt, führten zwei Beamte aus dem Ressort von Minister (CSU) in Kabul am Wochenende Gespräche über die technischen Details der Rückführungen. Eine Sprecherin des Ministeriums bestätigte die Gespräche auf Anfrage, nachdem die beiden Beamten das Land wieder verlassen hatten.

Laut des Berichts hatte das bereits im September mit den Taliban eine grundsätzliche Einigung für regelmäßige Abschiebungen erreicht. Ein leitender Beamter aus Berlin hatte entsprechende Gespräche in der katarischen Hauptstadt Doha geführt.

Die Islamisten, die seit dem Fall Kabuls im Sommer 2021 wieder die Macht in dem Land übernommen haben, unterhalten dort ein Verbindungsbüro, mit dem auch die Bundesregierung regelmäßig in Kontakt steht.

Laut „Spiegel“-Bericht waren die Verhandlungen mit den Taliban erfolgreich. Bei dem Treffen in Doha erreichte man einen mündlichen Deal. Die Taliban sicherten zu, dass die Rückkehrer in Afghanistan keine Strafverfolgung oder gar die Todesstrafe fürchten müssen.

Für die Kooperation sollen die Taliban keine konkreten Gegenleistungen verlangen. Folglich ist man im Innenministerium optimistisch, dass noch dieses Jahr erste Flüge mit weiteren Abschiebekandidaten aus in Richtung Kabul starten können.

Die aktuelle der kleinen deutschen Delegation nach Kabul diente laut Sicherheitskreisen nur noch der Klärung von technischen Details. So sollte beispielsweise besprochen werden, wie die Bundespolizei in Abschiebeflüge begleiten kann. Zudem würde die Bundesregierung gern eine Art Wiedereingliederungsprogramm aufsetzen, damit sich die Abgeschobenen in Afghanistan schnell integrieren können.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Afghanistan (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

In dem Artikel kommen folgende vollständige Namen von Personen vor:

Alexander Dobrindt.

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Bundesinnenministerium, CSU, Taliban, Bundesregierung, Bundespolizei

Wann ist das Ereignis passiert?

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Wo spielt die Handlung des Artikels?

Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Kabul, Doha.

Worum geht es in einem Satz?

Das Bundesinnenministerium steht kurz vor einem Deal mit den Taliban, der regelmäßige Abschiebungen von Straftätern nach Afghanistan ermöglicht, wobei die Deportierten dort keine Strafverfolgung fürchten müssen.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Wiedererlangung der Taliban-Macht in Afghanistan im Sommer 2021
  • Notwendigkeit zur Rückführung von Straftätern aus Deutschland
  • Gespräche zwischen dem Bundesinnenministerium und den Taliban
  • Technische Details der Rückführungen klären
  • Aufbau einer Kommunikationsverbindung zwischen Bundesregierung und Taliban
  • Mangel an verhinderten rechtlichen Konsequenzen für Rückkehrer in Afghanistan
  • Optimismus im Innenministerium über bevorstehende Abschiebungen
  • Bedarf nach einem Wiedereingliederungsprogramm für Abgeschobene

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

Der Artikel beschreibt keine Reaktionen von Politik, Öffentlichkeit oder Medien.

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Regelmäßige Abschiebungen von Straftätern möglich
  • Kooperation zwischen Deutschland und Taliban
  • Rückkehrer in Afghanistan keine Strafverfolgung oder Todesstrafe zu befürchten
  • Optimismus im Innenministerium bezüglich erster Flüge in diesem Jahr
  • Klärung technischer Details für Abschiebeflüge
  • Geplantes Wiedereingliederungsprogramm für Abgeschobene in Afghanistan

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird die Stellungnahme einer Sprecherin des Bundesinnenministeriums zitiert, die die Gespräche mit den Taliban bestätigte.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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