Politik: Nominierungsprozess und öffentliche Wahrnehmung in Berlin
Berlin () – Die gescheiterte Kandidatin für das Amt als Bundesverfassungsrichterin, Frauke Brosius-Gersdorf, hat die Zeit ihrer Nominierung als existenziell und „eine Art Ausnahmezustand“ erlebt. Deutliche Kritik übt die Juristin Brosius-Gersdorf an Bundeskanzler Friedrich Merz und der CDU/CSU-Fraktion.
Der Wochenzeitung „Die Zeit“ sagte Brosius-Gersdorf: „Ich war ja vorher keine öffentliche Person. Ich habe als Wissenschaftlerin im Wesentlichen am Schreibtisch gesessen. Wenn man so in die Öffentlichkeit gerät, sich Unwahrheiten über sich anhören muss, Hetze im Internet erlebt, da müssen Sie, das sage ich ganz ehrlich, einfach gucken, wie Sie die Tage überleben.“
Brosius-Gersdorf beklagt, von ihr sei ein „Zerrbild“ gezeichnet worden. „Aus meiner Sicht war die Bereitschaft in Teilen der Unionsfraktion überschaubar, sich mit mir sachlich zu befassen“, so die Rechtswissenschaftlerin.
Sie selbst habe bei den ersten informellen Gesprächen angeboten, über ihre Position zum Schwangerschaftsabbruch zu sprechen, weil es da „möglicherweise Differenzen gebe. Aber ein Gespräch darüber war gar nicht erwünscht. Daher hat es mich gewundert, dass das Thema später zu einem solchen Problem wurde und ich deshalb nicht wählbar sein sollte“, so Brosius-Gersdorf. Der Senat des Gerichts, für den sie vorgesehen war, befasst sich nicht mit Fragen des Schwangerschaftsabbruchs.
Der Bundeskanzler habe sich nie bei ihr gemeldet, es sei ein Fehler gewesen, „dass er die Richterwahl im Plenum des Bundestages zu einer Gewissensfrage erklärt hat“. Es handele sich bei einer Richterwahl nicht um eine Gewissensfrage, sondern eine Personalentscheidung.
Ihrer Entscheidung, die Kandidatur selbst zurückzuziehen, sei „ein wochenlanger Prozess“ vorausgegangen. „Es ist eine Entscheidung, das sage ich ganz ehrlich, mit der ich immer noch hadere, weil sich damit letztlich unsachliche Kampagnen durchgesetzt haben.“ Die Entscheidung halte sie dennoch für richtig, da sie keine Chancen auf eine Wahl mehr gehabt habe und eine Zuspitzung damit vermieden werden konnte.
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du gut in Tic Tac Toe? 👍
Spielername und geheimes Wort gehören zusammen. Das Captcha wird nur beim ersten autorisierten Spiel für diese Kombination in diesem Browser abgefragt.
Top 3
| Platz | Name | Punkte | Siege |
|---|---|---|---|
| Lade Rangliste ... | |||
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Bundesverfassungsgericht (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Frauke Brosius-Gersdorf, Friedrich Merz
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Bundesverfassungsgericht, Frauke Brosius-Gersdorf, Friedrich Merz, CDU/CSU, Die Zeit, Bundestag
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die Ereignisse finden in Berlin statt.
Worum geht es in einem Satz?
Die gescheiterte Kandidatin Frauke Brosius-Gersdorf beschreibt ihre Nominierung für das Amt des Bundesverfassungsrichters als existenziell belastend und kritisiert die CDU/CSU sowie Bundeskanzler Friedrich Merz für eine fehlende sachliche Auseinandersetzung und die Ausrufung der Richterwahl als Gewissensfrage.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Nominierung als Bundesverfassungsrichterin
- Mangelnde öffentliche Erfahrung
- Negative öffentliche Wahrnehmung und Hetze im Internet
- Unwahrheiten über die Kandidatin
- Unzureichende sachliche Auseinandersetzung seitens der CDU/CSU
- Differenzen bei Themen wie Schwangerschaftsabbruch
- Fehlende Kommunikation mit dem Bundeskanzler
- Erklärung der Richterwahl als Gewissensfrage durch den Bundeskanzler
- Langwieriger Prozess vor Rückzug der Kandidatur
- Einfluss unsachlicher Kampagnen auf die Entscheidung
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Frauke Brosius-Gersdorf bezeichnete ihre Nominierung als Ausnahmezustand.
- Sie kritisierte Bundeskanzler Friedrich Merz und die CDU/CSU-Fraktion scharf.
- Erlebte öffentliche Hetze und Unwahrheiten über sich.
- Klagte über ein Zerrbild, das von ihr gezeichnet wurde.
- Angebot für Gespräche über ihren Standpunkt zum Schwangerschaftsabbruch wurde nicht erwünscht.
- Bundeskanzler meldete sich nie bei ihr.
- Merz' Erklärung der Richterwahl als Gewissensfrage als Fehler angesehen.
- Rückzug der Kandidatur war ein wochenlanger Prozess, weiterhin mit dieser Entscheidung hadert.
- Entscheidung zum Rückzug gehalten, um eine Zuspitzung zu vermeiden.
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Existenzielle Belastung für Frauke Brosius-Gersdorf
- Kritik an Bundeskanzler Friedrich Merz und der CDU/CSU-Fraktion
- Zerrbild ihrer Person in der Öffentlichkeit
- Unwahrheiten und Hetze im Internet
- Mangelnde sachliche Auseinandersetzung in der Unionsfraktion
- Fehlende Bereitschaft zur Diskussion über Differenzen
- Fehlerhafte Erklärung der Richterwahl als Gewissensfrage
- Knappe Möglichkeiten für eine Wahl
- Rückzug der Kandidatur nach langem Prozess
- Hadern mit der Entscheidung, die als richtig empfunden wird
- Vermeidung einer Zuspitzung bzw. unsachlicher Kampagnen
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme der gescheiterten Kandidatin für das Amt als Bundesverfassungsrichterin, Frauke Brosius-Gersdorf, zitiert. Sie äußert sich kritisch über den Bundeskanzler Friedrich Merz und sagt, dass ihre Nominierung für sie eine "Art Ausnahmezustand" war.
- Kretschmer stellt Haltung zur AfD klar - 31. Juli 2026
- Linke fordert Kurzarbeitergeld bei Hitze - 31. Juli 2026
- Kretschmer droht Renten- und Pflegereform im Bundesrat zu stoppen - 31. Juli 2026

