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Defizite in Jobcentern: Bonn im Fokus
Bonn () – Der Bundesrechnungshof beklagt Defizite in den Jobcentern und zweifelt an den geplanten Bürgergeld-Einsparungen.
„Nach den Prüfungsergebnissen des Bundesrechnungshofes gelingt es den Jobcentern nach wie vor nicht hinreichend, erwerbsfähige Leistungsberechtigte zu aktivieren und in Arbeit zu vermitteln“, heißt es in einem Bericht der Bonner Behörde für den Haushaltsausschuss des Bundestages, über den das Nachrichtenmagazin POLITICO berichtet.
Die Prüfer monierten, dass „vorhandene Beschäftigungspotenziale und die Möglichkeit, die Zahl der Leistungsberechtigten und damit auch die Bürgergeld-Ausgaben zu senken“ ungenutzt bleiben: „Hierfür sind auch Defizite im Vermittlungsprozess ursächlich.“
Ein Teil der Leistungsberechtigten wirke „trotz laufendem Leistungsbezug mangelhaft in der Arbeitsvermittlung“ mit: „Diese Personen sind für die Arbeitsvermittlung über Monate oder viele Jahre nicht erreichbar und nehmen keine Beratungstermine wahr.“
Die erwarteten Einsparungen durch die seit 2024 verschärfte Regelung für Leistungsminderungen bei Personen, die wiederholt eine „zumutbare Arbeit“ ablehnen (sogenannte „Totalverweigerer“) sei „nicht eingetreten“. Die Jobcenter hätten die Regelung bisher „bundesweit nur bei einer geringen zweistelligen Zahl von Leistungsberechtigten“ angewendet, heißt es in dem Bericht.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Der Artikel enthält keine vollständigen Namen von Personen.
Der Bundesrechnungshof kritisiert in einem Bericht, dass die Jobcenter weiterhin Schwierigkeiten haben, erwerbsfähige Leistungsberechtigte erfolgreich in Arbeit zu vermitteln, und bezweifelt die Wirksamkeit der geplanten Einsparungen beim Bürgergeld, da viele Leistungsbezieher nicht an der Arbeitsvermittlung teilnehmen.
Der Artikel beschreibt keine Reaktionen von Politik, Öffentlichkeit oder Medien.
Welche Konsequenzen werden genannt?
Defizite in Jobcentern
Schwierigkeiten bei der Aktivierung erwerbsfähiger Leistungsberechtigter
Unzureichende Vermittlung in Arbeit
Ungenutzte Beschäftigungspotenziale
Anhaltend hohe Bürgergeld-Ausgaben
Mangelnde Mitwirkung von Leistungsberechtigten
Schlechte Erreichbarkeit der Leistungsberechtigten
Geringe Anwendung der neuen Regelungen für Leistungsminderungen
Ausbleiben der erwarteten Einsparungen
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme des Bundesrechnungshofs zitiert, die auf Defizite in den Jobcentern und Zweifel an den geplanten Bürgergeld-Einsparungen hinweist.