ASB dringt auf Pflegegeld für Angehörige

ASB dringt auf Pflegegeld für Angehörige

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Gesellschaft: Pflegegeld und Versorgungsreformen in Deutschland

Berlin () – Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Deutschland fordert ein Pflegegeld für pflegende Angehörige. „Wir brauchen ein Pflegegeld 2.0. Das muss unmittelbar an die Pflegenden ausgezahlt werden“, sagte ASB-Bundesgeschäftsführer Uwe Martin Fichtmüller den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Diese Unterstützung sei notwendig, wenn pflegende Angehörige etwa ihre Arbeitszeit reduzieren würden. Bei der Höhe des Pflegegeldes für pflegende Angehörige schlug Fichtmüller vor, sich am Elterngeld zu orientieren: „Das Pflegegeld sollte sich am Elterngeld orientieren. Warum sollte es einen Unterschied machen, ob ich ein Kleinkind oder eine hochaltrige pflegebedürftige Familienangehörige betreue?“

Zudem sprach sich Fichtmüller für eine Pflegevollversicherung aus. Diese müsste analog zur Krankenversicherung gestaltet werden, schlug der ASB-Chef vor. „Wer über 3.000 Euro pflegebedingte Kosten und die Nebenkosten tragen muss, aber nur eine Durchschnittsrente von etwa 1.300 Euro bei Frauen oder 1.440 Euro bei Männern bezieht, kann sich die Pflege sonst schlicht nicht leisten“, begründete Fichtmüller den Vorstoß. Eine solche Pflegevollversicherung könne zwar nicht „von heute auf morgen kommen“, dennoch sei mittelfristig ein Sockel-Spitze-Tausch und langfristig eine Pflegevollversicherung das Ziel.

Bei dem Sockel-Spitze-Tausch, also der Umkehr des Zuschusses durch die Pflegeversicherung mit einer dann gedeckelten Eigenleistung der Pflegebedürftigen, schlug Fichtmüller eine Obergrenze von 700 Euro für die pflegebedürftigen Personen vor. „Mit dem Sockel-Spitze-Tausch ist es aber nicht getan“, mahnte der ASB-Chef. „Als Nächstes müssen alle versicherungsfremden Leistungen raus aus der Pflegeversicherung, also etwa die Kosten der Ausbildung und die Rentenpunkte für pflegende Angehörige.“ Der Staat müsse bezahlen, was er bestellt. Zur Finanzierung des Vorhabens schlug Fichtmüller vor, die Beitragsbemessungsgrenze in allen drei Versicherungsbereichen anzuheben.

Rückblickend bezeichnete Fichtmüller die Einführung der Pflegeversicherung „mit Blick auf die regionale Infrastrukturplanung und -steuerung“ als „Sündenfall“, da sie zugleich das Ende der kommunalen Altenhilfeplanung bedeutet habe. Fichtmüller forderte, die Kommunen wieder stärker in die Pflicht zu nehmen und den Kontrahierungszwang aufzulösen. „Die Pflegekasse würde dann nur noch die Einrichtungen und Dienste zulassen, die in der regionalen Infrastrukturplanung vorgesehen wären. Die Kommunen wären stärker in der Pflicht im Sinne einer bedarfsgerechten Angebotssteuerung.“ Zudem brauche es Entbürokratisierung und mehr zivilgesellschaftliche Akteure, die sich in der Betreuung einbringen würden.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Uwe Martin Fichtmüller

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Deutschland, Funke-Mediengruppe

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin

Worum geht es in einem Satz?

Der Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland fordert ein neues Pflegegeld direkt für pflegende Angehörige sowie eine umfassende Pflegevollversicherung, um die finanziellen Belastungen der Pflegebedürftigen und ihrer Familien zu verringern.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Forderung nach finanziellem Ausgleich für pflegende Angehörige
  • Notwendigkeit der Unterstützung bei Arbeitszeitreduzierung
  • Anstieg der Pflegekosten über Durchschnittsrente
  • Ungleichheit zwischen Betreuung von Kindern und pflegebedürftigen Angehörigen
  • Anregung zur Einführung einer Pflegevollversicherung
  • Kritik an der Einführung der Pflegeversicherung und deren Folgen
  • Vorschlag zur Entbürokratisierung und Stärkung der Kommunen

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • ASB fordert Pflegegeld 2.0 für pflegende Angehörige
  • Vorschlag zur Orientierung am Elterngeld
  • Unterstützung notwendig bei Arbeitszeitreduktion der Pflegenden
  • Fichtmüller spricht sich für Pflegevollversicherung aus
  • Pflegevollversicherung analog zur Krankenversicherung gefordert
  • Sockel-Spitze-Tausch für pflegebedürftige Personen vorgeschlagen
  • Obergrenze von 700 Euro für Eigenleistungen gefordert
  • Kritik an der Einführung der Pflegeversicherung als "Sündenfall"
  • Forderung nach stärkerer kommunaler Verantwortung in der Pflege
  • Vorschlag zur Auflösung des Kontrahierungszwangs für Pflegeeinrichtungen
  • Notwendigkeit von Entbürokratisierung und mehr zivilgesellschaftlicher Akteure

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Forderung nach Einführung eines Pflegegelds für pflegende Angehörige
  • Unterstützung für Angehörige, die ihre Arbeitszeit reduzieren
  • Pflegegeld sollte sich am Elterngeld orientieren
  • Notwendigkeit einer Pflegevollversicherung
  • Pflegekosten oberhalb von 3.000 Euro müssen tragbar sein
  • Vorschlag eines Sockel-Spitze-Tausches für Pflegeleistungen
  • Obergrenze von 700 Euro für Eigenleistungen der Pflegebedürftigen
  • Herausnahme aller versicherungsfremden Leistungen aus der Pflegeversicherung
  • Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze in den Versicherungsbereichen
  • Anforderung zur Wiederherstellung kommunaler Altenhilfeplanung
  • Erhöhung der Verantwortung der Kommunen für bedarfsgerechte Angebotssteuerung
  • Notwendigkeit von Entbürokratisierung in der Pflege
  • Förderung zivilgesellschaftlicher Akteure in der Betreuung

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Uwe Martin Fichtmüller, dem ASB-Bundesgeschäftsführer, zitiert.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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