Nordrhein-Westfalen fordert bundesweit Therapie statt Strafe für Drogenabhängige

Gesellschaft: Therapieansatz für Drogenabhängige in NRW

() – Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat beschlossen, einen Gesetzesantrag in den Bundesrat einzubringen, der verurteilten Drogenabhängigen weiterhin Anspruch auf sichern soll. Dies teilte das Justizministerium am Montag mit.

Voraussetzung ist, dass sich die Betroffenen während der Strafvollstreckung freiwillig in Therapie begeben.

Mit der Initiative will das Land sicherstellen, dass der Lebensunterhalt und die medizinische Versorgung während der Therapie gesichert sind. Ein entsprechender Gesetzentwurf war bereits im Februar 2024 vom Bundesrat beschlossen worden, konnte aber wegen der vorzeitigen Auflösung des Bundestags nicht mehr beraten werden und soll jetzt erneut eingebracht werden.

Hintergrund ist ein Urteil des Bundessozialgerichts von 2021, wonach verurteilte Personen während einer Therapie nach Paragraph 35 Betäubungsmittelgesetz keinen Anspruch auf Leistungen nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch haben.

Justizminister Benjamin Limbach betonte, das Prinzip ‚Therapie statt Strafe‘ biete suchtkranken eine echte Chance auf einen Neuanfang.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Prekariat (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Düsseldorf, nordrhein-westfälische Landesregierung, Bundesrat, Justizministerium, Bundessozialgericht, Bundestag, Benjamin Limbach, Sozialgesetzbuch

Wann ist das Ereignis passiert?

Der Zeitraum, in dem das beschriebene Ereignis stattfand, ist Montag (Tag der Ankündigung des Gesetzesantrags) und Februar 2024 (Monat, in dem der Gesetzentwurf bereits beschlossen wurde).

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Düsseldorf, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

Worum geht es in einem Satz?

Die nordrhein-westfälische Landesregierung plant, einen Gesetzesantrag im Bundesrat einzubringen, der verurteilten Drogenabhängigen während ihrer Therapie weiterhin Anspruch auf Bürgergeld sichert, um deren Lebensunterhalt und medizinische Versorgung zu gewährleisten.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Beschluss der nordrhein-westfälischen Landesregierung
  • Gesetzesantrag für Bürgergeld für verurteilte Drogenabhängige
  • Voraussetzung: freiwillige Therapie während der Strafvollstreckung
  • Sicherstellung von Lebensunterhalt und medizinischer Versorgung
  • Vorangegangener Gesetzentwurf wurde aufgrund Bundestagsauflösung nicht beraten
  • Urteil des Bundessozialgerichts von 2021
  • Kein Anspruch auf Leistungen während Therapie nach Paragraph 35 Betäubungsmittelgesetz

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

Politik hat Gesetzesantrag in den Bundesrat eingebracht
Öffentlichkeit wurde über die Initiative informiert
Medien berichten über den Gesetzesentwurf und seine Hintergründe
Justizminister hebt Bedeutung von 'Therapie statt Strafe' hervor
Gesetzentwurf soll vorangegangenes Urteil des Bundessozialgerichts adressieren

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Gesetzesantrag im Bundesrat
  • Anspruch auf Bürgergeld für verurteilte Drogenabhängige
  • Sicherstellung des Lebensunterhalts während der Therapie
  • Sicherstellung der medizinischen Versorgung während der Therapie
  • Einbringung erneut nach vorzeitiger Auflösung des Bundestags
  • Zusammenhang mit Urteil des Bundessozialgerichts von 2021
  • Möglichkeit eines Neuanfangs für suchtkranke Menschen

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert. Justizminister Benjamin Limbach betonte, dass das Prinzip "Therapie statt Strafe" suchtkranken Menschen eine echte Chance auf einen Neuanfang biete.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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