Streeck erwartet "sehr gemischtes Bild" bei Cannabis-Evaluierung

Streeck erwartet "sehr gemischtes Bild" bei Cannabis-Evaluierung

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Drogenpolitik und soziale Medien in Berlin

Berlin () – Der Drogenbeauftragte der Bundesregierung Hendrik Streeck (CDU) dämpft die Erwartungen an ein klares Ergebnis bei der demnächst veröffentlichten Evaluierung der Cannabis-Teillegalisierung.

„Idealerweise würde man ja ein Schwarz-Weiß-Bild bekommen“, sagte er der ARD. „Vor der Teillegalisierung war der Konsum so. Nach der Teillegalisierung hat er sich so verändert. Meine Erwartung ist aber eigentlich, dass es ein sehr gemischtes Bild sein wird.“ Er verweist darauf, dass gesellschaftliche Veränderungen in der Regel erst nach fünf bis zehn Jahren verlässlich messbar seien.

Ein besonderes Anliegen ist ihm die Abgrenzung zwischen Genuss- und medizinisch genutztem Cannabis. „Ich persönlich würde mir wünschen, dass wir zwischen Konsum und Medizinalcannabis eine Trennlinie haben, weil wir wollen glaube ich nicht, dass es am Ende Dealer im weißen Kittel gibt, nämlich die Ärzte, die dann dafür verantwortlich sind.“ Hintergrund ist die derzeitige Praxis, medizinisch genutztes Cannabis auch telemedizinisch zu verschreiben. Streeck fordert hier strengere Regeln und unterstützt damit die Linie von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU).

Neben der Drogenpolitik richtet Streeck seinen Blick auf die Risiken durch soziale Medien. „Hier ist wirklich der Fall, dass die Dosis das Gift macht, wie Paracelsus gesagt hat.“ Besonders Kinder und Jugendliche seien gefährdet, da digitale Plattformen mit sogenannten „Addictive Designs“ die Nutzung gezielt verstärkten. Streeck fordert deshalb eine gemeinsame europäische Lösung: „Wir wollen ja auch eine Selbstbestimmung, welche Informationen man zu sich nimmt. Das ist ja auch grundgesetzlich festgehalten. Wir wollen ja keinen abschneiden davon, aber hier sind wir glaube ich alle in der Pflicht.“

Auch in seiner Rolle als CDU-Gesundheitspolitiker meldet sich Streeck zu Wort. Er verteidigte die Idee, Patienten durch Selbstbeteiligung stärker einzubinden: „Der Deutsche geht im Schnitt zehnmal pro Jahr zum Arzt. In Dänemark und Frankreich sind es zwischen vier und fünfmal pro Jahr. Jeder Arztbesuch kostet, denn hinter jeder medizinischen Leistung steht auch ein Leistender.“ Das Ziel sei nicht, Menschen von notwendiger Behandlung abzuhalten, sondern das Gesundheitssystem effizienter zu gestalten und die Belastungen der Solidargemeinschaft zu reduzieren.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: „Smoke-in“ vor dem Brandenburger Tor (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Hendrik Streeck, Nina Warken

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Hier sind die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen:

CDU, ARD, Bundesgesundheitsministerium

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin, Brandenburger Tor.

Worum geht es in einem Satz?

Der Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Hendrik Streeck, warnt vor überzogenen Erwartungen an die bevorstehende Evaluierung der Cannabis-Teillegalisierung und betont die Notwendigkeit, zwischen Genuss- und medizinischem Cannabis zu unterscheiden, während er auch auf die Risiken sozialer Medien für Kinder und Jugendliche hinweist und eine stärkere Einbindung von Patienten in die Gesundheitskosten fordert.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Evaluierung der Cannabis-Teillegalisierung
  • Gesellschaftliche Veränderungen sind schwer messbar
  • Abgrenzung zwischen Genuss- und medizinisch genutztem Cannabis
  • Aktuelle Praxis der telemedizinischen Verschreibung von Cannabis
  • Risiken durch soziale Medien, insbesondere für Kinder und Jugendliche
  • Forderung nach gemeinsamen europäischen Lösungen
  • Selbstbeteiligung bei Arztbesuchen zur Effizienzsteigerung des Gesundheitssystems

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Drogenbeauftragter Hendrik Streeck dämpft Erwartungen an Evaluierung der Cannabis-Teillegalisierung
  • Erwartet ein gemischtes Bild der Ergebnisse
  • Betonung auf Beobachtungen über fünf bis zehn Jahre
  • Wunsch nach Trennung zwischen Genuss- und medizinisch genutztem Cannabis
  • Forderung nach strengeren Regeln für medizinisches Cannabis
  • Warnung vor Risiken durch soziale Medien, insbesondere für Kinder und Jugendliche
  • Forderung nach gemeinsamer europäischer Lösung für Informationsselbstbestimmung
  • Verteidigung der Selbstbeteiligung von Patienten zur Effizienzsteigerung im Gesundheitssystem

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Dämpfung der Erwartungen an klare Ergebnisse der Evaluierung
  • Soziale Veränderungen erst nach fünf bis zehn Jahren verlässlich messbar
  • Wunsch nach Trennung zwischen Genuss- und Medizinalcannabis
  • Forderung nach strengeren Regeln bei Verschreibung von Medizinalcannabis
  • Risiken durch soziale Medien für Kinder und Jugendliche
  • Notwendigkeit einer gemeinsamen europäischen Lösung für digitale Inhalte
  • Ziel, Gesundheitssystem effizienter zu gestalten
  • Reduzierung der Belastungen der Solidargemeinschaft

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme des Drogenbeauftragten der Bundesregierung Hendrik Streeck zitiert. Er äußert, dass er die Erwartungen an die Evaluierung der Cannabis-Teillegalisierung dämpft und ein gemischtes Bild erwartet.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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