DIHK will mehr Arbeitsanreize für Bürgergeldempfänger

DIHK will mehr Arbeitsanreize für Bürgergeldempfänger

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DIHK will mehr Arbeitsanreize für Bürgergeldempfänger

Berlin () – Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) hat weitergehende Maßnahmen beim Bürgergeld angemahnt. Arbeitsanreize müssten erhöht werden, auch, damit der Arbeits- und Fachkräftemangel in den Betrieben nicht steige, sagte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer Achim Dercks den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstagausgaben).

„Engagement, Arbeit und Einsatz müssen sich lohnen. Das Prinzip des Förderns und Forderns sowie das Ziel einer Arbeitsaufnahme sollten zukünftig eine zentrale Rolle spielen“, so Dercks weiter. Sind Sozialleistungen zu hoch, lohne es sich für Mindest- und Niedriglohnbezieher oft gar nicht mehr zu arbeiten. „Wichtig ist daher: Wer im Bürgergeldbezug eine Arbeit aufnimmt und eigenes Geld verdient, muss davon mehr behalten können“, erklärte der DIHK-Vertreter.

Dercks reagierte damit auf eine erneute Debatte zum Bürgergeld. CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann hatte am Wochenende tiefgreifende Veränderungen beim Bürgergeld gefordert. Er wolle „an die Substanz gehen“. Linnemann äußerte wiederholt, mutmaßlich arbeitsunwilligen Bürgergeldempfängern die Grundsicherung komplett streichen zu wollen. Die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Dagmar Schmidt entgegnete, der Sozialstaat sei „kein Kostenfaktor, den man einfach nach Kassenlage zusammenstreicht“.

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) äußerte Verständnis für Sanktionen gegen Totalverweigerer beim Bürgergeld, wies allerdings auf die aus Sicht des Verbands geringe Tragweite hin. „Der Anteil der sogenannten `Totalverweigerer` liegt unter einem Prozent. Es gibt also kein flächendeckendes Problem beim Bürgergeld. Wer das allerdings behauptet, schürt nur weiter Vorurteile und befeuert die Spaltung der Gesellschaft“, sagte die SoVD-Vorstandschefin Michaela Engelmeier den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstagausgaben).

Sie wies auch auf Erfahrungen hin, die Verbandsmitarbeiter in Sozialberatungsstellen machten. „Die meisten Menschen, die Bürgergeld beziehen, wollen arbeiten. Aber viele geraten unverschuldet durch Krankheit, Alter oder familiäre Belastungen wie etwa durch Pflege Angehöriger in diese Situation“, so Engelmeier weiter. Wer also bei der neuen Grundsicherung kürzen wollte, sollte vorher mit den Betroffenen sprechen, erklärte die SoVD-Vorsitzende. „Ich lade Carsten Linnemann darum herzlich in unsere Sozialberatung ein. Machen Sie sich selbst ein Bild davon, wie schwierig die Lage vieler Menschen wirklich ist.“

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Passanten an einem Bürgergeld-Infostand (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Achim Dercks, Carsten Linnemann, Dagmar Schmidt, Michaela Engelmeier

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen sind: Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK), Funke-Mediengruppe, CDU, Carsten Linnemann, SPD, Dagmar Schmidt, Sozialverband Deutschland (SoVD), Michaela Engelmeier.

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind:

- Berlin

Worum geht es in einem Satz?

Die Deutsche Industrie- und Handelskammer fordert erhöhte Arbeitsanreize im Bürgergeld, um den Arbeitsmarkt zu stärken, während unterschiedliche politische Meinungen zum Bürgergeld und dessen Auswirkungen auf Sozialeinrichtungen und Bezieher diskutiert werden, wobei der Sozialverband Deutschland auf die Mehrheit der Bürgergeldempfänger hinweist, die arbeitswillig sind.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

Der Auslöser für die Debatte über das Bürgergeld sind Forderungen nach Maßnahmen zur Erhöhung von Arbeitsanreizen, um den Arbeits- und Fachkräftemangel zu bekämpfen. Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) und CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann argumentieren, dass die aktuellen sozialen Leistungen Anreize für die Arbeitsaufnahme negativ beeinflussen. Diese Position wurde durch die Reaktion des Sozialverbands Deutschland (SoVD) und der SPD kritisiert, die auf die Notwendigkeit der sozialen Absicherung und die tatsächlichen Herausforderungen von Bürgergeldbeziehern hinweisen.

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

Im Artikel wird berichtet, dass die DIHK Maßnahmen zur Erhöhung der Arbeitsanreize beim Bürgergeld fordert, um den Fachkräftemangel zu bekämpfen. Politische Reaktionen beinhalten Forderungen nach tiefgreifenden Veränderungen von Seiten der CDU, während die SPD und der Sozialverband Deutschland den sozialen Aspekt des Bürgergeldes verteidigen und betonen, dass die meisten Empfänger arbeiten möchten, aber oft in schwierigen Situationen sind.

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Erhöhte Arbeitsanreize,
  • Steigender Arbeits- und Fachkräftemangel,
  • Unzureichendes Lohnniveau für Mindest- und Niedriglohnbezieher,
  • Weniger Anreiz für die Aufnahme von Arbeit,
  • Forderung nach tiefgreifenden Veränderungen beim Bürgergeld,
  • Mögliche Streichung von Grundsicherung für mutmaßlich arbeitsunwillige Empfänger,
  • Verständnis für Sanktionen gegen Totalverweigerer,
  • Geringer Anteil der Totalverweigerer,
  • Schüren von Vorurteilen und gesellschaftlicher Spaltung,
  • Viele Bürgergeldbezieher wollen arbeiten,
  • Schwierigkeiten durch Krankheit, Alter oder familiäre Belastungen,
  • Notwendigkeit der Kommunikation mit Betroffenen.

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert. Achim Dercks von der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) betont, dass Arbeitsanreize beim Bürgergeld erhöht werden müssen, um sicherzustellen, dass Engagement und Arbeit sich lohnen. Er fordert zudem, dass Personen, die Bürgergeld beziehen und eine Arbeit aufnehmen, mehr von ihrem Einkommen behalten können.

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