Kokosfett ist kein besonders gesundes Allzweckmittel. Es enthält viele gesättigte Fettsäuren und ist ebenso energiereich wie andere Speisefette. Wer den Geschmack mag, kann es gezielt zum Kochen oder Backen verwenden. Für den regelmäßigen Einsatz sind pflanzliche Öle mit einem günstigeren Fettsäuremuster die bessere Wahl. Dabei lohnt es sich, Kokosfett, Fruchtfleisch, Kokosmilch und Kokoswasser auseinanderzuhalten.
Kokosfett und Kokosöl: Was ist der Unterschied?
Die Bezeichnungen Kokosfett und Kokosöl beziehen sich grundsätzlich auf das aus der Kokosnuss gewonnene Fett. Ob es fest oder flüssig ist, hängt von der Temperatur ab. Im Handel unterscheiden sich Produkte außerdem in ihrer Verarbeitung: Natives Kokosöl und raffiniertes Kokosfett können sich etwa im Geschmack unterscheiden. Angaben wie „nativ“ oder „Bio“ machen ein Fett jedoch nicht automatisch zu einer ernährungsphysiologisch besseren Wahl.
Wie gesund ist Kokosfett?
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) bewertet den hohen Anteil gesättigter Fettsäuren in Kokosfett ungünstig für die Blutfettwerte. Sie empfiehlt, pflanzliche Öle zu bevorzugen, die mehr ungesättigte Fettsäuren liefern. Rapsöl ist eine vielseitige Möglichkeit; je nach Gericht kommen auch Oliven-, Walnuss-, Lein- oder Sojaöl infrage.
Aus einzelnen Berichten über Bevölkerungsgruppen lässt sich keine allgemeine Schutzwirkung von Kokosfett ableiten. Auch die Bezeichnung „Superfood“ ersetzt keinen belastbaren Nachweis. Bei einer Ernährungsempfehlung zählt das gesamte Essverhalten, nicht ein einzelner exotischer Bestandteil.
Hilft Kokosfett beim Abnehmen?
Fett liefert rund neun Kilokalorien pro Gramm. Kokosfett ist deshalb kein kalorienarmer Ersatz für andere Fette. Wer es zusätzlich zu seinen bisherigen Mahlzeiten verwendet, nimmt dadurch zunächst zusätzliche Energie auf. Eine automatische Gewichtsabnahme lässt sich daraus nicht erwarten.
Praktisch wichtiger als ein vermeintliches Wundermittel sind passende Mengen und eine Ernährung, die sich im Alltag dauerhaft umsetzen lässt. Bei gesundheitlichen Fragen oder einer notwendigen Ernährungsumstellung ist eine qualifizierte Ernährungsberatung sinnvoll.
Kokosnuss, Kokosmilch und Kokoswasser sind verschiedene Lebensmittel
- Fruchtfleisch: Der feste, weiße Teil lässt sich frisch, geraspelt oder getrocknet in Gerichten verwenden. Er ist nicht mit reinem Kokosfett gleichzusetzen.
- Kokosmilch: Sie wird aus dem Fruchtfleisch hergestellt und eignet sich beispielsweise für Currys. Fettgehalt und Zutaten unterscheiden sich je nach Produkt.
- Kokoswasser: Die Flüssigkeit im Inneren der Frucht ist keine Kokosmilch. Bei abgefüllten Getränken lohnt sich ein Blick auf die Zutaten und Nährwertangaben.
- Kokosfett: Es dient als Speisefett. Geschmack und Verwendungszweck richten sich nach dem konkreten Produkt.
Worauf beim Einkauf und in der Küche achten?
Wählen Sie das Produkt nach dem Gericht aus und vergleichen Sie Zutaten, Fettgehalt und Portionsgröße. Wenn ein Rezept lediglich ein neutrales Speiseöl braucht, muss es kein Kokosprodukt sein. Beachten Sie zum Erhitzen und Lagern die Herstellerangaben. Ein angenehmes Aroma ist ein kulinarischer Grund für die Verwendung, aber kein Beleg für eine medizinische Wirkung.
Kokosprodukte sind kein Ersatz für die Behandlung von Diabetes, Herzkrankheiten, Parkinson oder Alzheimer. Solche Heil- und Schutzversprechen sollten nicht aus der Herkunft oder einzelnen Inhaltsstoffen abgeleitet werden.
Quelle: DGE: Öle und Fette im Ernährungskreis.
Bild: @ depositphotos.com / belchonock
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Kokosfett gilt nicht als besonders gesundes Allzweckmittel, weil es viele gesättigte Fettsäuren enthält. Es ist zudem genauso energiereich wie andere Speisefette. Ja, wenn Ihnen Geschmack und Konsistenz zusagen, können Sie Kokosfett gezielt zum Kochen oder Backen einsetzen. Für den regelmäßigen Einsatz sind andere pflanzliche Öle oft die bessere Wahl. Beide Begriffe beziehen sich grundsätzlich auf das aus der Kokosnuss gewonnene Fett. Ob es fest oder flüssig ist, hängt vor allem von der Temperatur ab. Nein, „nativ“ oder „Bio“ bedeutet nicht automatisch eine ernährungsphysiologisch bessere Wahl. Entscheidend ist vor allem das Fettsäuremuster und wie das Produkt in Ihre Ernährung passt. Die DGE stuft den hohen Anteil gesättigter Fettsäuren in Kokosfett als ungünstig für die Blutfettwerte ein. Sie empfiehlt, pflanzliche Öle mit mehr ungesättigten Fettsäuren zu bevorzugen. Nein, Kokosfett ist nicht kalorienarm und liefert etwa neun Kilokalorien pro Gramm. Wenn Sie es zusätzlich verwenden, nehmen Sie zunächst mehr Energie auf, ohne dass automatisch Gewichtsverlust entsteht. Rapsöl ist eine vielseitige Option, je nach Gericht kommen auch Oliven-, Walnuss-, Lein- oder Sojaöl infrage. So können Sie meist ein günstigeres Fettsäuremuster erreichen. Aus einzelnen Berichten über bestimmte Bevölkerungsgruppen lässt sich keine allgemeine Schutzwirkung ableiten. „Superfood“-Versprechen ersetzen keinen belastbaren Nachweis. Nein: Fruchtfleisch, Kokosmilch und Kokoswasser sind unterschiedliche Lebensmittel und nicht mit reinem Kokosfett gleichzusetzen. Kokosmilch und Kokoswasser unterscheiden sich zudem deutlich in Zutaten und Fettgehalt. Wählen Sie das Produkt nach dem Gericht, vergleichen Sie Zutaten und Fettgehalt und beachten Sie Herstellerangaben zu Erhitzen und Lagerung. Ein gutes Aroma ist ein Grund fürs Kochen, aber kein Beleg für medizinische Wirkung.Häufige Fragen
Ist Kokosfett grundsätzlich gesund?
Kann Kokosfett zum Kochen und Backen verwendet werden?
Was ist der Unterschied zwischen Kokosfett und Kokosöl?
Macht „nativ“ oder „Bio“ Kokosfett automatisch gesünder?
Wie bewertet die DGE Kokosfett?
Hilft Kokosfett beim Abnehmen?
Welche Öle sind als Alternative zu Kokosfett sinnvoll?
Gibt es eine Schutzwirkung von Kokosfett gegen Krankheiten?
Ist Kokosfett dasselbe wie Kokosnuss, Kokosmilch oder Kokoswasser?
Worauf sollte man beim Einkauf und in der Küche achten?
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