Wirtschaft in Bayern
München () – Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) hat die Entscheidung von Audi verteidigt, Milliarden in ein US-Werk zu investieren, während in Deutschland Arbeitsplätze verloren gehen. „Zunächst mal tut Audi jetzt dasselbe, was BMW ja schon erfolgreich getan hat – in den Märkten auch zu produzieren, wo man verkaufen will. Und ehrlich gesagt bleibt Audi gar nichts anderes übrig, wenn die Amerikaner sagen, dass die Importzölle immer höher werden“, sagte Aiwanger dem Fernsehsender „Welt“.
Für ihn sei wichtig, „auch Richtung Deutschland, dass dieser Automobilkonzern stabilisiert wird. Und da wird dieser Schritt leider Gottes alternativlos sein. Ich würde mir natürlich wünschen, dass die Werke in Deutschland, in Bayern genauso gestärkt würden. Aber dazu muss die Bundespolitik, muss Europa erst die Rahmenbedingungen verbessern“, so der bayerische Wirtschaftsminister weiter.
Um Jobs in Deutschland zu sichern, müssten „wir natürlich unsere Hausaufgaben machen“, forderte Aiwanger. Energiepreise, Steuern, Vorschriften, das müsse runter. Sonst werde dieses Verlagern von Arbeitsplätzen zunehmen. Konkret forderte Bayerns Wirtschaftsminister: „Unternehmenssteuern: maximal 25 Prozent. Dann muss die CO2-Bepreisung weg. Es muss das Verbrennerverbot endlich aufgehoben werden. Wir brauchen auch die Arbeitszeit, Flexibilisierung und eben Energiepreise, die deutlich günstiger sind. Wir sind derzeit international nicht mehr wettbewerbsfähig.“
Investitionen im Ausland sichern aus Aiwangers Sicht vielfach Jobs in Deutschland, weil die mit Gewinnen aus dem Auslandsgeschäft quersubventioniert würden. Das sei nicht nur bei Audi der Fall, sondern „bis hinunter zum Mittelständler, dass die aus bayerischer Sicht oft in Osteuropa investieren, in Tschechien und so weiter, und damit ihre Gesamtbilanz eben ausgleichen und an anderen Standorten günstiger produzieren, um ihre Hauptwerke im teuren Deutschland überhaupt quersubventionieren zu können“, so Aiwanger. Er sei nicht überzeugt, dass es VW und Audi auf Dauer besser ginge, wenn sie nicht in den USA investierten, „sondern sie sind dazu genötigt, auch aufgrund der weltpolitischen Lage.“
Die Kritik am gemeinsamen Auftritt von Audi-Chef Gernot Döllner und US-Präsident Donald Trump hält Aiwanger für übertrieben. „Die Kritik ist immer leicht ausgesprochen. Aber es ist ja in Deutschland nicht anders. Wenn hier Werke eröffnet werden, auch zu Wahlkampfzeiten, stellen sich auch die Politiker daneben hin“, sagte der bayerische Wirtschaftsminister dem Fernsehsender „Welt“. So sei das weltweit Usus, „eben auch hier bei aller Kritik“, dass man vielleicht sage, „Wäre das nötig gewesen?“, so Aiwanger. Aber er habe es „mit Sicherheit nicht aus Spaß und Tollerei gemacht.“
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Hubert Aiwanger, Gernot Döllner, Donald Trump
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
dts Nachrichtenagentur, Freie Wähler, Audi, BMW, Welt, VW
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
München
Worum geht es in einem Satz?
Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger verteidigt Audis Milliardeninvestition in ein US-Werk als angesichts drohender US-Zölle notwendigen Schritt zur Stabilisierung des Konzerns und fordert bessere wirtschaftliche Rahmenbedingungen, um Arbeitsplätze in Deutschland zu sichern.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Audi plant Milliardeninvestitionen in ein US-Werk, während in Deutschland Arbeitsplätze abgebaut werden
- Drohende höhere US-Importzölle machen laut Aiwanger eine Produktion vor Ort notwendig
- Audi will dort produzieren, wo die Fahrzeuge verkauft werden
- Hohe Energiepreise, Steuern und regulatorische Vorgaben beeinträchtigen laut Aiwanger die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Standorte
- Aiwanger sieht die Auslandsinvestitionen als notwendig an, um den Konzern wirtschaftlich zu stabilisieren
- Kritik am gemeinsamen Auftritt von Audi-Chef Gernot Döllner und US-Präsident Donald Trump war ein weiterer Anlass für Aiwangers Stellungnahme
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger verteidigt Audis Investition in ein US-Werk trotz Arbeitsplatzverlusten in Deutschland als angesichts steigender US-Importzölle alternativlos.
- Er fordert bessere wirtschaftliche Rahmenbedingungen in Deutschland und Europa, darunter niedrigere Energiepreise und Unternehmenssteuern, weniger Vorschriften, die Abschaffung der CO₂-Bepreisung und des Verbrennerverbots sowie flexiblere Arbeitszeiten.
- Aiwanger argumentiert, dass Gewinne aus Auslandsinvestitionen auch Arbeitsplätze und Werke in Deutschland sichern könnten.
- Die Kritik am gemeinsamen Auftritt von Audi-Chef Gernot Döllner und US-Präsident Donald Trump hält er für übertrieben, da solche Auftritte auch in Deutschland üblich seien.
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Stabilisierung des Automobilkonzerns aus Aiwangers Sicht
- Sicherung von Arbeitsplätzen in Deutschland durch Quersubventionierung mit Gewinnen aus dem Auslandsgeschäft
- Ausgleich der Gesamtbilanz und finanzielle Unterstützung teurer deutscher Hauptwerke durch günstigere Produktion im Ausland
- Zunehmende Verlagerung von Arbeitsplätzen, falls sich die Rahmenbedingungen in Deutschland nicht verbessern
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger verteidigt Audis Investition in ein US-Werk als alternativlos und fordert bessere wirtschaftliche Rahmenbedingungen in Deutschland.
- Energieökonom erwartet Strompreis-Normalisierung erst 2029 - 26. Oktober 2026
- Aiwanger verteidigt Audi-Investition in den USA als alternativlos - 26. Oktober 2026
- Dax legt deutlich zu – Ifo-Index etwas besser als erwartet - 26. Oktober 2026
