Wirtschaft: DAX & Energiemärkte in Frankfurt
Frankfurt/Main () – Der Dax ist am Freitagmorgen positiv in den Handelstag gestartet. Gegen 9:40 Uhr wurde der Leitindex mit rund 24.960 Punkten berechnet, 0,6 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag.
„Die Anleger schöpfen wieder etwas Hoffnung, dass sich die Lage an den Energie- und Anleihemärkten zumindest stabilisiert. Brent verharrt bei rund 106 Dollar, während die Renditen der Staatsanleihen ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht haben könnten. Von einer echten Entspannung kann allerdings noch keine Rede sein“, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets.
An der Wall Street und den asiatischen Börsen hätten sich die Gewinnmitnahmen fortgesetzt. „Besonders im Technologiesektor wächst die Skepsis. Die KI-Story bekommt zunehmend Risse, nachdem OpenAI seine Umsatzprognosen gesenkt hat. Damit rückt eine Frage wieder stärker in den Mittelpunkt, die während der Rally lange in den Hintergrund gedrängt wurde: Wann werden sich die gewaltigen Milliardeninvestitionen in Rechenzentren und KI-Infrastruktur tatsächlich auszahlen?“, so der Marktanalyst weiter.
Die Anleger begännen zunehmend, zwischen dem technologischen Potenzial der künstlichen Intelligenz und ihrer wirtschaftlichen Rentabilität zu unterscheiden. „Der KI-Boom muss deshalb nicht vorbei sein, aber die Zeit der nahezu grenzenlosen Vorschusslorbeeren könnte es sein. Gerade bei den hoch bewerteten Halbleiterunternehmen und Hyperscalern wächst damit das Enttäuschungspotenzial“, so Lipkow.
„Neue Impulse könnten heute die Quartalszahlen von Delta Air Lines und das US-Konsumklima der Universität Michigan liefern. Entscheidend bleiben allerdings die Energiepreise und Anleiherenditen. Eine Stabilisierung allein reicht noch nicht für eine neue Aktienrally, sie könnte aber zumindest den Verkaufsdruck begrenzen. Für den Dax zeichnet sich zum Wochenschluss aus technischer Sicht eine Handelsspanne zwischen 24.900 und 25.200 Punkten ab“, so der Marktanalyst.
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Freitagmorgen etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1231 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8904 Euro zu haben.
Der Goldpreis konnte deutlich profitieren, am Morgen wurden für eine Feinunze 4.195 US-Dollar gezahlt (+1,6 Prozent). Das entspricht einem Preis von 120,09 Euro pro Gramm.
Der Ölpreis sank unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 103,30 US-Dollar, das waren 97 Cent oder 0,9 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.
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Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Andreas Lipkow
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
CMC Markets, OpenAI, Delta Air Lines, Universität Michigan
Wann ist das Ereignis passiert?
Das Ereignis fand am Freitagmorgen statt (börslich: gegen 9:40 Uhr bzw. auch gegen 9 Uhr deutscher Zeit). Kein konkretes Datum wird im Text genannt.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Frankfurt/Main (Frankfurter Börse), Wall Street, asiatische Börsen, USA (Delta Air Lines, US-Konsumklima der Universität Michigan).
Worum geht es in einem Satz?
Der Dax ist am Freitagmorgen mit rund 0,6 Prozent im Plus gestartet, während Anleger vor allem wegen möglicher Stabilisierung bei Energie- und Anleihemärkten hoffen, gleichzeitig aber angesichts anhaltender Gewinnmitnahmen, insbesondere im Tech- und KI-Sektor, sowie anstehenden US-Konjunkturdaten und Unternehmenszahlen wie von Delta Air Lines vorsichtig bleiben.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Hoffnung auf Stabilisierung an den Energie- und Anleihemärkten
- Brent verharrt bei rund 106 Dollar
- Staatsanleihen könnten ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht haben
- Gewinnmitnahmen an der Wall Street und in Asien
- Skepsis im Technologiesektor wegen gesenkter Umsatzprognosen von OpenAI
- Frage nach der wirtschaftlichen Rentabilität der Milliardeninvestitionen in Rechenzentren und KI-Infrastruktur
- Zeitweise Enttäuschungsrisiken bei hoch bewerteten Halbleiterunternehmen und Hyperscalern
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Keine Reaktionen von Politik, Öffentlichkeit oder Medien beschrieben
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Stabilisierungserwartungen für Energie- und Anleihemärkte
- Erwartung, dass Staatsanleihen ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht haben könnten
- Fortgesetzte Skepsis an den Aktienmärkten, insbesondere im Technologiesektor
- Neubewertung der wirtschaftlichen Rentabilität von KI-Investitionen
- Enttäuschungspotenzial bei hoch bewerteten Halbleiterunternehmen und Hyperscalern
- Möglichkeit, dass Verkaufsdruck an den Aktienmärkten begrenzt wird
- Erwartung einer anhaltenden Bedeutung von Energiepreisen und Anleiherenditen für die weitere Kursentwicklung
- Technische Begrenzung der möglichen Kursbewegungen für den Dax durch eine wahrscheinliche Handelsspanne
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja. Es wird eine Stellungnahme von Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, zitiert.
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