Dax startet mit angezogener Handbremse in die Handelswoche

Dax startet mit angezogener Handbremse in die Handelswoche

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Wirtschaft in Frankfurt: Märkte zum Wochenstart

Frankfurt/Main () – Der Dax ist am Montagmorgen verhalten in die Handelswoche gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 25.205 Punkten berechnet, 0,1 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag.

„Die Anleger werden heute Morgen mit einem Kontrastprogramm aus Licht und Schatten konfrontiert“, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. „Während aus den USA und Asien positive Signale kommen, bleiben die Belastungsfaktoren in Europa hartnäckig.“

„Die asiatischen Aktienmärkte konnten die positiven Vorgaben der Wall Street in Kursgewinne umsetzen. Vor allem Technologieaktien waren gefragt. Die schwachen US-Arbeitsmarktdaten vom Freitag haben die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinserhöhung der Fed deutlich reduziert. Davon profitierten auch US-Staatsanleihen, deren Renditen wieder etwas nachgaben.“

„In Europa dagegen bleiben vor allem die hohen Renditen französischer Staatsanleihen ein Belastungsfaktor. Sie spiegeln das Misstrauen der Anleger gegenüber der französischen Fiskalpolitik und der hohen Staatsverschuldung wider. Gleichzeitig halten die hohen die Inflationssorgen am Leben und belasten über steigende Benzinpreise zunehmend den privaten Konsum. Damit fehlt dem europäischen Aktienmarkt weiterhin die entscheidende Entlastung.“

„Etwas könnte zum Wochenauftakt in die Automobilwerte kommen. Neue Absatzzahlen im Elektrofahrzeugsegment deuten auf eine Erholung hin und könnten insbesondere den europäischen Herstellern zumindest kurzfristig Rückenwind verleihen. Ob daraus mehr als eine sektorale Bewegung entsteht, muss sich allerdings erst zeigen.“

Der Dax sitze damit weiterhin zwischen den Stühlen. „Sinkende US-Renditen und starke Technologieaktien liefern Rückenwind, hohe europäische Renditen und Energiepreise treten gleichzeitig auf die Bremse. Für einen nachhaltigen Ausbruch braucht es deshalb mehr als gute Vorgaben von der Wall Street. Der Wochenauftakt in Frankfurt dürfte entsprechend mit angezogener Handbremse verlaufen“, sagte Lipkow.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Montagmorgen schwächer: Ein kostete 1,1190 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8937 Euro zu haben.

Der Goldpreis konnte profitieren, am Morgen wurden für eine Feinunze 4.152 US-Dollar gezahlt (+0,2 Prozent). Das entspricht einem von 119,30 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis sank unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Montagmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 101,50 US-Dollar, das waren 72 Cent oder 0,7 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

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Text-/Bildquelle:
Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis:
Anzeigetafel in der Frankfurter

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Andreas Lipkow

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

CMC Markets, Fed, Wall Street, Wall Street, dts Nachrichtenagentur

Wann ist das Ereignis passiert?

Montagmorgen (am Wochenauftakt / gegen 9:30 Uhr bzw. gegen 9:00 Uhr deutscher Zeit).

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Frankfurt/Main (Frankfurter Börse), Europa (insbesondere Frankreich)

Worum geht es in einem Satz?

Der DAX ist am Montagmorgen mit etwa 25.205 Punkten verhalten gestartet, weil positive Signale aus den USA und Asien zwar Rückenwind geben (u. a. sinkende US-Renditen), in Europa jedoch hohe französische Staatsanleiherenditen sowie Energie- und Inflationssorgen den Markt bremsen.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • schwache US-Arbeitsmarktdaten vom Freitag, die die Wahrscheinlichkeit weiterer Zinserhöhungen der Fed reduziert haben
  • hohe Renditen französischer Staatsanleihen wegen Misstrauen gegenüber französischer Fiskalpolitik und hoher Staatsverschuldung
  • hohe Energiepreise und dadurch fortbestehende Inflationssorgen, die den privaten Konsum belasten über steigende Benzinpreise
  • neue Absatzzahlen im Elektrofahrzeugsegment deuten auf eine Erholung hin

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Keine Reaktion von Politik, Öffentlichkeit oder Medien beschrieben
  • Nur Marktkommentare von Analysten zu Aktien, Renditen, Euro, Gold und Öl

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Erhöhte Belastung für europäische Aktienmärkte durch hohe Renditen französischer Staatsanleihen
  • Fortbestehende Inflationssorgen durch hohe Energiepreise, mit Belastung für den privaten Konsum
  • Fehlende entscheidende Entlastung für einen nachhaltigen Börsenanstieg in Europa
  • Erhöhte Volatilität bzw. gedämpfte Dynamik zum Wochenauftakt, da positive Vorgaben aus den USA und Asien von europäischen Faktoren ausgebremst werden
  • Gegenwind für einen nachhaltigen Ausbruch des Dax durch das Zusammenspiel aus sinkenden US-Renditen und hohen europäischen Renditen sowie Energiepreisen
  • Ausrichtung auf Automobilwerte möglich, mit kurzfristigem Rückenwind durch neue Absatzzahlen im Elektrofahrzeugsegment
  • Wechselkursdruck auf den Euro, da der Euro gegenüber dem US-Dollar schwächer notierte

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja. Es wird eine Stellungnahme von Andreas Lipkow (Chef-Marktanalyst bei CMC Markets) zitiert („sagte Andreas Lipkow …“).

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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