Wirtschaft in Düsseldorf: Galeria insolvent
Berlin () – Die Linke fordert angesichts der erneuten Insolvenz der Kaufhauskette Galeria einen Schutzschirm für die Beschäftigten.
„Die Verantwortlichen müssen jetzt endlich ein tragfähiges Konzept auf den Tisch legen, das Arbeitsplätze sichert und den Filialen eine Zukunft gibt“, sagte Parteichefin Ines Schwerdtner dem Nachrichtenportal T-Online. „Noch mehr Personalabbau und die schleichende Verwahrlosung der Häuser sind kein Sanierungskonzept, sondern ein Weg in die nächste Krise.“
Die Linken-Parteichefin sagte weiter: „Für die 12.000 Beschäftigten ist die erneute Insolvenz eine Hiobsbotschaft. Viele von ihnen kämpfen seit Jahren um ihre Arbeitsplätze, haben auf Geld verzichtet und eine Sanierung nach der anderen mitgetragen.“ Sie dürften nun nicht diejenigen sein, die für die Krise bezahlen. „Ein Blankoscheck für Bernd Beetz und NRDC kommt nicht infrage. Es braucht zuallererst einen Schutzschirm für die Beschäftigten, nicht für die Eigentümer“, so Schwerdtner. „Es ist doch niemandem mehr vermittelbar, dass Gewinne privatisiert werden, während bei Verlusten die Beschäftigten verzichten und der Staat einspringen soll. Dieses Spiel muss ein Ende haben.“
Die angeschlagene Warenhauskette Galeria hat beim Amtsgericht Düsseldorf die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Der Geschäftsbetrieb in den 83 Filialen soll vorerst weiterlaufen, teilte das Unternehmen mit. Es ist nach 2020, 2022 und 2024 der vierte Insolvenzantrag innerhalb von sechs Jahren. Zahlreiche Filialen wurden infolge der zurückliegenden Verfahren geschlossen, trotz Staatshilfen in Höhe von mehreren Hundert Millionen Euro. Seit Sommer 2024 gehört Galeria der US-Investmentgesellschaft NRDC und einer Beteiligungsfirma des Unternehmers Bernd Beetz.
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Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
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Galeria Kaufhof (Archiv)
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Ines Schwerdtner, Bernd Beetz
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Die Linke, Kaufhauskette Galeria, T-Online, Bernd Beetz, NRDC, Amtsgericht Düsseldorf, Galeria Kaufhof, US-Investmentgesellschaft NRDC, Staat, Unternehmen
Wann ist das Ereignis passiert?
Datum/Zeitraum: Nicht erwähnt.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin, Düsseldorf
Worum geht es in einem Satz?
Die Linke fordert nach dem erneuten Insolvenzverfahren von Galeria Kaufhof einen Schutzschirm für die Beschäftigten, statt weiterer Stellenkürzungen, und kritisiert, dass Gewinne privatisiert und bei Verlusten Staat und Arbeitnehmer einspringen sollen.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- erneuter Insolvenzantrag der angeschlagenen Warenhauskette Galeria beim Amtsgericht Düsseldorf
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Die Linke fordert einen Schutzschirm für die Beschäftigten als Reaktion auf die erneute Insolvenz
- Parteichefin Ines Schwerdtner kritisiert, dass es bisher kein tragfähiges Konzept zur Sicherung von Arbeitsplätzen und Filial-Zukunft gebe
- Sie wendet sich gegen weiteres Stellenabbau und die weitere Verwahrlosung der Häuser als „Weg in die nächste Krise“
- Schwerdtner fordert, dass Beschäftigte nicht für die Krise bezahlen sollen
- Sie kritisiert einen möglichen „Blankoscheck“ für Eigentümer (Bernd Beetz und NRDC) und verlangt stattdessen Unterstützung zuerst für Beschäftigte
- Sie bezeichnet es als nicht vermittelbar, dass Gewinne privatisiert würden, während bei Verlusten Beschäftigte verzichten und der Staat einspringen soll
- Kein weiterer Beitrag von anderen Parteien, Öffentlichkeit oder Medien wird im Text genannt
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Beschäftigungssicherung und Arbeitsplatzschutz durch einen Schutzschirm für die Beschäftigten
- Vermeidung weiterer Personalabbau als Folge falscher Sanierungsmaßnahmen
- Stoppen der schleichenden Verwahrlosung der Filialen
- Absicherung der Zukunft der Filialen durch ein tragfähiges Konzept
- Keine Übernahme der Krisenkosten durch die Beschäftigten trotz jahrelanger Verzichte
- Abwendung von Finanzhilfen und Blankoschecks für Eigentümer und beteiligte Unternehmen zugunsten der Beschäftigten
- Forderung nach einem staatlich unterstützten Modell, das nicht auf Verlusten durch Beschäftigtenverzicht basiert
- Ende eines Systems, bei dem Gewinne privatisiert und Verluste sozialisiert werden
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja — Parteichefin Ines Schwerdtner (Die Linke) wird mit ihrer Stellungnahme gegenüber dem Nachrichtenportal T-Online zitiert.
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