Doro Pesch schildert Flucht zu Obdachlosen in New York

Doro Pesch schildert Flucht zu Obdachlosen in New York

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Gesellschaft: Doro Pesch über New Yorks 80er Jahre

() – Die deutsche Metal-Sängerin Doro Pesch spricht über schwierige Erfahrungen während ihrer Zeit in in den 1980er-Jahren. Die Plattenfirma habe ihr damals einen persönlichen Coach zur Seite gestellt, der ihren Tagesablauf streng kontrolliert habe, sagte Pesch der „Welt“ und dem „Rolling Stone“.

„Sie war ein richtiger Schleifer“, sagte Pesch über den Coach. „Die war da, die hat mich gequält. Da musste ich also jeden Morgen um halb sieben tanzen. Und dann wurde erst mal so stundenlang Sport gemacht.“ Rauchen durfte sie nach eigener Schilderung nicht mehr, beim habe es „nur noch Salat“ gegeben. „Es war die Hölle. Es war die Hölle“, sagte Pesch.

Pesch war zu dieser Zeit mit ihrer Band Warlock auf dem Weg zum internationalen . In New York entstand das Album „Triumph and Agony“, das zum größten Erfolg der Band wurde. Die Vorgaben der Plattenfirma hätten für sie jedoch im Widerspruch zu ihrem Verständnis von Heavy Metal gestanden. „Ich wollte einfach meine machen“, sagte Pesch. „Metal war für mich auch immer Freiheit.“

Die Belastung sei schließlich so groß geworden, dass sie zeitweise aus ihrem Alltag geflohen sei. „Ich war manchmal so mit den Nerven runter“, sagte Pesch. „Dann hatte ich manchmal so die Nase voll, bin einfach abgehauen und habe die Nächte in den U-Bahnen verbracht mit den Obdachlosen.“

Um als junge Frau nicht erkannt zu werden, habe sie einen Hoodie über den Kopf gezogen und sich einen kleinen Schnurrbart ins Gesicht gemalt. Bei den Obdachlosen habe sie sich sicher und aufgenommen gefühlt. „Die waren so lieb, die ganzen Obdachlosen.“ Gemeinsam habe man darüber gesprochen, wo man Essen bekommen, sich waschen und sich im kalten New Yorker Winter aufwärmen könne.

Pesch berichtete auch über eine schwere Erkrankung in ihrer Jugend. Im Alter von etwa 14 oder 15 Jahren sei sie nach eigener Schilderung an Lungentuberkulose im Endstadium erkrankt und in eine Klinik eingewiesen worden. Die dortigen Zustände beschreibt sie drastisch. „Es war wie in so einem rumänischen Kinderheim. Die Leute wurden da angebunden, es war ein Gitter vor dem Fenster und ich dachte, ich sterbe. Ich wusste, ich sterbe.“

Pesch zufolge wurde sie dort mit Medikamenten ruhiggestellt. Ihre persönlichen Sachen seien unter anderen Patientinnen aufgeteilt worden. Schließlich habe ihre Mutter sie gegen den Widerstand von Ärzten und Pflegepersonal aus der Klinik geholt. Erst als ihre Mutter damit gedroht habe, an die Presse zu gehen, habe man beide ziehen lassen. „Auf einmal haben alle meine Mom nicht mehr festgehalten, mich nicht mehr festgehalten und haben uns dann rennen lassen.“

Ihre Mutter habe sie anschließend in ein anderes Krankenhaus gebracht, wo Pesch nach eigener Erinnerung rund neun Monate behandelt wurde. Dort habe sie einen Entschluss gefasst: „Wenn ich da jemals lebend rauskomme, dann mache ich was mit meinem Leben, dann möchte ich Menschen glücklich machen.“ Zwei Wochen nach ihrer Entlassung gründete Pesch nach eigener Aussage ihre erste Band.

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Text-/Bildquelle:
Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis:
Obdachlose in den USA am Times Square

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Doro Pesch, Doro Pesch, Pesch, Doro Pesch

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Doro Pesch, Warlock, Plattenfirma, „Welt“, „Rolling Stone“, Times Square, dts Nachrichtenagentur, New York, U-Bahnen, Obdachlose, Klinik, Presse, Ärzte und Pflegepersonal, Rumänisches Kinderheim, Mutter, anderes Krankenhaus, Menschen

Wann ist das Ereignis passiert?

Zeitraum/Datum des beschriebenen Ereignisses: 1980er-Jahre (Zeit in New York).

Wo spielt die Handlung des Artikels?

New York, New York (USA), Times Square, New York (U-Bahn-Untwerg/Nächte in den U-Bahnen), New Yorker Winter, Rumänien (rumänisches Kinderheim)

Worum geht es in einem Satz?

Doro Pesch berichtet, dass sie in den 1980er-Jahren in New York von einem strengen Coach und rigiden Plattenfirma-Vorgaben gequält wurde, zeitweise weglief und unter anderem mit Obdachlosen Kontakt hatte, sowie von ihrer Jugend-Erkrankung an Lungentuberkulose, aus der sie nach Monaten Behandlung entschlossen hervorging, ihr Leben der Musik und dem Glücklichmachen anderer zu widmen.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Die Plattenfirma stellte ihr in New York einen persönlichen Coach zur Seite, der ihren Tagesablauf streng kontrollierte
  • Rauchen durfte sie nicht mehr und beim Essen gab es nur noch Salat
  • Die Belastung durch die Vorgaben der Plattenfirma wurde so groß, dass sie zeitweise aus ihrem Alltag geflohen ist
  • Sie musste jeden Morgen um halb sieben tanzen und stundenlang Sport machen
  • Sie fühlte sich mit den Vorgaben im Widerspruch zu ihrem Verständnis von Heavy Metal und wollte stattdessen ihre Musik machen
  • Sie war zeitweise so mit den Nerven unten, dass sie nachts in den U-Bahnen bei Obdachlosen Zuflucht suchte

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Es wird keine Reaktion von Politik, Öffentlichkeit oder Medien auf diese Aussagen beschrieben

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Strenge Kontrolle des Tagesablaufs und damit verbundene psychische Belastung
  • Aufgabe von Gewohnheiten wie Rauchen
  • Stark eingeschränkte Ernährung mit einseitiger Kost
  • Dauerhafte Überforderung durch die Anforderungen der Plattenfirma
  • Zeitweiliges Weglaufen und Verlust von Alltagsstruktur
  • Schlafen und Nächte in den U-Bahn-Zügen als Bewältigungsstrategie
  • Gefahr, nicht erkannt zu werden, durch Verkleidung und Veränderung des Erscheinungsbilds
  • Belastende Erinnerung an drastische Zustände in einer Klinik
  • Ruhigstellung mit Medikamenten
  • Entzug bzw. Umverteilung persönlicher Gegenstände
  • Konflikt um die Entlassung gegen den Widerstand von Ärzten und Pflegepersonal
  • Langwierige Behandlung in einem weiteren Krankenhaus
  • Entschluss zur Selbstverwirklichung nach der überstandenen Erkrankung
  • Gründung einer ersten Band als Folge des gefassten Lebensentschlusses

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja. Doro Pesch wird mit mehreren Zitaten und einer Reaktion in dem Artikel direkt angeführt.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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