Wirtschaft: VW und autonomes Fahren in Wolfsburg
Wolfsburg () – Volkswagen will seinen Rückstand beim autonomen Fahren offenbar mithilfe des britischen Start-ups Wayve aufholen. Wie der „Spiegel“ unter Berufung auf drei Insider berichtet, hat sich das KI-Unternehmen aus London unter anderem gegen den wertvollsten Konzern der Welt durchgesetzt: den KI-Chiphersteller Nvidia.
Der hatte sich ebenfalls um den Auftrag beworben, die Fahrerassistenzsysteme von VW-Konzernmarken wie Audi oder Porsche auf Augenhöhe mit denen von Tesla oder Mercedes zu bringen. Den Insidern zufolge ließ VW im August bei einer Testfahrt in einer süddeutschen Großstadt das Start-up Wayve, Nvidia und rund ein Dutzend weitere Anbieter von Software für autonomes Fahren gegeneinander antreten. Dabei soll das Angebot von Wayve sowohl technisch als auch finanziell überzeugt haben.
Für VW drängt die Zeit. Fahrerassistenten, die in europäischen Großstädten sicher die Spur wechseln und praktisch ohne Eingriff des Fahrers von Tür zu Tür navigieren können, setzen sich zunehmend durch. Teslas „Full Self-Driving“ ist bereits in den Niederlanden und Tschechien zugelassen, hierzulande prüft das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) das System derzeit. Ähnlich wie Tesla setzt auch Wayve auf eine Ende-zu-Ende-KI, die mit Unmengen an Daten trainiert wurde. Im Gegensatz zu Ansätzen von VWs bisherigen Partnern soll das System eher in der Lage sein, ähnlich wie ein Mensch zu fahren.
VWs europäische KI-Allianz mit den Briten ersetzt ein Bündnis der hauseigenen Softwareeinheit Cariad mit dem Autozulieferer Bosch. Dies hatten die Wolfsburger im Juni aufgekündigt. Für Cariad ist die Vorentscheidung für Wayve dennoch ein positives Signal. Das Start-up soll den VW-eigenen Entwicklern lediglich die KI-Software liefern. Diese soll Cariad in die bislang mit Bosch entwickelte technische Lösung aus Halbleitern, Sensoren und Software integrieren. Von Nvidia hätte VW dagegen das komplette Selbstfahrsystem eingekauft. „Dann hätten 1.000 Leute bei Cariad keine Arbeit mehr gehabt“, sagte ein Verantwortlicher.
Nun soll das Einkaufsressort von Audi einen Vertrag mit den Briten aushandeln. Das macht manche im Konzern stutzig: Audi-Chef Gernot Döllner gilt als Verfechter der Nvidia-Variante und Kritiker von Cariad. Trotzdem wird er auch beim Bündnis mit Wayve eine zentrale Rolle spielen: Für Audi ist das Thema Fahrerassistenz im Wettbewerb mit BMW und Mercedes entscheidend.
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du gut in Tic Tac Toe? 👍
Spielername und geheimes Wort gehören zusammen. Das Captcha wird nur beim ersten autorisierten Spiel für diese Kombination in diesem Browser abgefragt.
Top 3
| Platz | Name | Punkte | Siege |
|---|---|---|---|
| Lade Rangliste ... | |||
Text-/Bildquelle: |
Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
Bildhinweis: |
VW-Werk (Archiv)
|
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Friedrich der Große, Vladimir Putin, Tesla, Mercedes, Volkswagen, Nvidia, Wayve, Cariad, Bosch, Gernot Döllner, Audi, BMW, Microsoft
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Volkswagen, Wayve, Nvidia, Audi, Porsche, Tesla, Mercedes-Benz, Spiegel, Kraftfahrt-Bundesamt (KBA), Cariad, Bosch, BMW, Gernot Döllner, Audi
Wann ist das Ereignis passiert?
August (Testfahrt in einer süddeutschen Großstadt; VW ließ dort im August u. a. Wayve und Nvidia gegeneinander antreten).
(Weitere Zeitangabe im Text: Juni – „im Juni“ wurde die Zusammenarbeit Cariad/Bosch aufgekündigt.)
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Wolfsburg, süddeutsche Großstadt
Worum geht es in einem Satz?
Laut einem Bericht prüft Volkswagen offenbar das britische KI-Start-up Wayve, um seinen Rückstand beim autonomen Fahren gegenüber der Konkurrenz – statt einer Nvidia-Lösung – aufzuholen und dafür mit dessen Ende-zu-Ende-Software in die bisherige technische Lösung von Cariad zu integrieren.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Vergleich mehrerer Anbieter bei einer Testfahrt im August in einer süddeutschen Großstadt
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Stutzig machen innerhalb des Konzerns manche wegen der Rolle von Audi-Chef Gernot Döllner und seiner früheren Haltung zur Nvidia-Variante
- Cariad wertet die Entscheidung zugunsten von Wayve als positives Signal für das Unternehmen
- Zeitdruck wird im Artikel als Grund genannt, warum VW beim autonomen Fahren reagieren muss
- Für Audi wird die Fahrerassistenz als entscheidend im Wettbewerb mit BMW und Mercedes dargestellt
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Verbesserte Wettbewerbsfähigkeit der Fahrerassistenzsysteme gegenüber Tesla und Mercedes
- Beschleunigung des technologischen Aufholprozesses beim autonomen Fahren
- Zunehmende Marktdurchdringung von Systemen, die in Großstädten praktisch ohne Fahrer-Eingriffe navigieren
- Reduzierung bzw. Umstrukturierung von Aufgaben innerhalb der Softwareeinheit Cariad durch stärkere Rolle eines externen KI-Partners
- Stärkung der Position von Audi im Wettbewerb mit BMW und Mercedes im Bereich Fahrerassistenz
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Nein.
- Durchschnittsalter in Thüringen liegt bei 48,2 Jahren - 1. Oktober 2026
- Pedelecfahrerin in Bocholt schwer verletzt - 1. Oktober 2026
- Pedelec-Fahrer stürzt in Bad Salzuflen und wird schwer verletzt - 1. Oktober 2026

