Fußball & Gesellschaft: Klopp, Gündogan und Social Media
Berlin () – Der frühere Nationalmannschaftskapitän Ilkay Gündogan hat über seine Erfahrungen mit dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp während ihrer gemeinsamen Zeit bei Borussia Dortmund gesprochen. „Jürgen hat mir mal einen Einlauf verpasst“, sagte Gündogan der Wochenzeitung „Die Zeit“. Er sei aus Klopps Sicht zu spät am Trainingsgelände gewesen, um zum Physio zu gehen. „Da kam er ins Zimmer gestürmt, schrie mich an, knallte die Tür“, so der frühere Nationalmannschaftskapitän weiter.
Klopp habe sich jedoch schnell wieder gefangen. „Eine halbe Stunde später nahm er mich in den Arm und erklärte mir, warum er so streng war. Dann hat er sich entschuldigt. Eigentlich hatte er recht“, so Gündogan. Seine impulsive Art hätten die Spieler akzeptiert: „ehrlich, direkt, sympathisch. Kein Trainer ist so authentisch wie er.“
Trotz des enttäuschenden Starts von Klopp als Bundestrainer stellt sich Gündogan hinter seinen früheren Coach. „Ich bin trotzdem froh, dass Jürgen Bundestrainer ist. Er hat auch Liverpool und Dortmund am Boden übernommen und zu Titeln geführt.“ Allerdings werde es „ein harter Weg für die Spieler“. Deutschland sei derzeit schwächer besetzt als die internationale Konkurrenz. „Spanien, Frankreich oder England sind besser besetzt. Das ist nun mal die Realität, kann aber keine Begründung für ein Ausscheiden vor dem Achtelfinale bei großen Turnieren sein“, so der ehemalige Nationalmannschaftskapitän.
Deutliche Kritik übte er am Umgang jüngerer Profis mit sozialen Medien. Manche Spieler googelten in der Halbzeit ihren eigenen Namen. „Lob in der Öffentlichkeit ist manchen wichtiger als das des Trainers oder das der Kollegen. Das kann sehr gefährlich sein“, sagte Gündogan. Social-Media-Aktivitäten beschleunigten aus seiner Sicht den Individualismus im Fußball.
Nach dem Ende seiner Spielerkarriere will Gündogan selbst auf die Trainerbank wechseln. „Ja, ich würde gerne als Trainer arbeiten. Ich habe erlebt, was Trainer bewirken können.“ Den entscheidenden Anstoß habe Pep Guardiola gegeben: „Letztlich hat mein ehemaliger Coach Pep Guardiola den Gedanken in mich gepflanzt. In seiner Rolle habe ich meine künftige erkannt“, sagte Gündogan der Wochenzeitung „Die Zeit“.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Ilkay Gündogan, Jürgen Klopp, Pep Guardiola
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
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Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin, Borussia Dortmund
Worum geht es in einem Satz?
Ilkay Gündogan erzählt in einem Interview, dass Jürgen Klopp ihm bei Borussia Dortmund wegen Verspätung zuerst streng begegnete, sich aber später entschuldigte und schnell Vertrauen gewann, und fordert zugleich einen verantwortungsbewussteren Umgang junger Profis mit sozialen Medien, während er selbst mittelfristig Trainer werden möchte.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Gündogan sei aus Klopps Sicht zu spät am Trainingsgelände gewesen, um zum Physio zu gehen
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- keine Reaktionen von Politik, Öffentlichkeit oder Medien beschrieben
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Die Spieler akzeptierten Klopps impulsive und strenge Art
- Klopp wurde als fähig wahrgenommen, Teams zu stabilisieren und zu Titeln zu führen
- Der Weg zur Leistungssteigerung wurde als besonders anspruchsvoll eingeschätzt
- Deutschland wurde als im internationalen Vergleich schwächer besetzt eingeordnet
- Soziale Medien wurden als möglicher Treiber von Individualismus im Fußball kritisiert
- Der Fokus einzelner Spieler auf öffentliche Aufmerksamkeit statt auf Team und Trainer wurde als gefährlich bewertet
- Jüngere Profis könnten dadurch stärker in ihrer Selbstwahrnehmung verfangen werden
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja – es werden Aussagen von Ilkay Gündogan zitiert (z. B. über Jürgen Klopp und den Umgang mit Social Media).
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