Papier beklagt Lücke im Grundgesetz bei Einbürgerungen

Papier beklagt Lücke im Grundgesetz bei Einbürgerungen

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Politik: Staatsangehörigkeitsrecht in Osnabrück

() – Zum 75. Geburtstag des Bundesverfassungsgerichts beklagt dessen ehemaliger Präsident Hans-Jürgen eine Leerstelle im Grundgesetz beim Staatsangehörigkeitsrecht. Der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte Papier, das Volk sei Träger der Staatsgewalt in Deutschland.

Doch wie werde bestimmt, wer zum deutschen Volk gehöre und wer die deutsche Staatsbürgerschaft könne? Dazu schweige das Grundgesetz weitestgehend.

In der Folge könnten „einfache politische Mehrheiten“ nach Belieben verändern, wer deutscher Staatsbürger werden kann. Papier weiter gegenüber der „Neuen Osnabrücker Zeitung“: „Das beklage ich sehr, das habe ich immer als Grundgesetzlücke gefunden. So gut das Grundgesetz auch ist: In der Staatsbürgerschaftsfrage schweigt es leider.“

Papier selbst findet, die Verleihung der deutschen Staatsbürgerschaft sollte eher am erfolgreichen Ende einer Integration stehen, nicht, wie zuletzt, eher am Anfang.

Politischen , sogenannte „Turbo-Einbürgerungen“ rückwirkend zu revidieren, erteilte der Verfassungsrechtler jedoch eine klare Absage: „Man kann nicht jede politische Entscheidung in Fragen der Einbürgerung rückwirkend revidieren – auch wenn man sie für falsch hält.“

Ein Verwaltungsakt könne grundsätzlich nur bei Rechtsfehlern rückgängig gemacht werden, da kein Deutscher staatenlos werden dürfe.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Hans-Jürgen Papier

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Bundesverfassungsgericht, Hans-Jürgen Papier, Grundgesetz, deutsche Volk, Staatsangehörigkeitsrecht, deutsche Staatsbürgerschaft, Neue Osnabrücker Zeitung, Verwaltungsakt.

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Osnabrück

Worum geht es in einem Satz?

Hans-Jürgen Papier beklagt zum 75. Geburtstag des Bundesverfassungsgerichts eine Grundgesetzlücke beim Staatsangehörigkeitsrecht, weil einfache Mehrheiten nach Belieben verändern könnten, wer deutscher Staatsbürger werden kann, und spricht sich zugleich gegen rückwirkende „Turbo-Einbürgerungen“ aus.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Schweigen des Grundgesetzes weitestgehend zum Staatsangehörigkeitsrecht bzw. zur Bestimmung, wer zum deutschen Volk gehört und wer die deutsche Staatsbürgerschaft erlangen kann

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Keine Reaktionen von Politik oder Öffentlichkeit beschrieben
  • Keine Reaktionen der Medien beschrieben

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Es könnten politische Mehrheiten nach Belieben verändern, wer deutsche Staatsbürger werden kann
  • Es bestehe die Gefahr einer Grundgesetzlücke im Staatsangehörigkeitsrecht
  • Die Einbürgerung könne zu früh am Anfang und nicht erst am erfolgreichen Ende einer Integration erfolgen
  • Verwaltungsakte zur Staatsbürgerschaft könnten grundsätzlich nur bei Rechtsfehlern rückgängig gemacht werden
  • Rückwirkende Revision politischer Entscheidungen zu Einbürgerungen sei ausgeschlossen

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja — Hans-Jürgen Papier wird mit mehreren wörtlichen Stellungnahmen („…sagte Papier…“, „…weiter gegenüber…“ und weitere Zitate) zitiert.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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