Berlin: Rückzug aus der Olympia-Bewerbungspolitik
Berlin () – Der Berliner Senat plant laut Medienberichten, seine Bewerbung um die Ausrichtung Olympischer Spiele zurückzuziehen. Die Fraktion Die Linke im Abgeordnetenhaus von Berlin teilte am Mittwoch mit, dass ihr Vorsitzender Tobias Schulze das Scheitern der Olympiabewerbung vor allem dem schwarz-roten Senat zurechnet.
Der Rückzug Berlins aus dem Bewerbungsverfahren sei der folgerichtige Schritt angesichts des Berichts der Evaluierungskommission des DOSB. Wenn diese das Konzept des Senats mit deutlichem Abstand auf den dritten Platz verweise, müsse der Senat vor allem die eigene Arbeit hinterfragen, statt mit Fingern auf andere zu zeigen. Am Wahlergebnis einen Tag zuvor könne es jedenfalls nicht liegen.
Schulze erklärte weiter, die Linke bleibe dabei: Angesichts eines von CDU und SPD hinterlassenen Haushaltsdefizits von mehreren Milliarden Euro, das eine neue Koalition zu schließen habe, passe Olympia nicht in die Zeit.
Berlin könne sich Olympia schlicht nicht leisten, zumindest nicht, ohne weitere Einsparungen im Breitensport, bei Kultur oder im Sozialbereich umsetzen zu müssen.
Stattdessen setze seine Fraktion auf die Vision einer bezahlbaren Metropole für alle. Sie setze auf eine Stadt, die ihre 4.500 Sportstätten in Schuss halte, statt für viel Geld 80 davon auf olympisches Niveau zu bringen und goldene Pfade und Brücken zu installieren.
Sie setze auf eine Stadt, die Milliarden in den sozialen Wohnungsbau stecke statt in ein vierwöchiges Großereignis.
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Konzept für Olympia-Bewerbung wird vorgestellt (Archiv)
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Tobias Schulze
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Berliner Senat, Medienberichten, Die Linke, Abgeordnetenhaus von Berlin, Tobias Schulze, schwarz-roter Senat, DOSB, CDU, SPD, Fraktion Die Linke, Evaluierungskommission, Breitensport, Kultur, Sozialbereich, Sozialer Wohnungsbau
Wann ist das Ereignis passiert?
Zeitraum/Datum: „am Mittwoch“ (ohne genaues Datum).
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Laut Medienberichten plant der Berliner Senat, seine Olympiabewerbung zurückzuziehen, wobei die Linksfraktion dies dem „schwarz-roten“ Senat anlastet und Olympia angesichts des Haushaltsdefizits sowie fehlender Leistbarkeit ablehnt.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Bericht der Evaluierungskommission des DOSB mit deutlichem Abstand auf den dritten Platz
- Haushaltsdefizit von mehreren Milliarden Euro durch CDU und SPD, das eine neue Koalition zu schließen habe
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Medienberichte: Rückzug der Berliner Bewerbung wird als Reaktion auf den Evaluierungsbericht des DOSB eingeordnet
- Reaktion der Öffentlichkeit wird nicht beschrieben
- Politikreaktionen außerhalb der Linke werden nicht beschrieben
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Zurückziehen der Olympiabewerbung Berlins aus dem Bewerbungsverfahren
- Überdenken und Hinterfragen der eigenen Senatsarbeit nach der Einschätzung der Evaluierungskommission des DOSB
- Kein Fortschreiten der Olympiaplanungen aufgrund angespannter Haushaltslage
- Notwendigkeit weiterer Einsparungen in Bereichen wie Breitensport, Kultur oder Sozialbereich, falls Olympia dennoch umgesetzt würde
- Fokus der Politik auf das Ziel einer bezahlbaren Metropole für alle
- Fortführung und Instandhaltung der bestehenden Sportstätten statt Umrüstung eines Teils auf olympisches Niveau
- Verzicht auf zusätzliche Ausgaben für aufwendige olympische Infrastruktur wie goldene Pfade und Brücken
- Priorisierung von Investitionen in sozialen Wohnungsbau statt Finanzierung eines Großereignisses
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja — der Artikel zitiert eine Stellungnahme von Tobias Schulze (Fraktionsvorsitzender der Fraktion Die Linke) sowie die Position seiner Fraktion.
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