Politik in Russland: Parlament am Wahlprüfstand
Berlin/Moskau () – Die deutsche Bundesregierung ist skeptisch, dass bei der heute in Russland startenden Parlamentswahl alles mit rechten Dingen zugeht. „Wir müssen uns leider wieder auf Ergebnisse eines inszenierten Wahlrituals einstellen“, sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes am Freitag auf Anfrage der .
Sie deutete an, dass die Bundesregierung die Wahl in Russland beobachtet und in der kommenden Woche dazu Stellung nehmen nimmt. Westliche Beobachter kritisieren bei Wahlen in Russland seit Jahren immer wieder Unregelmäßigkeiten, wobei seltener direkte Wahlfälschung, sondern häufiger eingeschränkter politischer Wettbewerb angeprangert wird, oppositionelle Parteien und Kandidaten werden teils einfach von der Wahl ausgeschlossen.
Offiziell werden von Freitag bis Sonntag die 450 Abgeordneten der Staatsduma neu gewählt. Seit 2003 hat die Partei „Einiges Russland“ von Präsident Putin bei jeder Parlamentswahl eine absolute Mehrheit der Sitze erreicht – bei der letzten Wahl 2021 mit offiziell 49,8 Prozent der Stimmen. Aktuelle Umfragen kommen zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen. Teilweise wird „Einiges Russland“ wieder bei 50 Prozent gesehen, teilweise wird ein Abrutschen auf 35 Prozent gemessen.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Wladimir Putin
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Deutsche Bundesregierung, Auswärtiges Amt, Präsident Putin, Staatsduma, Einiges Russland, dts Nachrichtenagentur, westliche Beobachter
Wann ist das Ereignis passiert?
Datum/Zeitraum: Freitag bis Sonntag (Parlamentswahl in Russland), „heute“ am Freitag des Artikels.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin, Moskau, Russland
Worum geht es in einem Satz?
Die Bundesregierung äußert sich skeptisch, dass bei der am Freitag in Russland startenden Parlamentswahl alles korrekt abläuft, und kündigt an, die Wahl zu beobachten sowie in der kommenden Woche dazu Stellung zu nehmen.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Skepsis der Bundesregierung gegenüber der heute startenden Parlamentswahl in Russland, da mit Ergebnissen eines inszenierten Wahlrituals gerechnet wird
- Westliche Kritik an früheren russischen Wahlen wegen Unregelmäßigkeiten, insbesondere eingeschränktem politischen Wettbewerb und teilweiser Ausschließung oppositioneller Parteien und Kandidaten
- Möglichkeit, dass oppositionelle Kräfte nicht regulär am Wahlprozess teilnehmen können
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Bundesregierung skeptisch, dass bei der Wahl alles mit rechten Dingen zugeht
- Bundesregierung rechnet mit Ergebnissen eines inszenierten Wahlrituals
- Bundesregierung beobachtet die Wahl und will nächste Woche dazu Stellung nehmen
- Westliche Beobachter kritisieren seit Jahren Unregelmäßigkeiten bei Wahlen in Russland
- Kritik meist eingeschränkter politischer Wettbewerb statt direkter Wahlfälschung
- Opposition teils von der Wahl ausgeschlossen
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Überprüfung des internationalen Vertrauens in die Wahllegitimität in Russland
- Erwartung der Anerkennung oder Zurückweisung der Wahlergebnisse durch internationale Partner und Institutionen
- Kritik an eingeschränktem politischen Wettbewerb und an der Möglichkeit oppositioneller Kandidaten und Parteien, sich wirksam zu beteiligen
- Politische Beobachtung und mögliche Stellungnahmen westlicher Regierungen und Stellen in der Folge der Wahl
- Zunahme von Spannungen in den Beziehungen zwischen Russland und westlichen Staaten
- Infragestellung der demokratischen Standards, die für die Bewertung künftiger Wahlen herangezogen werden
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja: Eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes wird mit der Aussage zitiert: „Wir müssen uns leider wieder auf Ergebnisse eines inszenierten Wahlrituals einstellen“.
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