Politik: KI-Sicherheitsprüfung in Berlin
Berlin () – Der TÜV fordert unabhängige Sicherheitsprüfungen für Sprachmodelle wie ChatGPT, bevor sie auf den Markt kommen. Es reiche nicht, Prüfer nur während des Entwicklungsprozesses einzubeziehen, sagte Franziska Weindauer, Chefin des TÜV AI Lab, dem „Focus“. Stattdessen sollte ihrer Meinung nach etwa ein neu entwickelter Chatbot vor der Veröffentlichung eine verpflichtende Abnahme durchlaufen.
Auch die Bundesregierung beschäftigt sich mit dem Thema. Seit Ende August baut sie dafür das KI-Sicherheitsinstitut (AISI) in Berlin auf. Weindauer hält eigene deutsche Fähigkeiten für nötig. Entscheidend sei, ob es gelinge, das AISI pragmatisch und schnell aufzubauen, die richtigen Leute zu gewinnen und seinen Auftrag klar zu definieren. Der Aufbau des AISI werde nicht ganz leicht, das wisse man aus Erfahrungen des Aufbaus anderer Institutionen. Die bislang unklare Organisationsstruktur müsse so schnell wie möglich geklärt werden.
Digitalminister Karsten Wildberger (CDU) appellierte trotz Sicherheitsbedenken daran, die KI-Entwicklung in Europa weiter voranzutreiben. „Wenn wir KI-Modelle selber bauen, haben wir auch die Fragen nach Werten und Sicherheit selbst in der Hand“, sagte er dem Nachrichtenmagazin. Deutschland müsse dabei in Zukunft eine viel aktivere Rolle einnehmen. Denn das sei die Chance, Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit für die nächsten Jahrzehnte zu sichern.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Franziska Weindauer, Karsten Wildberger
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
TÜV, TÜV AI Lab, AISI, Bundesregierung, Bundesministerium, Digitalminister, CDU
Wann ist das Ereignis passiert?
Zeitraum/Datum des Ereignisses: Seit Ende August (im Text nicht näher konkretisiert, da „Ende August“ ohne Jahr angegeben ist).
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Der TÜV fordert, Sprachmodelle wie ChatGPT vor der Markteinführung durch unabhängige Sicherheitsprüfungen verpflichtend abnehmen zu lassen statt nur während der Entwicklung zu prüfen, während die Bundesregierung dafür in Berlin das KI-Sicherheitsinstitut (AISI) aufbaut und zugleich Karsten Wildberger betont, dass Europa die KI-Entwicklung trotz Sicherheitsbedenken aktiv vorantreiben müsse.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Forderung des TÜV nach unabhängigen Sicherheitsprüfungen für Sprachmodelle vor der Markteinführung
- Einbindung von Prüfern nur während der Entwicklung sei nicht ausreichend
- Notwendigkeit einer verpflichtenden Abnahme eines neu entwickelten Chatbots vor der Veröffentlichung
- Hintergrund: Aufbau des KI-Sicherheitsinstituts (AISI) in Berlin durch die Bundesregierung seit Ende August zur Beschäftigung mit KI-Sicherheit
- Unklare Organisationsstruktur des AISI müsse schnell geklärt werden
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Der TÜV fordert unabhängige Sicherheitsprüfungen für Sprachmodelle vor dem Markteintritt und eine verpflichtende Abnahme vor Veröffentlichung
- Die Bundesregierung baut seit Ende August das KI-Sicherheitsinstitut (AISI) in Berlin auf und will es pragmatisch und schnell aufsetzen
- Digitalminister Karsten Wildberger appelliert trotz Sicherheitsbedenken, die KI-Entwicklung in Europa weiter voranzutreiben, um Werte und Sicherheit selbst zu gestalten
Welche Konsequenzen werden genannt?
Unabhängige Sicherheitsprüfungen für Sprachmodelle vor der Markteinführung
Verpflichtende Abnahme neuer Chatbots vor der Veröffentlichung
Einrichtung und Aufbau eines KI-Sicherheitsinstituts in Berlin
Klärung einer bislang unklaren Organisationsstruktur des KI-Sicherheitsinstituts
Gewinnung geeigneter Fachkräfte und pragmatischer, schneller Aufbau des Instituts
Aktivere Rolle Deutschlands bei der Entwicklung und Sicherstellung von Werten und Sicherheit bei KI-Modellen
Weiterführung der KI-Entwicklung in Europa trotz Sicherheitsbedenken
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja: Franziska Weindauer, Chefin des TÜV AI Lab, wird im Artikel mit ihrer Stellungnahme zitiert, außerdem Digitalminister Karsten Wildberger (CDU).
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