Spionageprozess in Berlin
Karlsruhe () – Die Bundesanwaltschaft hat vor dem Staatsschutzsenat des Kammergerichts in Berlin Anklage gegen eine deutsche und ukrainische Staatsangehörige wegen geheimdienstlicher Agententätigkeit erhoben. Das teilte die Karlsruher Behörde am Montag mit. Ilona W. soll demnach Informationen an einen russischen Geheimdienstmitarbeiter in der Botschaft in Berlin weitergegeben haben.
Die Frau betrieb eine Marketingagentur in Berlin und war Vorsitzende eines Lobbyvereins. Dadurch hatte sie Zugang zu militärischen und politischen Kreisen. Seit Oktober 2023 stand sie den Ermittlern zufolge in Kontakt mit einem Geheimdienstmitarbeiter der russischen Botschaft und versorgte ihn mit Informationen über hochkarätige Veranstaltungen. Sie ermöglichte ihm, teilweise unter falschem Namen, an diesen Veranstaltungen teilzunehmen, um ein nachrichtendienstliches Netzwerk aufzubauen.
Zusätzlich versuchte die Frau laut Bundesanwaltschaft, Personen aus dem Bundesministerium der Verteidigung und der Rüstungsindustrie für ihre Zwecke zu gewinnen. Sie bemühte sich demnach, im Auftrag ihres Kontaktmannes, um Informationen zur deutschen Verteidigungspolitik und Rüstungsindustrie, insbesondere im Kontext des Krieges zwischen Russland und der Ukraine. W. wurde am 21. Januar 2026 festgenommen und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Ilona W., Generalbundesanwalt
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Bundesanwaltschaft, Staatsschutzsenat des Kammergerichts, Kammergericht, Bundesministerium der Verteidigung, Rüstungsindustrie, russischer Geheimdienst, russische Botschaft, deutsche Botschaft, Bundestag?
Wann ist das Ereignis passiert?
Das Ereignis fand (zumindest teilweise) am Montag statt. Außerdem wird genannt, dass die Beschuldigte am 21. Januar 2026 festgenommen wurde und seitdem in Untersuchungshaft ist.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin, Karlsruhe
Worum geht es in einem Satz?
Die Bundesanwaltschaft hat vor dem Staatsschutzsenat des Kammergerichts in Berlin Anklage gegen eine deutsche und ukrainische Staatsangehörige erhoben, weil sie seit Oktober 2023 Informationen an einen russischen Geheimdienstmitarbeiter in der Botschaft weitergegeben, ihm den Zugang zu hochrangigen Veranstaltungen ermöglicht und zudem versucht haben soll, Kontakte aus Verteidigungs- und Rüstungskreisen für ihre Zwecke zu gewinnen.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Kontaktaufnahme seit Oktober 2023 zu einem Geheimdienstmitarbeiter der russischen Botschaft und Weitergabe von Informationen über hochkarätige Veranstaltungen
- Nutzung von Zugang zu militärischen und politischen Kreisen durch Betrieb einer Marketingagentur und Vorsitz in einem Lobbyverein
- Aufbau eines nachrichtendienstlichen Netzwerks durch Ermöglichung der Teilnahme des Kontaktmannes an Veranstaltungen, teilweise unter falschem Namen
- Versuch, Personen aus dem Bundesministerium der Verteidigung und der Rüstungsindustrie für ihre Zwecke zu gewinnen, insbesondere zur Beschaffung von Informationen zur deutschen Verteidigungspolitik und Rüstungsindustrie im Kontext des Krieges zwischen Russland und der Ukraine
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Keine Reaktion von Politik, Öffentlichkeit oder Medien im Text beschrieben
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Zugang zu militärischen und politischen Kreisen ermöglicht durch Tätigkeit in Berlin
- Weitergabe von Informationen an einen ausländischen Nachrichtendienst
- Aufbau eines nachrichtendienstlichen Netzwerks durch Teilnahme an hochkarätigen Veranstaltungen
- Versuch der Anwerbung von Personen aus dem Bundesministerium der Verteidigung und der Rüstungsindustrie
- Beschaffung von Informationen zur deutschen Verteidigungspolitik und zur Rüstungsindustrie im Kontext des Krieges zwischen Russland und der Ukraine
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Nein. In dem Artikel wird keine Stellungnahme oder Reaktion einer konkreten Person oder Organisation zitiert.
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